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Christian Dornier

Rathaus und Schule von Luxiol im Département Doubs, dem Heimatdorf und Tatort Christian Dorniers
Espirat, via Wikimedia Commons · CC0
14
Opfer
inhaftiert
AmokläuferLuxiol , Frankreich
Aktive Jahre
1989
Modus Operandi
Erschießen

Am 12. Juli 1989 erschoss der Landwirt Christian Dornier in seinem Heimatdorf Luxiol im ostfranzösischen Département Doubs binnen einer halben Stunde 14 Menschen, darunter seine eigene Mutter und Schwester, und verletzte acht weitere. Ein Gericht stufte ihn wenige Monate später als schuldunfähig ein, seither ist er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Werdegang

Christian Dornier, geboren 1957 oder 1958, lebte als Landwirt in dem kleinen, rund 140 Einwohner zählenden Weiler Luxiol. Nachbarn beschrieben ihn später als zurückgezogen und kaum gesellig, unter Depressionen leidend und bereits in ärztlicher Behandlung, ohne dass jemand mit einer solchen Gewalttat gerechnet hätte. Ein Onkel schilderte ihn am Morgen der Tat noch als „mild depressiv, aber ruhig”.

Der Amoklauf

Am Vormittag des 12. Juli 1989 griff er ohne erkennbaren unmittelbaren Anlass zu einer doppelläufigen Schrotflinte und schoss zunächst auf seinen Vater, den er schwer verletzte, sowie auf einen Tierarzt, der zufällig auf dem Hof zu Besuch war und starb. Anschließend erschoss er im Wohnhaus seine Mutter Jeanne und seine gerade erst verheiratete Schwester Corinne.

Danach fuhr er mit seinem Wagen durch Luxiol und die Nachbargemeinden und schoss wahllos auf Passanten, darunter mehrere Kinder. Zu den Todesopfern zählten unter anderem ein 45-jähriger Nachbar, zwei Kinder eines Ehepaars namens Robez-Masson im Alter von 10 und 14 Jahren, ein älteres Ehepaar, ein Lehrer aus der Nachbargemeinde Autechaux sowie mehrere Landwirte und Autofahrer, die ihm zufällig begegneten. Insgesamt wurden 14 Menschen getötet und acht weitere verletzt, bevor die Polizei ihn nach zwei Schusswechseln überwältigen und schwer verletzt festnehmen konnte.

Ermittlung und Einstufung

Bei der anschließenden psychiatrischen Begutachtung diagnostizierten Gutachter eine Schizophrenie. Am 10. November 1989 stellte ein Gericht fest, dass Christian Dornier zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sei, was ihn nach französischem Recht vor einer strafrechtlichen Verurteilung bewahrte, sehr zum Unmut der Angehörigen der Opfer. Seit April 1991 ist er in einer psychiatrischen Einrichtung in Sarreguemines im Département Moselle untergebracht.

Nachwirkungen

Der Amoklauf von Luxiol zählt bis heute zu den folgenreichsten Einzeltaten dieser Art in der französischen Nachkriegsgeschichte und war zum Zeitpunkt der Tat das schwerste Blutbad in Frankreich seit einem Bandenmord in einer Marseiller Bar 1978. Zur begleitenden Schlagzeile über den Amoklauf selbst: Amoklauf von Luxiol.