Albert Foulcher
- Aktive Jahre
- 1993–2001
- Modus Operandi
- ErschießenKomplizen
Albert Foulcher, ein ehemaliger Versicherungsmakler, erschoss 1993 nahe Béziers einen beruflichen Konkurrenten. Nach einer Freilassung wegen eines Verfahrensfehlers erschien er nicht zu seinem eigenen Prozess und tauchte unter. Während der folgenden Flucht tötete er 2001 an einem einzigen Tag vier weitere Menschen, bevor er sich bei seiner Festnahme selbst erschoss.
Werdegang
Er hatte rund fünf Jahre als Versicherungsmakler gearbeitet, war zum Tatzeitpunkt aber arbeitslos gemeldet. Zwischen ihm und seinem früheren Berufskollegen André Meffray bestand offenbar eine langjährige geschäftliche Rivalität.
Der erste Mord 1993
Am Abend des 21. Januar 1993 klingelte in Pailhès bei Béziers ein Unbekannter an der Tür des 64-jährigen André Meffray. Als dieser öffnete, fielen fünf Schüsse aus einem Dan-Wesson-Revolver, André Meffray starb noch vor Ort. Ermittler identifizierten den Täter über die Registrierung der Tatwaffe bei einem Waffenhändler als Hauptverdächtigen. Er wurde im Juni 1993 festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, aber im Oktober 1996 wegen eines Verfahrensfehlers wieder freigelassen.
Flucht und Verurteilung in Abwesenheit
Auf freiem Fuß erschien er nicht zu seinem Prozess und tauchte unter. Ein Gericht verurteilte ihn am 23. März 2000 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft.
Die Morde vom 8. Januar 2001
Während seiner Flucht erschoss er am 8. Januar 2001 im Raum Narbonne binnen weniger Stunden vier weitere Menschen: Pascal Herrero, den Ehemann einer früheren Geliebten, zwei Polizeibeamte, die zu einem Einsatz bei diesem gerufen worden waren, sowie den Versicherungsmakler Maurice Michaud, den er verdächtigte, mit André Meffray gegen ihn intrigiert zu haben.
Festnahme und Suizid
Hunderte Gendarmen und Polizisten sowie zwei Hubschrauber verfolgten ihn in den folgenden Tagen. Am 17. Januar 2001 wurde er in einer Sozialwohnung seiner Freundin Isabelle Susic im Béziers-Viertel La Grangette eingekreist. Als das Sondereinsatzkommando RAID näher rückte, erschoss sich Albert Foulcher selbst.