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David Edward Maust

genannt „Crazy Dave"

Die Innenstadt von Hammond, Indiana, wo David Edward Maust 2003 drei seiner letzten Opfer im eigenen Keller einbetonierte
HammondMan, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
5
Opfer
„Crazy Dave"
Suizid
SerienmörderHammond , USA
Aktive Jahre
1974–2003
Modus Operandi
ErwürgenErtränken

Als Ermittler im Dezember 2003 eine frische Betonplatte im Keller eines Hauses in Hammond aufbrachen, fanden sie darunter die Leichen von drei Jugendlichen. Der Bewohner David Edward Maust war zu diesem Zeitpunkt bereits wegen zweier früherer Tötungen verurteilt worden – und hatte vor seiner letzten Entlassung sogar darum gebeten, im Gefängnis bleiben zu dürfen.

Frühe Jahre und Militärdienst

David Edward Maust wurde am 5. April 1954 in Chicago geboren. Teile seiner Kindheit verbrachte er in psychiatrischen Einrichtungen und Heimen. 1971 trat er in die US-Armee ein und wurde später nach Deutschland versetzt.

1974 starb dort der 13-jährige James McClister. Maust wurde nicht wegen Mordes, sondern wegen fahrlässiger Tötung und Diebstahls verurteilt. Diese juristische Einordnung ist wichtig: Der Todesfall gehört zu seiner bestätigten Gewaltgeschichte, darf aber nicht nachträglich als Mordurteil dargestellt werden.

Tötung in Illinois

Im August 1981 tötete Maust den 15-jährigen Donald Jones bei Elgin in Illinois. Wegen Zweifeln an seiner Verhandlungsfähigkeit blieb das Verfahren lange verzögert. 1994 wurde er verurteilt; 1999 kam er unter Auflagen frei.

Die drei Toten von Hammond

In Hammond suchte Maust Kontakt zu Jugendlichen und bot ihnen Geld, Alkohol oder Drogen an. 2003 tötete er Michael Dennis (13), James Raganyi (16) und Nicholas James (19). Dennis und Raganyi waren am 10. September als vermisst gemeldet worden. Die Körper aller drei wurden in Plastik verpackt und unter Beton im Keller seines Hauses verborgen.

Maust gestand, James Raganyi mit einem Seil erwürgt zu haben. Bei Nicholas James stellten die Behörden stumpfe Gewalt fest; bei den beiden jüngeren Opfern galten Erwürgen oder Ersticken als Todesursache. Die Statistik fasst den gemeinsamen Ereigniskomplex deshalb nur mit der belegten übergreifenden Tatweise Erwürgen zusammen.

Geständnis, Urteil und Tod

Im November 2005 bekannte sich Maust zu den drei Morden schuldig. Er erhielt drei aufeinanderfolgende lebenslange Freiheitsstrafen ohne Bewährung; die Staatsanwaltschaft zog im Gegenzug ihre Forderung nach der Todesstrafe zurück.

Am 19. Januar 2006 wurde er erhängt in seiner Zelle gefunden und starb am folgenden Tag im Krankenhaus. In einem Abschiedsbrief bekannte er sich zu insgesamt fünf Tötungen. Diese Zahl umfasst auch den Todesfall in Deutschland, für den das Militärgericht ihn lediglich wegen fahrlässiger Tötung verurteilt hatte.