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Francisco Arce Montes

Das Rathaus von Pleine-Fougères, der Gemeinde, in der Francisco Arce Montes 1996 Caroline Dickinson tötete
Wikimedia Commons / GO69 · CC0
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Opfer
SerienmörderPleine-Fougères , Frankreich
Aktive Jahre
1981–1996

Rund 4.000 Männer gaben DNA-Proben ab und etwa 9.000 Menschen wurden befragt, doch der entscheidende Hinweis kam fünf Jahre nach dem Mord aus Florida. Francisco Arce Montes hatte die 13-jährige Caroline Dickinson in der Nacht auf den 18. Juli 1996 in einer Jugendherberge in Pleine-Fougères vergewaltigt und erstickt. Der Prozessbericht des Guardian dokumentiert den Mordschuldspruch, 30 Jahre Haft und eine Mindestverbüßungsdauer von 20 Jahren.

Werdegang

Über seine Kindheit und Jugend in Spanien ist wenig bekannt. Als Erwachsener reiste er wiederholt durch Europa und suchte dabei gezielt Jugendherbergen auf, in denen er sich nachts Zutritt zu Schlafsälen junger Mädchen verschaffte. Nachgewiesen sind Übergriffe in den Niederlanden 1981, eine bewaffnete Vergewaltigung in Deutschland Mitte der 1980er Jahre sowie weitere Attacken in Frankreich und den USA, insgesamt reicht die bekannte Spur seiner Taten über Deutschland, Spanien, Frankreich, die Niederlande und die Vereinigten Staaten.

Die Tat an Caroline Dickinson

In der Nacht auf den 18. Juli 1996 hielt sich eine Gruppe britischer Schülerinnen auf Klassenfahrt in einer Jugendherberge in Pleine-Fougères auf. Er drang in den Schlafsaal ein und griff die 13-jährige Caroline Dickinson an. Ein späteres Gutachten beschrieb eine massive Erstickungsgewalt, die zum schnellen Tod des Mädchens führte.

Ermittlung und Festnahme

Der Fall blieb zunächst ungeklärt. Erst am 11. März 2001 wurde er in Florida festgenommen, nachdem er dort wegen eines ähnlichen Übergriffs auf eine irische Touristin in Miami Beach aufgefallen war. Ein amerikanischer Einwanderungsbeamter hatte über den ungeklärten Mord an Caroline Dickinson gelesen und die Ermittlungen vorangetrieben, die zu seiner Identifizierung führten.

Prozess

Der Prozess fand im Juni 2004 vor dem Schwurgericht in Rennes statt. Am 14. Juni 2004 wurde er zu 30 Jahren Haft verurteilt. Eine Berufung vor dem Gericht in Saint-Brieuc wurde im Juni 2005 abgelehnt.

Nachwirkungen

Der Mord an Caroline Dickinson wurde zum Beispiel dafür, wie internationale Polizeiarbeit und DNA-Spuren einen jahrelang ungelösten Fall doch noch vor Gericht bringen können. Der Strafrahmen umfasst 30 Jahre Haft; eine belastbare aktuelle Vollzugsauskunft war nicht auffindbar.