Bianka Weidemann
- Mörder — Altena , Deutschland
- Aktive Jahre
- 1995
Ein gemeinsamer Ausflug endete in einem Wald bei Altena mit Fesselung, Erdrosselung und einem flachen Grab. Die Amadeu Antonio Stiftung dokumentiert Dagmar Kohlmann als Todesopfer rechter Gewalt. Bianka Weidemann beteiligte sich am 16. Juli 1995 gemeinsam mit Thomas Lemke an der Tat und erhielt später sechs Jahre Haft.
Tat
Bianka fuhr mit Thomas und der gemeinsamen Bekannten Dagmar nach Altena. Dort fesselten und knebelten Bianka und Thomas die Frau, brachten sie in einen Wald und zogen gemeinsam ein Seil um ihren Hals. Als Dagmar noch Lebenszeichen zeigte, schlug Thomas zusätzlich mit einem Klappspaten zu. Danach verscharrten sie die Leiche.
Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass Thomas seine Freundin bewusst in die Tat hineingezogen hatte. Durch die gemeinsame Schuld wollte er verhindern, dass Bianka ihn wegen seiner Gewalttaten oder anderer Straftaten anzeigte. Dieser manipulative Druck war für die Bewertung ihrer Rolle wichtig, beseitigte ihre strafrechtliche Verantwortung für die aktive Beteiligung am Mord jedoch nicht.
Prozess und späteres Schicksal
Im gemeinsamen Verfahren stellte das Landgericht Essen fest, dass Bianka als Mittäterin gehandelt hatte. Sie erhielt sechs Jahre Freiheitsstrafe. Thomas wurde wegen dreifachen Mordes und Vergewaltigung zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt. Marcel Müthing erhielt wegen seiner Beteiligung an einem anderen Mord fünf Jahre Haft.
Die zeitlich begrenzte Strafe ist seit vielen Jahren vollständig verbüßt. Belastbare öffentliche Angaben zu Biankas Leben nach der Haft liegen nicht vor.