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Danny Rolling

genannt „Gainesville Ripper"

Polizeifoto von Danny Rolling, Florida Department of Corrections, 1991
Florida Department of Corrections, via Wikimedia Commons · Public Domain
8
Opfer
„Gainesville Ripper"
hingerichtet
SerienmörderGainesville , USA
Aktive Jahre
1989–1990

Mitten im Auswahlverfahren der Jury bekannte sich Daniel Harold Rolling zu allen fünf Morden von Gainesville. Die veröffentlichte Entscheidung des elften US-Berufungsgerichts dokumentiert die fünf Schuldbekenntnisse und drei Anklagepunkte wegen sexueller Gewalt. Die drei Tötungen von Shreveport aus dem Jahr 1989 gestand er dagegen erst kurz vor seiner Hinrichtung.

Werdegang

Sein Vater, ein Kriegsveteran und Polizist, misshandelte ihn und seinen Bruder über Jahre und ließ ihn wiederholt wissen, von Geburt an unerwünscht gewesen zu sein. Als Jugendlicher und junger Erwachsener wurde er mehrfach wegen Überfällen verhaftet und lebte zeitweise als Landstreicher.

Die Shreveport-Morde

Im November 1989 erschoss er in Shreveport seinen Großvater William Grissom (55), dessen Tochter Julie (24) und seinen achtjährigen Neffen Sean, während die Familie sich auf das Abendessen vorbereitete. Julies Leiche wurde nach der Tat verstümmelt, gesäubert und in einer bestimmten Position drapiert, ein Muster, das später auch bei seinen Opfern in Florida auffiel.

Die Gainesville-Morde

Über vier Tage im August 1990 tötete er in Gainesville fünf Studenten:

  1. Sonja Larson (18), erstochen am 24. August 1990
  2. Christina Powell (17), erstochen am 24. August 1990
  3. Christa Hoyt (18), am 25. August 1990 erstochen und enthauptet
  4. Manny Taboada (23), am 27. August 1990
  5. Tracy Paules (23), am 27. August 1990

Er brach jeweils in die Wohnungen der Opfer ein, fesselte sie mit Klebeband, vergewaltigte die weiblichen Opfer und positionierte die Leichen gezielt für die Entdeckung, teils reinigte er die Tatorte anschließend mit Essig, um Spuren zu beseitigen.

Festnahme

Am 7. September 1990 wurde er wegen eines bewaffneten Überfalls auf einen Supermarkt festgenommen, zunächst ohne Bezug zu den Morden. Eine Zeugin, die einen Nachrichtenbericht über die Gainesville-Morde gesehen hatte, hielt ihn für verdächtig und informierte die Polizei, was die Ermittler schließlich auf seine Spur brachte.

Prozess

1994 bekannte er sich in allen acht Mordfällen schuldig. Am 24. März 1994 verurteilte ihn ein Gericht für die fünf Gainesville-Morde zum Tode.

Hinrichtung

Am 25. Oktober 2006 wurde er im Alter von 52 Jahren im Florida State Prison durch eine Giftspritze hingerichtet.

Nachwirkungen

Die Gainesville-Morde lösten landesweite Anspannung an amerikanischen Universitäten aus und beeinflussten nachweislich die Popkultur, unter anderem den Horrorfilm „Scream”, dessen Drehbuchautor sich für die Grundidee an dem Fall orientierte.

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