Edward Spreitzer
- Serienmörder — Chicago , USA
- Aktive Jahre
- 1981–1982
Edward Spreitzers Aussagen erschlossen den Ermittlern mehrere Taten, doch nicht jede später der Ripper Crew zugeschriebene Tötung endete mit einem Schuldspruch gegen jedes Mitglied. Die Entscheidung des Supreme Court of Illinois hält seine Rolle und die Verwendung seiner Aussagen fest. Er gehörte zur Gruppe um Robin Gecht sowie die Brüder Andrew und Thomas Kokoraleis.
Werdegang
Edward Spreitzer arbeitete gemeinsam mit den Brüdern Kokoraleis in der Bauwerkstatt Robin Gechts und geriet zunehmend unter dessen Einfluss.
Taten
Zwischen Mai 1981 und Oktober 1982 überfiel die Gruppe wiederholt Frauen in Chicago, band sie in angemieteten Motelzimmern fest und folterte sie. Ein wiederkehrendes Element der Taten war die Amputation einer Brust mit einer Drahtschlinge in einem Raum, den Robin Gecht als „satanische Kapelle” bezeichnete. Zu den bestätigten Opfern zählen Linda Sutton, Lorraine Borowski, Shui Mak, Sandra Delaware und Rose Davis, mindestens zwei weitere Frauen überlebten die Angriffe schwer verletzt. Bei einer separaten Tat erschoss die Gruppe im Oktober 1982 zudem den 28-jährigen Rafael Tirado bei einem Drive-by-Angriff.
Ermittlung und Festnahme
Er wurde im November 1982 festgenommen. Gemeinsam mit Andrew Kokoraleis gestand er zunächst bis zu 17 Morde, wovon die meisten jedoch nie zweifelsfrei aufgeklärt werden konnten.
Prozess
Er bekannte sich 1984 schuldig und wurde 1986 für den Mord an Linda Sutton zum Tode verurteilt. Im Jahr 2003 wurde sein Urteil in lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung umgewandelt.
Nachwirkungen
Edward Spreitzer verbüßt bis heute seine lebenslange Haftstrafe. Der Fall gilt als einer der bizarrsten der amerikanischen Kriminalgeschichte, nicht zuletzt wegen der nie vollständig aufgeklärten Rolle angeblicher satanistischer Rituale.