Arthur Shawcross
- Serienmörder — Rochester , USA
- Aktive Jahre
- 1972–1990
- Modus Operandi
- ErwürgenZerstückelungVergewaltigung
Zwei Kindstötungen brachten Arthur John Shawcross 1972 ins Gefängnis, doch 1987 kam er vorzeitig frei. Weniger als ein Jahr später begann in Rochester eine neue Mordserie. Eine Jury sprach ihn im Dezember 1990 in zehn Fällen schuldig, wie der zeitgenössische UPI-Bericht festhält; insgesamt werden ihm 13 Todesopfer zugerechnet.
Werdegang
Nach eigenen und familiären Angaben erlitt er in seiner Kindheit Missbrauch und entwickelte früh aggressives Verhalten. Am 7. Mai 1972 vergewaltigte und tötete er den zehnjährigen Jack Owen Blake, den er in ein Waldgebiet bei Watertown gelockt hatte. Vier Monate später, am 2. September 1972, tötete er auf dieselbe Weise die achtjährige Karen Ann Hill. Im Rahmen eines Deals durfte er sich für beide Taten nur wegen Totschlags schuldig bekennen und verbüßte etwa 15 der verhängten 25 Jahre Haft.
Die Morde in Rochester
Nach seiner Entlassung zog er nach Rochester, New York, wo er ab März 1988 erneut zu töten begann, diesmal überwiegend Sexarbeiterinnen. Er erwürgte seine Opfer, verstümmelte einige der Leichen und legte sie teils in oder am Genesee River ab. Zu seinen namentlich bekannten Opfern zählten Marie Welch (22), Frances Brown (22), Kimberly Logan (30), Elizabeth Gibson (29), Darlene Trippi (32), June Cicero (33) und Felicia Stephens (20). Ermittler gehen von insgesamt elf Morden in dieser zweiten Serie aus, ein zwölfter Fall aus dieser Zeit wurde ihm nie offiziell zugeordnet.
Festnahme
Am 3. Januar 1990, zwei Tage nachdem die Leiche des Opfers June Cicero aus der Luft entdeckt worden war, beobachtete ein Polizeiteam ihn an einer Brücke über den Salmon Creek nahe dem Fundort. Er wurde noch am selben Tag festgenommen.
Prozess
Ein Gericht befand ihn des zehnfachen Mordes für schuldig und verurteilte ihn zu einer Gesamtstrafe von 250 Jahren Haft.
Tod
Am 10. November 2008 starb er im Alter von 63 Jahren im Albany Medical Center an einem Herzinfarkt, während er wegen einer Beinamputation in Haft behandelt wurde.
Nachwirkungen
Der Fall zeigte exemplarisch die Risiken einer vorzeitigen Entlassung verurteilter Gewalttäter und beeinflusste in New York die öffentliche Debatte über Bewährung und Wiedereingliederung bei schweren Sexual- und Gewaltverbrechen.