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Antonio Mantovani

genannt „Der Mostro von Mailand"

Skyline von Mailand vom Dach des Doms aus gesehen, der Stadt, in der Antonio Mantovani seine Taten beging
Stefano Stabile, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
3
Opfer
„Der Mostro von Mailand"
Suizid
SerienmörderMailand , Italien
Aktive Jahre
1983–1997
Modus Operandi
ErwürgenStumpfe Gewalt

Antonio Mantovani war bereits wegen Mordes verurteilt, als weitere Frauen in seinem Umfeld verschwanden oder getötet wurden. Nach seiner Entlassung aus der Haft und während späterer Lockerungen konnte er erneut Kontakte zu Frauen aufnehmen. Für die Morde an Carla Zacchi, Simona Carnevale und Cesarina De Donato wurde er verurteilt. Im Fall Dora Vendola blieb es beim Verdacht.

Werdegang

Mantovani wurde 1957 in Trevenzuolo bei Verona geboren. Schon vor dem ersten Mord war er wegen verschiedener Delikte mit der Justiz in Berührung gekommen. Angaben über seine Kindheit und psychische Entwicklung stammen vielfach aus späteren Darstellungen und sind nicht in allen Einzelheiten verlässlich belegt.

Der Mord an Carla Zacchi

Am 11. Februar 1983 tötete er die 26-jährige Carla Zacchi. Ihre Leiche wurde bei Lucino gefunden. Mantovani wurde wegen des Mordes zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach rund 13 Jahren erhielt er Lockerungen beziehungsweise kam wieder auf freien Fuß.

Weitere Fälle

Dora Vendola wurde nach den Ermittlungen wahrscheinlich am 31. Oktober 1996 getötet; ihre Leiche wurde am 6. November in Mailand gefunden. Mantovani wurde verdächtigt, wegen dieses Todesfalls aber nicht verurteilt. Die Statistik weist Vendola deshalb als mutmaßliches Opfer und den Zeitraum zwischen vermutetem Tattag und Leichenfund aus.

Am 7. März 1997 verschwand die 26-jährige Friseurin Simona Carnevale. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Dennoch gelangte das Gericht später zu der Überzeugung, dass Mantovani sie getötet hatte. Am 2. Juni 1997 wurden in einer von ihm genutzten Mailänder Wohnung die verbrannten Überreste der 60-jährigen Cesarina De Donato entdeckt.

Festnahme und Ermittlungen

Mantovani wurde am 28. Januar 1998 in Clusone festgenommen. Der entscheidende neue Hinweis im Fall Simona Carnevale kam erst 1999: Nach einem Fernsehbericht wandte sich sein Mitgefangener Carlo Fermi an die Ermittler und berichtete von Äußerungen Mantovanis. Der frühere Text hatte diesen Hinweis fälschlich als Auslöser der bereits 1998 erfolgten Festnahme dargestellt.

Prozesse

Der Prozess wegen der späteren Taten begann am 19. April 2000. Am 17. Juli 2000 wurde Mantovani wegen des Mordes an Simona Carnevale zu lebenslanger Haft und wegen des Mordes an Cesarina De Donato zu einer weiteren langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Berufungsgericht bestätigte die Entscheidungen am 12. November 2001; 2002 wies der Kassationsgerichtshof das Rechtsmittel zurück. Im Fall Dora Vendola erfolgte keine Verurteilung.

Tod

Am 28. März 2003 nahm sich Mantovani in der Haftanstalt von Saluzzo das Leben. Der Fall warf erneut die Frage auf, wie wirksam verurteilte Gewalttäter bei Haftlockerungen und nach ihrer Entlassung kontrolliert werden können.