Edmund Kemper
- Aktive Jahre
- 1964–1973
- Modus Operandi
- ErschießenErwürgen
Ein Psychiater warnte vor Edmund Kempers Entlassung aus der geschlossenen Klinik. Dennoch kam der wegen der Tötung seiner Großeltern untergebrachte 21-Jährige 1969 frei. Innerhalb der folgenden vier Jahre tötete er acht weitere Menschen und stellte sich schließlich selbst der Polizei.
Die ersten beiden Tötungen
Am 27. August 1964 erschoss der 15-jährige Kemper in North Fork seine Großmutter Maude Matilda Kemper und anschließend seinen Großvater Edmund Emil Kemper Sr. Er wurde in das Atascadero State Hospital eingewiesen und 1969 entlassen.
Acht Tötungen in Santa Cruz
Zwischen Mai 1972 und April 1973 nahm Kemper sechs junge Frauen als Anhalterinnen mit, tötete sie und zerstückelte ihre Leichen. Am 20. April 1973 tötete er außerdem seine Mutter Clarnell Strandberg und deren Freundin Sally Hallett.
Nach den letzten beiden Taten fuhr Kemper nach Colorado. Von dort rief er die Polizei in Santa Cruz an, gestand und wartete auf seine Festnahme. Im November 1973 wurde er wegen achtfachen Mordes schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.
Haftstatus
Kemper ist weiterhin im kalifornischen Strafvollzug. Eine Bewährungsanhörung am 9. Juli 2024 endete mit einer Ablehnung für sieben Jahre. Damit ist die häufig wiederholte bloße Angabe „zuletzt 2017“ überholt.
Seine späteren Gespräche mit Ermittlern und Forschern machten ihn zu einer häufig zitierten Figur in Darstellungen zur Verhaltensanalyse. Sie ändern nichts daran, dass viele psychologische Deutungen seiner Kindheit aus nachträglichen Aussagen stammen und nicht mit den gerichtlich gesicherten Tatdaten gleichzusetzen sind.