Bernard Pesquet
- Aktive Jahre
- 1941–1976
- Modus Operandi
- Stumpfe GewaltErschießen
Zwanzig Jahre saß Bernard Pesquet wegen des Mordes an seinem besten Freund im Gefängnis. Dreizehn Jahre nach seiner Entlassung begann er erneut zu töten: Seine Ehefrau und einen Immobilienmakler begrub er im Keller, drei weitere Menschen erschoss er in einem Haus in Neuilly-sur-Seine.
Der erste Mord
Bernard Pesquet wurde am 18. März 1922 im normannischen Heugleville-sur-Scie geboren. Am 22. August 1941 erschlug er den jungen Julien Quibel mit einer Eisenstange. Nach seiner Festnahme gestand er die Tat. Das Schwurgericht in Rouen verurteilte ihn im November 1941 zu lebenslanger Zwangsarbeit. 1961 kam er nach zwanzig Jahren Haft frei.
Fünf weitere Tötungen
Am 23. November 1974 erschoss Pesquet seine Ehefrau Christiane und verbarg ihren Körper im Keller des gemeinsamen Hauses in Pierrelaye. Im Frühjahr 1976 tötete er dort auch den Immobilienmakler Henri Francqui und verscharrte ihn ebenfalls im Keller. Für das genaue Datum nennen spätere Darstellungen unterschiedliche Angaben; deshalb wird der Fall nur auf das Jahr 1976 eingegrenzt.
Am 29. Juli 1976 verschaffte sich Pesquet unter einem beruflichen Vorwand Zutritt zu einem Haus in Neuilly-sur-Seine. Dort erschoss er das Ehepaar Émile und Alice Bergaud sowie deren Haushälterin Alfeia Borgioni und nahm Wertgegenstände an sich.
Prozesse
Pesquet wurde am folgenden Tag festgenommen. Im August 1976 fanden Ermittler die beiden im Keller vergrabenen Leichen. Ein Schwurgericht verurteilte ihn 1982 wegen der fünf nach seiner Freilassung begangenen Tötungen zu lebenslanger Haft. Nach der Aufhebung dieses Urteils aus formalen Gründen bestätigte ein neuer Prozess 1984 die lebenslange Strafe.
Pesquet starb am 10. Mai 2009 im Gefängnis von Fresnes. Über beide Haftzeiten hinweg verbrachte er mehr als fünf Jahrzehnte seines Lebens in Haft.