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George Alfred Burns

Reihenhäuser im Liverpooler Stadtteil Wavertree, wo George Alfred Burns' mutmaßliches Opfer lebte
Bill Boaden, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0
1
Opfer
hingerichtet
TotschlägerLiverpool , Großbritannien
Aktive Jahre
1951

15 Wunden zählte die Gerichtsmedizin am Körper der 54-jährigen Beatrice Rimmer, kein einzelner Schlag hatte sie getötet, sondern die schiere Summe der Gewalt. Nichts war aus ihrem Haus in Liverpool gestohlen worden, und niemand hatte gesehen, wer es betreten oder verlassen hatte. Trotzdem genügten den Geschworenen die Aussagen zweier Mithäftlinge, um George Alfred Burns und seinen Komplizen an den Galgen zu bringen, ein Urteil, das bis heute als möglicher Justizirrtum gilt.

Die Tat

Am Abend des 20. August 1951 wurde Beatrice Alice Rimmer in ihrem Haus in der Cranborne Road im Liverpooler Stadtteil Wavertree brutal angegriffen und starb an den Folgen der Schläge. Ein Küchenfenster war eingeschlagen, doch merkwürdigerweise lagen die Glassplitter draußen im Hof statt im Haus, ein Detail, das später Zweifel an der offiziellen Tatrekonstruktion weckte. Da nichts aus dem Haus entwendet worden war, tappte die Polizei zunächst im Dunkeln.

Ermittlung und Anklage

Der Durchbruch kam durch einen inhaftierten Einbrecher, der George Alfred Burns und seinen Bekannten Edward Devlin des Mordes beschuldigte. Weitere Belastung lieferte eine Komplizin, die angeblich mitgehört hatte, wie die beiden Männer einen Einbruch in Beatrice Rimmers Haus planten, in dem angeblich verstecktes Bargeld liegen sollte. Handfeste Beweise gab es kaum: Blutspuren an der Kleidung beider Männer stammten nachweislich nicht von der Blutgruppe des Opfers, sondern rührten von einer Kneipenschlägerei her. Beide Männer gaben an, zur Tatzeit gemeinsam einen Lagerhauseinbruch in Manchester begangen zu haben, ein Alibi, das ein weiterer Dieb bestätigte. Das Gericht schenkte dem keinen Glauben.

Prozess und Hinrichtung

Beide Männer wurden schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Ein zeitgenössischer forensischer Bericht, der festhielt, dass niemand durch das zerbrochene Küchenfenster eingedrungen war, wurde der Verteidigung im Prozess nicht vorgelegt. George Alfred Burns und Edward Devlin wurden am 25. April 1952 im Walton-Gefängnis gehängt, ersterer war zu diesem Zeitpunkt 21 Jahre alt, letzterer 22. Beide beteuerten bis zuletzt ihre Unschuld.

Nachwirkungen

Jahrzehnte später griff die Liverpooler Lokalpresse den Fall als möglichen Justizirrtum wieder auf. Der Autor George Skelly reichte bei der Criminal Cases Review Commission elf Aktenbündel mit zuvor nicht offengelegten Beweisen ein, doch die Kommission lehnte 2009 eine erneute gerichtliche Überprüfung ab, eine Entscheidung, die Skelly selbst als unhaltbar bezeichnete. Eine gerichtliche Überprüfung dieser Ablehnung war zu diesem Zeitpunkt bereits fristbedingt nicht mehr möglich, sodass der Schuldspruch formal bis heute Bestand hat, auch wenn erhebliche Zweifel an seiner Richtigkeit bleiben.

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