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Edward Ernest Black

Eine Straße in St Austell in Cornwall, nahe dem Tatort im Ortsteil Tregonissey, wo Edward Ernest Black seine Ehefrau vergiftete
N Chadwick / Geograph Britain and Ireland / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
hingerichtet
TotschlägerSt Austell , Großbritannien
Aktive Jahre
1921
Modus Operandi
Vergiftung

Ein Chemiker sagt vor Gericht aus, dass der Angeklagte kurz vor der Tat zwei Unzen Arsen gekauft und dafür ganz offen die gesetzlich vorgeschriebene Giftliste unterschrieben hatte. Kaum ein Beweisstück ließ sich eindeutiger einem Täter zuordnen. Edward Ernest Black hatte sich mit seiner eigenen Unterschrift selbst überführt.

Werdegang

Edward Ernest Black wurde 1885 geboren und arbeitete als Versicherungsvertreter im Ort Tregonissey bei St Austell in Cornwall. Er war mit Annie Black verheiratet, geborene Blanck, die 14 Jahre älter war als er und einen kleinen Süßwarenladen betrieb. Nach außen wirkte die Ehe unauffällig, tatsächlich aber steckte er in finanziellen Schwierigkeiten und hatte kaum Freunde in der Gemeinde.

Die Tat

Am 11. November 1921 vergiftete er seine Ehefrau mit Arsen in ihrem gemeinsamen Zuhause in Tregonissey. Drei Tage zuvor hatte er das Haus verlassen, kehrte jedoch zurück. Der behandelnde Arzt hielt die Todesursache zunächst für eine gewöhnliche Magen-Darm-Erkrankung, entschied sich aber dennoch zu einer Obduktion, bei der er Arsen im Körper der Toten nachwies.

Ermittlung und Prozess

Die Ermittler rekonstruierten schnell, dass Edward kurz vor dem Tod seiner Frau zwei Unzen Arsen bei einem örtlichen Chemiker gekauft hatte. Nach damaligem britischem Recht musste jeder Käufer von Gift eine amtliche Liste unterschreiben, und genau diese Unterschrift wurde zum entscheidenden Beweisstück gegen ihn. Der Prozess fand am 1. und 2. Februar 1922 vor den Assisen in Bodmin statt. Die Jury benötigte nur 40 Minuten, um ihn des Mordes für schuldig zu befinden.

Hinrichtung

Am 24. März 1922 wurde Edward Ernest Black im Gefängnis von Exeter durch den Henker John Ellis gehängt.

Nachwirkungen

Der Fall blieb in der cornischen Lokalgeschichte vor allem wegen der ungewöhnlich eindeutigen Beweislage in Erinnerung: Ein Täter, der das Gift für seine eigene Tat unter seinem echten Namen erwarb und die Kaufliste eigenhändig unterschrieb, hinterließ den Ermittlern kaum Interpretationsspielraum.