Ernest Brown
- Aktive Jahre
- 1933
- Modus Operandi
- ErschießenBrandstiftung
Um drei Uhr morgens schlug in Yorkshire der Feueralarm an, ein Stall auf dem Gutshof Saxton Grange stand in Flammen. Als die Löscharbeiten beendet waren, fanden die Helfer im ausgebrannten Auto in der Garage die Leiche des Gutsbesitzers. Ernest Brown, der Stallknecht des Anwesens, hatte seinen Arbeitgeber erschossen und die Tat mit Feuer zu vertuschen versucht, nachdem eine Affäre mit dessen Ehefrau aufgeflogen war.
Werdegang
Ernest Brown wurde 1898 geboren und arbeitete 1933 als Stallknecht auf dem Gutshof Saxton Grange bei Towton in der englischen Grafschaft Yorkshire. Er kümmerte sich um die Pferde des Anwesens und begann eine Affäre mit Dorothy, der Ehefrau seines Arbeitgebers Frederick Ellison Morton, eines wohlhabenden Viehzüchters. Als die Affäre bekannt wurde, kündigte er zunächst selbst seine Stelle, wurde aber kurz darauf wieder eingestellt, blieb jedoch nach eigenen Angaben verbittert über die Vorfälle.
Die Tat
In der Nacht zum 5. September 1933 erschoss er seinen Arbeitgeber mit einer Schrotflinte in der Brust. Anschließend setzte er die Leiche in ein Auto in der Garage des Anwesens, durchtrennte die Telefonleitungen des Guts und entzündete mit Benzin einen Brand, um die Tat als Unfall erscheinen zu lassen. Der Brand griff auf einen angrenzenden Stall über und alarmierte gegen drei Uhr morgens die Nachbarschaft.
Ermittlung
Die Ermittler fanden schnell Hinweise auf ein Verbrechen: Die durchtrennten Telefonleitungen und deutliche Spuren von Brandbeschleuniger sprachen gegen einen bloßen Unfall. Die bekannte Affäre mit der Ehefrau des Opfers und der vorangegangene Streit rückten den Stallknecht rasch in den Fokus der Ermittlungen.
Prozess
Vor Gericht in Leeds wurde Ernest Brown des Mordes an Frederick Ellison Morton für schuldig befunden. Das Gericht verurteilte ihn zum Tode.
Nachwirkungen
Am 6. Februar 1934 wurde er im Armley Prison in Leeds durch den Henker Thomas Pierrepoint gehängt. Der Überlieferung nach soll er kurz vor der Hinrichtung ein Wort geflüstert haben, das je nach Quelle als „ought to burn” oder als „Otterburn” gedeutet wurde, ein kryptischer letzter Satz, der bis heute Spekulationen über eine mögliche Verbindung zu einem anderen, ungeklärten Verbrechen derselben Ära befeuert, ohne dass sich dafür je ein Beleg fand.