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Cecile Bombeek

genannt „Schwester Godfrida"

Das ehemalige Rathaus von Wetteren, der Stadt, in der Cecile Bombeek als Krankenschwester arbeitete und tötete
LimoWreck, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
3
Opfer
„Schwester Godfrida"
verstorben
SerienmörderWetteren , Belgien
Aktive Jahre
1976–1977
Modus Operandi
Vergiftung

Ein junger Arzt durchbrach 1977 das Schweigen über auffällige Todesfälle auf einer Geriatriestation im belgischen Wetteren. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand Cecile Bombeek, die dort als Schwester Godfrida die Pflege leitete. Drei Tötungen wurden ihr konkret vorgeworfen; bis zu 30 Patiententode wurden überprüft. Weil Gutachter sie für nicht schuldfähig hielten, kam es nie zu einem Strafprozess.

Werdegang

Sie wurde 1933 im belgischen Dorf Overmere geboren und trat bereits mit 15 Jahren der Apostolischen Kongregation des Heiligen Josef bei. Über viele Jahre arbeitete sie in der Altenpflege und stieg schließlich zur Oberin auf. Mitte der 1970er-Jahre übernahm sie die Leitung der Geriatriestation eines öffentlichen Krankenhauses in Wetteren in Ostflandern.

Die Taten

Zwischen 1976 und 1977 verabreichte sie mehreren älteren, teils diabetischen Patienten überdosiertes Insulin, wenn diese ihr nachts „zu schwierig” erschienen. Offiziell angeklagt wurde sie später für die Tötung dreier Patienten im Alter zwischen 75 und 80 Jahren, unter ihnen Pieter Diggmann (82) und Leon Maihofer (78). Ermittler verdächtigten sie zusätzlich, in den beiden Jahren für den Tod von bis zu 30 weiteren Patienten verantwortlich zu sein, ein gerichtlicher Nachweis gelang dafür jedoch nicht. Neben den Tötungen wurde ihr vorgeworfen, Patienten bestohlen zu haben, die Schadenssumme wurde auf über 30.000 Dollar geschätzt, sowie Katheter gewaltsam entfernt und dadurch Patienten misshandelt zu haben.

Entdeckung und weiteres Schicksal

Aufmerksam wurden Kolleginnen aus ihrem eigenen Orden, die auf der 38-Betten-Station eine auffällige Häufung ungeklärter Todesfälle bemerkten, heimlich Tagebuch darüber führten und sie schließlich im Januar 1978 bei der Polizei anzeigten. Am 14. Februar 1978 wurde sie festgenommen. Im März 1978 stellte ein Gericht fest, dass sie verhandlungsunfähig sei, und wies sie zur weiteren Beobachtung in eine psychiatrische Einrichtung ein, zu einem Prozess kam es nie. Sie starb 2019 im Alter von 86 Jahren im Sint-Jozef in Wetteren, wo sie zuletzt untergebracht war. Der Fall soll die Vorlage für den italienischen Spielfilm „Killer Nun” von 1979 geliefert haben, ein direkter Nachweis dafür ließ sich jedoch nie führen.

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