Estibaliz Carranza
- Aktive Jahre
- 2008–2010
- Modus Operandi
- ErschießenZerstückelung
Als Handwerker im Juni 2011 den Keller eines Wiener Eissalons öffneten, stießen sie auf einbetonierte menschliche Überreste. Der Fund führte zu zwei Tötungen aus den Jahren 2008 und 2010 – und zur Betreiberin Estibaliz Carranza, die kurz darauf in Italien festgenommen wurde.
Zwei Tötungen
Carranza erschoss im April 2008 ihren früheren Ehemann Holger Holz und im November 2010 ihren damaligen Lebensgefährten Manfred Hinterberger. Nach dem rechtskräftigen Urteil traf sie den ersten Mann von hinten und den zweiten im Schlaf. Sie zerteilte beide Leichen mit einer Motorsäge, betonierte die Teile in Behältern ein und verbarg sie im Keller unter ihrem Eissalon in Wien-Meidling.
Fund und Festnahme
Bei Installationsarbeiten wurden die Überreste im Juni 2011 zufällig entdeckt. Carranza floh nach Italien, wurde am 10. Juni in Udine festgenommen und später nach Österreich ausgeliefert.
Prozess und rechtskräftiges Urteil
Vor dem Wiener Schwurgericht gestand Carranza die Tötungen. Am 22. November 2012 wurde sie wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft und zur Unterbringung in einer forensisch-therapeutischen Anstalt verurteilt. Ihr Verteidiger focht nur noch die Höhe der Strafe an. Das Oberlandesgericht Wien bestätigte am 20. März 2013 die lebenslange Freiheitsstrafe; damit wurde das Urteil rechtskräftig.
Der in der Berichterstattung verbreitete Beiname „Eislady von Wien“ verweist auf ihren Eissalon, ist aber eine mediale Zuschreibung und keine amtliche Bezeichnung.