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Alwin Niemann

Die Altstadt von Kiel, Tatort der Morde von Alwin Neumann
Michael Brandtner, via Wikimedia Commons · CC BY 4.0
3
Opfer
inhaftiert
SerienmörderKiel , Deutschland
Aktive Jahre
1983–1987
Modus Operandi
ErwürgenVergewaltigung

Ein knapper zeitgenössischer Gerichtsbericht widerlegt gleich drei Angaben, die später in Nachschlagewerken kursierten. Die taz berichtete am 20. Oktober 1988, dass das Kieler Schwurgericht Alwin Niemann am Vortag wegen des Totschlags an drei Frauen und der Vergewaltigung einer vierten Frau zu lebenslanger Haft verurteilt hatte. Der Name „Alwin Neumann“, vier Todesopfer und ein Urteil von 1998 sind damit nicht haltbar.

Die Taten

Eine internationale Serienmörder-Enzyklopädie nennt einen Tatzeitraum von 1983 bis 1987 und behauptet, drei Opfer hätten im selben Bordell gearbeitet. Diese Einzelheiten ließen sich nicht unabhängig bestätigen. Sicher belegt sind drei Totschläge und die Vergewaltigung einer weiteren Frau.

Unsichere Quellenlage

Zu diesem Fall liegen bislang nur sehr knappe, nicht unabhängig gegengeprüfte Angaben vor, die im Wesentlichen auf einen einzelnen Eintrag in einer internationalen Serienmörder-Enzyklopädie zurückgehen. Weder das genaue Geburtsdatum, die vollständigen Umstände seiner Festnahme, noch die Namen der Opfer ließen sich durch unabhängige Quellen bestätigen. Auch der ungewöhnlich lange Zeitraum von über zehn Jahren zwischen den letzten bekannten Taten 1987 und der Verurteilung 1998 ist durch die vorliegenden Quellen nicht näher erklärt. Möglicherweise wurde er erst durch spätere Ermittlungen oder eine DNA-Nachuntersuchung identifiziert, nähere Angaben dazu sind jedoch nicht überliefert.

Prozess und aktueller Status

Das Urteil fiel am 19. Oktober 1988 und lautete auf lebenslange Haft. Der Angeklagte kündigte an, keine Revision einzulegen. Ein späterer Haft- oder Entlassungsstand ist öffentlich nicht belastbar dokumentiert.