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Arwed Imiela

genannt „Blaubart von Fehmarn"

Die Küste der Insel Fehmarn
Peter Wippermann, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
4
Opfer
„Blaubart von Fehmarn"
verstorben
SerienmörderFehmarn , Deutschland
Aktive Jahre
1968–1969
Modus Operandi
Zerstückelung

Mehrere Unterschriften auf einem Scheck über 150.000 D-Mark deckten sich so genau, dass ein Bankangestellter misstrauisch wurde. Der Betrugsverdacht führte zu Arwed Imiela – und wenige Tage später zu einer Grube auf Fehmarn, in der die zerstückelten Überreste zweier vermisster Frauen lagen.

Vertrauen als Zugang zum Vermögen

Imiela bot astrologische und finanzielle Beratung an. Wohlhabende Kundinnen übertrugen ihm Vollmachten und vertrauten ihm Vermögensangelegenheiten an. Im November 1968 und Januar 1969 verschwanden die 75-jährige Anna-Maria Kieferle und ihre 47-jährige Tochter Annemarie Schröder, nachdem beide mit ihm auf Fehmarn gewesen waren.

Später verschwanden die 47-jährige Ilse Evels und ihre 19-jährige Tochter Urte. Imiela täuschte durch gefälschte Briefe und Urkunden vor, die Frauen lebten noch, und versuchte, über ihr Vermögen zu verfügen.

Leichenfund auf Fehmarn

Im April 1970 wurde Imiela zunächst wegen Betrugsverdachts festgenommen. Ein Tankwart erinnerte sich an eine Grube, die er für Imiela in dessen Jagdrevier ausgehoben hatte. Dort fand die Polizei die Rümpfe von Ilse und Urte Evels; Köpfe und Hände fehlten. Die genaue Todesursache ließ sich nicht mehr feststellen. Die sterblichen Überreste von Kieferle und Schröder wurden nie gefunden.

Indizienprozess und Urteil

Der Prozess vor dem Lübecker Schwurgericht erstreckte sich über 55 Verhandlungstage. Rund 250 Zeugen wurden gehört, obwohl für zwei Taten keine Leichen vorlagen und Imiela schwieg. Das Gericht sah vier aus Habgier begangene Morde als erwiesen an und verurteilte ihn am 24. Mai 1973 zu viermal lebenslanger Freiheitsstrafe.

Imiela starb am 3. Juni 1982 in der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel. Ein Geständnis legte er nie ab.

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