Catherine Schmidt
- Aktive Jahre
- 1925–1930
- Modus Operandi
- VergiftungSäurebadBetrugKomplizen
Catherine Schmidt sollte offiziell tot sein, doch ein Bekannter erkannte sie 1931 lebend in Marseille. Damit zerbrach ein Versicherungsbetrug, der die Ermittler zu ihrer Schwester Philomène, Georges-Alexandre Sarret und drei Tötungen führte.
Der Sarret-Komplex
Der Fall ist in den Prozessakten der Archives départementales des Bouches-du-Rhône und in zeitgenössischen Pressebeständen dokumentiert. Sie verbinden Sarret und die Schwestern mit einem System aus Scheinehen, falschen Identitäten und manipulierten Lebensversicherungen. Der Prozess von 1933 behandelte außerdem die Todesfälle Louis Chambon-Duvergers, Noémie Ballandraux’ und Magali Herlins.
1925 wurden Chambon-Duverger und Ballandraux erschossen; ihre Leichen wurden mit Säure beseitigt. 1930 starb die an Tuberkulose erkrankte Magali Herlin nach vergiftetem Champagner. Mit ihrem Tod sollte ein weiterer Versicherungsbetrug ermöglicht werden. Catherine hatte für den letzten Plan ihren eigenen Tod vorgetäuscht. Nach ihrer Entdeckung wurden sie und weitere Beteiligte festgenommen. Welche einzelne Handlung Catherine bei jeder Tötung selbst ausführte, lässt sich aus den hier zugänglichen Zusammenfassungen nicht für jedes Detail sicher trennen.
Urteil
Das Schwurgericht in Aix-en-Provence verurteilte Catherine 1933 innerhalb des gemeinsamen Verfahrens zu zehn Jahren Haft. Philomène Schmidt erhielt dieselbe Strafe; Sarret wurde zum Tode verurteilt. Über Catherines späteres Leben liegen keine belastbaren Angaben vor.