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Ernest Elmes

Die High Road im Londoner Stadtteil Tottenham, in dem Ernest Elmes 1953 seine Frau tötete
John Salmon, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
Suizid
TotschlägerLondon , Großbritannien
Aktive Jahre
1953

Ein Nachbar hört an einem Septemberabend 1953 einen Schrei aus dem Haus nebenan, dem Haus des Ehepaars, das im Viertel als die „perfekte Vorstadtfamilie“ galt. Wenige Tage später meldet der Ehemann bei der Polizei, seine Frau habe ihn verlassen, mit einem Polizisten sei sie durchgebrannt. Die Wahrheit war weit grausamer: Ernest Elmes hatte sie erschlagen und ihre Leiche in den Kesseln seiner eigenen Arbeitsstelle verbrannt.

Werdegang

Über die frühen Lebensjahre von Ernest Elmes ist wenig bekannt, sein Geburtsjahr ist nicht überliefert. Im Londoner Stadtteil Tottenham arbeitete er in einer Drahtfabrik, wo er für die Kesselanlagen zuständig war. Zusammen mit seiner 37 Jahre alten Frau Rose Winifred führte er nach außen hin das Leben eines unauffälligen Vorstadtehepaars.

Die Tat

An einem Samstag im September 1953 hörte Nachbar Alan Watson aus dem Garten heraus einen Schrei, den er später als den einer Frau beschrieb, ein Detail, das ihm angesichts der scheinbaren Zuneigung des Ehepaares zueinander besonders im Gedächtnis blieb. Ernest Elmes hatte seine Frau mit einem Hammer erschlagen, ihre Leiche zerstückelt und in den Kesseln der Drahtfabrik verbrannt, in der er arbeitete.

Ermittlung

Als Ernest Elmes einige Tage später bei der Polizeidienststelle in Tottenham erschien, um die angebliche Vermisstheit seiner Frau zu melden, fiel dem zuständigen Kriminalinspektor sowohl die Geschichte als auch der Zustand des Mannes verdächtig auf: nervös, ungepflegt, die Fingernägel fast bis zum Nagelbett abgekaut. Kratzer im Gesicht erklärte er mit einer angeblichen Rangelei mit dem Polizisten, mit dem seine Frau durchgebrannt sein sollte, eine Geschichte, die die Verdachtsmomente nur verstärkte. Bei der Polizei fand man später den Hammer, mit dem die Tat begangen worden war, und blutverschmierte Sägeblätter, die zu den Schnittspuren an den Knochen passten, welche man in den Kesseln der Fabrik entdeckte. Kollegen berichteten zudem, Ernest Elmes habe sich als Motiv für die Tat kurz zuvor in eine Krankenwagenfahrerin verliebt, die er bei einem Erste-Hilfe-Kurs kennengelernt hatte, und ihr erzählt, seine Frau habe ihn verlassen.

Nachwirkungen

Die Frau, für die Ernest Elmes seine Ehefrau getötet hatte, ahnte lange nichts von der Wahrheit. Als sie ihn an einem Sonntag zu Hause aufsuchen wollte, um ihn zu trösten, klopfte sie vergeblich an der Vordertür. Besorgt ging sie zur Rückseite des Hauses, betrat die mit Gas gefüllte Küche und fand dort den leblosen Ernest Elmes. Er hatte sich das Leben genommen, kurz nachdem sein Doppelleben aufzufliegen drohte.