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Connecticut River Valley Killer

Gemälde „Connecticut River Valley, Claremont, New Hampshire“ von Albert Bierstadt, das die Region zeigt, in der mehrere Opfer verschwanden
Albert Bierstadt (1868 oder 1865), Berkshire Museum, via Wikimedia Commons · Public Domain (vor 1931 entstanden)
7
Opfer
SerienmörderClaremont , USA
Aktive Jahre
1978–1988
Modus Operandi
ErstechenVergewaltigung

Sieben ungeklärte Todesfälle wurden über Jahre zu einer einzigen Mordserie verbunden, doch genau diese Verbindung ist bis heute nicht bewiesen. Eine aktuelle Rekonstruktion des Senders WMUR bezeichnet die Fälle als populär miteinander verknüpft und hält fest, dass keine Festnahme erfolgte. Auch der Angriff auf die schwangere Jane Boroski ähnelt mehreren Taten, ist aber keinem identifizierten Täter sicher zugeordnet.

Die Taten

Am 24. Oktober 1978 wurde die 27-jährige Cathy Millican mit 29 Stichwunden in New London, New Hampshire, gefunden. Am 25. Juli 1981 wurde die per Anhalter reisende 37-jährige Mary Elizabeth Critchley tot in Unity, New Hampshire, entdeckt. Am 30. Mai 1984 verschwand die 17-jährige Bernice Courtemanche in Claremont, ihre Leiche wurde erst fast zwei Jahre später gefunden, mit Stichwunden und durchtrennter Kehle. Am 22. Juli 1984 verschwand die 26-jährige Ellen Fried, ihr Leichnam wurde 1985 mit zahlreichen Stichverletzungen entdeckt. Am 10. Juli 1985 verschwand die Anhalterin Eva Morse, ihre sterblichen Überreste wurden 1986 gefunden. Am 15. April 1986 wurde die 36-jährige Lynda Moore in ihrem eigenen Haus in Saxtons River, Vermont, 25-mal niedergestochen. Am 10. Januar 1987 schließlich wurde die 38-jährige Barbara Agnew in Norwich, Vermont, erstochen aufgefunden. Mehreren weiteren ungeklärten Todesfällen und Vermisstenfällen aus derselben Region wird eine mögliche, aber nicht bewiesene Verbindung zur Serie nachgesagt.

Der überlebende Angriff auf Jane Boroski

Am 6. August 1988 hielt die im siebten Monat schwangere Jane Boroski an einem Kiosk in New Hampshire, als ein Mann sie mit 27 Messerstichen attackierte und für tot liegen ließ. Boroski überlebte schwer verletzt, ihr ungeborenes Kind kam wenige Wochen später gesund zur Welt. Sie konnte der Polizei eine detaillierte Personenbeschreibung liefern, einen weißen Mann Ende zwanzig, kräftig gebaut, mit Oberlippenbart, sowie die ersten drei Zeichen seines Kennzeichens nennen. Nach diesem Angriff endeten die der Serie zugeschriebenen Taten abrupt.

Ermittlung und Verdächtige

Die Ermittlungen erstreckten sich über zwei Bundesstaaten und mehrere Kreisbehörden, was den Informationsaustausch lange erschwerte. Ein junger Mann namens Delbert Tallman gestand zunächst einen verwandten Mord, widerrief die Aussage jedoch später und wurde freigesprochen. 2006 rückte der Vietnam-Veteran Michael Nicholaou ins Blickfeld, nachdem er an Silvester 2005 zunächst seine Frau und Stieftochter und danach sich selbst erschossen hatte. Geografische Übereinstimmungen und ein zu den Taten passendes Verhaltensprofil nährten den Verdacht, überzeugende forensische Beweise fehlten jedoch, und selbst Boroski selbst äußerte später Zweifel an dieser Zuordnung.

Warum der Fall ungelöst blieb

Da mehrere Opfer als Anhalterinnen unterwegs waren, ließen sich Tatzeiten und letzte Kontaktpersonen oft nur schwer rekonstruieren, und einige Leichen wurden erst Monate oder Jahre nach dem Verschwinden gefunden, was die Spurensicherung erheblich erschwerte. Die Zuständigkeit zweier Bundesstaaten sowie zahlreicher Kreisbehörden verzögerte zusätzlich den Informationsaustausch zwischen den Ermittlungsteams.

Nachwirkungen

Jane Boroskis Überleben und ihre Zeugenaussage bleiben ein wichtiger Anhaltspunkt. Die einzelnen Tötungen sind ungelöst, die Annahme eines einzigen Täters bleibt eine Ermittlungshypothese und führte nie zu einer Anklage.

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