Charles Manson
- Aktive Jahre
- 1969
- Modus Operandi
- ErstechenErschießenKomplizenOkkultismus
Charles Milles Manson wurde am 12. November 1934 in Cincinnati, Ohio, als unehelicher Sohn einer 16-jährigen Mutter geboren und starb am 19. November 2017 in einem Krankenhaus in Bakersfield, Kalifornien, in Haft. Als selbsternannter Anführer einer Kommune, die als „Manson Family” bekannt wurde, ließ er im August 1969 sieben Menschen töten, darunter die schwangere Schauspielerin Sharon Tate. Er selbst tötete keines der Opfer eigenhändig, wurde aber als Anstifter und Mitverschwörer verurteilt.
Werdegang
Seine Kindheit war von Vernachlässigung und Instabilität geprägt, den Großteil seiner Jugend verbrachte er in Erziehungsheimen und Besserungsanstalten. Von seinem neunten Lebensjahr an fiel er wiederholt durch Diebstahl, Autodiebstahl, Scheckfälschung und Zuhälterei auf. Zwischen 1949 und 1967 saß er wiederholt in Haft und verbrachte mehr als die Hälfte seines bisherigen Lebens in Gefängnissen oder Anstalten. Nach seiner Entlassung im März 1967 zog er nach San Francisco, wo er im Umfeld der Hippiebewegung mit LSD und selbst zusammengereimten religiösen und apokalyptischen Ideen eine Gruppe junger Anhänger um sich sammelte. Bis 1968 hatte sich diese Gruppe auf der abgelegenen Spahn Ranch nahe Los Angeles niedergelassen und wurde später als Manson Family bekannt.
Taten
In der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969 drangen mehrere seiner Anhänger auf seine Anweisung in das Haus in der Cielo Drive 10050 ein und töteten fünf Menschen: die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, den Friseur Jay Sebring, die Kaffee-Erbin Abigail Folger, den Schriftsteller Wojciech Frykowski sowie den zufällig anwesenden Steven Parent. In der folgenden Nacht ermordete dieselbe Gruppe das Ehepaar Leno und Rosemary LaBianca in deren Haus im Stadtteil Los Feliz. Am 26. August 1969 tötete die Gruppe zudem ihr eigenes ehemaliges Mitglied Donald Shea, das im Verdacht stand, mit der Polizei zu kooperieren.
Ermittlung und Prozess
Die Ermittler kamen den Tätern über Monate hinweg nicht auf die Spur, bis Aussagen inhaftierter Sektenmitglieder die Familie belasteten. Er selbst wurde festgenommen und am 29. März 1971 wegen siebenfachen Mordes und Verschwörung zum Tode verurteilt. Nach der zeitweisen Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien 1972 wurde die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt.
Haft und Tod
Er verbrachte den Rest seines Lebens im Staatsgefängnis, unter anderem in Corcoran. Zwölf Bewährungsgesuche wurden im Lauf der Jahrzehnte abgelehnt, zuletzt 2012. Er starb am 19. November 2017 im Alter von 83 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.
Nachwirkungen
Der Fall gilt als einer der prägendsten Kriminalfälle der amerikanischen Geschichte und wird häufig als symbolisches Ende der Hippie-Ära der 1960er Jahre beschrieben. Bis heute beschäftigen sich zahlreiche Bücher, Dokumentationen und Spielfilme mit seiner Person und der Manson Family. Ein Porträt des bekanntesten Opfers ist in der Schlagzeile Mord an Sharon Tate zu finden.