Alan Hobbs
- Aktive Jahre
- 1998
Eine Woche lang bemerkte niemand, dass in einer Wohnung in Slough drei Menschen tot lagen. Erst als Nachbarn den Verwesungsgeruch nicht mehr ignorieren konnten, alarmierten sie die Polizei und stießen damit einen der Ermittler, der nach eigenen Worten in 29 Dienstjahren nichts Vergleichbares gesehen hatte, auf einen der brutalsten Fälle seiner Karriere.
Werdegang
Alan Hobbs wurde 1967 geboren und lebte zum Tatzeitpunkt ohne festen Wohnsitz. Am Wochenende des 28. und 29. August 1998 hielt er sich in der Wohnung seiner Bekannten Gillian Harvey in Slough auf, wo er gemeinsam mit ihr Amphetamine konsumierte.
Die Taten
Nach sexuellem Kontakt geriet er mit Gillian Harvey, 30, in einen Streit und tötete sie mit einem Meißel und mehreren Messern. Ihr Freund Ian Brown, 36, traf später an der Wohnung ein und wurde von ihm gefesselt und geknebelt. Am folgenden Tag erschien auch Gillian Harveys früherer Freund Peter Smith, 31, an der Wohnung. Er fesselte beide Männer aneinander und erschlug beziehungsweise erstach sie mit einer Axt.
Ermittlung und Prozess
Die drei Leichen blieben rund eine Woche lang unentdeckt, bis Nachbarn Verdacht schöpften. Am 12. September 1998 nahm die Polizei ihn in Basingstoke in der Grafschaft Hampshire fest. Vor dem Crown Court in Reading gestand er die drei Morde. Am 12. Juli 1999 verurteilte ihn das Gericht zu dreimal lebenslanger Haft mit einer Mindestverbüßungsdauer von 20 Jahren.
Nachwirkungen
Alan Hobbs verbüßte seine Strafe zuletzt in der Haftanstalt HMP Full Sutton in East Yorkshire, wo bei ihm zusätzlich Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde. Er unterschrieb eine Erklärung, mit der er jede Behandlung außer Schmerzlinderung ablehnte, und erklärte gegenüber Ärzten, dass er wegen seiner früheren Taten im Gefängnis bleiben und dort sterben solle. Am 5. September 2024 starb er im Alter von 57 Jahren an einer beidseitigen Lungenentzündung. Eine Untersuchung des zuständigen Gefängnisombudsmanns kam 2025 zu dem Ergebnis, dass seine medizinische Versorgung angemessenen Standards entsprach, ein Gerichtsmediziner stellte am 1. Mai 2025 natürliche Todesursachen fest.