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Andrew Kokoraleis

genannt „The Ripper Crew"

Die Skyline von Chicago vom Grant Park aus, der Stadt, in der die Ripper Crew aktiv war
Ken Lund, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
5
Opfer
„The Ripper Crew"
hingerichtet
SerienmörderChicago , USA
Aktive Jahre
1981–1982

Ein Geständnis führte Ermittler nicht nur zum Mord an Lorraine Borowski, sondern zu Aussagen über mehrere weitere Frauen. Die Entscheidung des Supreme Court of Illinois dokumentiert Beweise, Mitangeklagte und Rechtsmittel. Andrew Kokoraleis gehörte mit Thomas Kokoraleis, Edward Spreitzer und Robin Gecht zur sogenannten Ripper Crew und wurde 1999 hingerichtet.

Werdegang

Er arbeitete gemeinsam mit seinem Bruder Thomas und Edward Spreitzer in der Bauwerkstatt von Robin Gecht und geriet zunehmend unter dessen Einfluss.

Taten

Zwischen Mai 1981 und Oktober 1982 überfiel die Gruppe wiederholt Frauen in Chicago, band sie in angemieteten Motelzimmern fest und folterte sie. Ein wiederkehrendes Element der Taten war die Amputation einer Brust mit einer Drahtschlinge in einem Raum, den Gecht als „satanische Kapelle” bezeichnete. Zu den bestätigten Opfern zählen Linda Sutton, Lorraine Borowski, Shui Mak, Sandra Delaware und Rose Davis, mindestens zwei weitere Frauen überlebten die Angriffe schwer verletzt. Bei einer separaten Tat erschoss die Gruppe im Oktober 1982 zudem den 28-jährigen Rafael Tirado bei einem Drive-by-Angriff.

Ermittlung und Festnahme

Er wurde am 7. November 1982 verhaftet, kurz nachdem sein Anführer Robin Gecht festgenommen worden war. Er gestand zunächst gemeinsam mit Spreitzer bis zu 17 Morde, wovon die meisten jedoch nie zweifelsfrei aufgeklärt werden konnten.

Prozess

Andrew Kokoraleis wurde zwischen 1985 und 1987 unter anderem wegen des Mordes an Lorraine Borowski verurteilt und zum Tode verurteilt. Am 17. März 1999 wurde er durch die Giftspritze hingerichtet, die letzte Hinrichtung im Bundesstaat Illinois vor dessen Abschaffung der Todesstrafe im Jahr 2011. Seine letzten Worte enthielten religiöse Anspielungen und eine Entschuldigung an die Familie Borowski.

Nachwirkungen

Der Fall gilt als einer der bizarrsten der amerikanischen Kriminalgeschichte, nicht zuletzt wegen der nie vollständig aufgeklärten Rolle angeblicher satanistischer Rituale.