Anthony Ayres
- Mörder — Barking , Großbritannien
- Aktive Jahre
- 1993–2015
- Modus Operandi
- ErwürgenErstechenStumpfe Gewalt
Er hatte bereits einmal eine Partnerin getötet, saß dafür fast zwei Jahrzehnte in Haft und kam frei. Drei Jahre später brachte er die nächste Frau um, diesmal mit vierzig Messerstichen und mehreren Hammerschlägen. Die Beamten, die ihn festnahmen, mussten dafür nicht weit suchen: Er trug noch dieselben blutgetränkten Kleidungsstücke wie in der Tatnacht.
Werdegang
Anthony Ayres wurde 1967 geboren und lebte über weite Strecken seines Erwachsenenlebens im Osten Londons, unter anderem im Stadtteil Barking. Bereits 1993 erwürgte er seine damalige Freundin Dawn Wisdom, eine 30-jährige Frau, und wurde dafür 1994 zu lebenslanger Haft verurteilt. Diese erste Tat brachte ihm später in den Medien den Beinamen „Barking Strangler” ein. Nach neunzehn verbüßten Jahren wurde er im Mai 2012 auf Bewährung aus der Haft entlassen.
Die zweite Tat
Nur drei Jahre nach seiner Entlassung tötete er am 19. November 2015 seine damalige Partnerin Kelly Pearce, eine 36-jährige Frau. Er brachte ein etwa zehn Zentimeter langes Messer und einen Hammer in ihre Wohnung, stach über vierzigmal auf sie ein und schlug ihr zusätzlich mehrfach mit dem Hammer auf den Kopf. Ein Gericht beschrieb die Tat später als von „außergewöhnlicher Brutalität” geprägt.
Ermittlung und Festnahme
Bereits einen Tag nach der Tat, am 20. November 2015, erkannte ein Polizeibeamter im nahegelegenen Southend einen Mann, der noch immer blutverschmierte Kleidung aus der Tatnacht trug. Es war Anthony Ayres, seine Festnahme erfolgte ohne größeren Widerstand.
Prozess
Vor dem Chelmsford Crown Court wurde er des Mordes an Kelly Pearce für schuldig befunden. Am 26. Juli 2016 verhängte das Gericht eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne jede Aussicht auf vorzeitige Entlassung, ein sogenannter „whole life order”, der in Großbritannien nur den schwersten Fällen vorbehalten ist.
Nachwirkungen
Der Fall löste in Großbritannien eine Debatte über die Bewährungspraxis bei verurteilten Mördern aus, weil er als bereits einschlägig vorbestrafter Frauenmörder erneut eine Partnerin töten konnte, nachdem ihn eine Kommission für hafttauglich befunden hatte. Er verbüßt seine zweite lebenslange Freiheitsstrafe ohne jede Aussicht auf Entlassung.