Ein Mithäftling behauptete, George Alfred Burns habe eine ältere Frau in Liverpool zu Tode geprügelt. Beweise dafür gab es kaum, doch das Gericht glaubte den Belastungszeugen und schickte ihn an den Galgen, ein Fall, der Jahrzehnte später als mögliches Fehlurteil gilt.
Ein tunesischstämmiger Landarbeiter tötete 1971 bei einem Raubüberfall auf eine Bauernfamilie ein siebenjähriges Mädchen und war 1973 einer der letzten unter Präsident Georges Pompidou hingerichteten Menschen Frankreichs.
Alfredo Stranieri lockte zwischen 1997 und 1999 in Frankreich vier Menschen über Kleinanzeigen in den Tod, um sich anschließend deren Häuser und Vermögen anzueignen. Als „Kleinanzeigen-Killer“ bekannt, starb er 2025 in der Haftanstalt Poissy.
Eine Frage nach der Nutzung einer gestohlenen Kreditkarte machte einen Wohnheimnachbarn misstrauisch. Der Hinweis führte zur Festnahme von Claude Lastennet, der fünf Frauen getötet hatte.
Ein Streit um den Preis eines Zierschwerts endete für die Verkäuferin Elsie May Batten tödlich. Der Täter Edwin Albert Bush wurde als erster Krimineller Großbritanniens durch das damals brandneue Identikit-Verfahren überführt.
Eugen Berwald erdrosselte 1994 zusammen mit seiner Frau sechs Menschen in einem Frankfurter Edelbordell, den Betreiber, dessen Ehefrau und vier Prostituierte. Die Ermittler vermuteten zunächst die russische Mafia hinter der Tat.
Gelddiebstähle in einem Braunschweiger Stadtbad führten 1936 auf die Spur eines Mannes, dem 64 Eisenbahnanschläge, 54 Raubüberfälle und drei Raubmorde angelastet wurden. Friedrich Opitz erhielt 1937 ein Todesurteil.
Ein verarmter Erbe aus wohlhabendem Hause erschlug und erschoss 1930 in seinem Pariser Juwelierladen einen Geschäftsinhaber, um dessen Schmuck zu rauben, und wurde dafür 1931 als erster französischer Aristokrat seit der Revolution guillotiniert.
DNA eines B1-Butcher-Opfers wurde in Hans Husselmanns Wohnung gefunden. Der wegen zweier früherer Morde Verurteilte starb jedoch, bevor der Verdacht gerichtlich geprüft werden konnte.
Hendrik Jut erstach 1872 in Den Haag gemeinsam mit seiner Geliebten eine wohlhabende Witwe und deren Hausangestellte bei einem Raubüberfall, ein Fall, der bis heute im niederländischen Jahrmarktsspiel „Kop van Jut“ nachwirkt.
Herisch Ali Abdullah erwürgte 2005 in dessen Grünwalder Villa den Münchner Modemacher Rudolph Moshammer. Ein Streit um Bezahlung für sexuelle Dienste eskalierte zu einem der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der bayerischen Nachkriegsgeschichte.
Janusz Komar tötete 1983 innerhalb weniger Wochen zwei Frauen bei Raubüberfällen in Trier und Regensburg. Das Gericht verurteilte ihn wegen Mordes und wegen Raubes mit Todesfolge.
Wegen eines Raubmords, bei dem das Opfer bei lebendigem Leib zerstückelt wurde, saß John Bowden fast 40 Jahre in Haft, floh zweimal und wurde erst 2020 entlassen, nachdem er sich im Gefängnis jahrzehntelang als Aktivist gegen Missstände im Strafvollzug einen Namen gemacht hatte.
Drei Pistolen in den Taschen eines festgenommenen Studenten passten 1965 zu einer jahrelangen Mordserie. Klaus Gossmann hatte sieben Menschen erschossen, wurde aber wegen fünf Morden verurteilt.
Ein Doppelmord aus Spielschulden endete am Galgen von Pentonville: Myer Abramovich erstach ein Gastwirt-Ehepaar in seinem eigenen Lokal und zündete anschließend das Gebäude an, um die Tat zu vertuschen.
Peter Nirsch wurde 1581 in Neumarkt in der Oberpfalz hingerichtet. Zeitgenössische Flugschriften schrieben ihm Hunderte Morde zu, doch Geständnisse unter Folter und Sensationsdrucke erlauben keine gesicherte Opferzahl.
Ermordete 1834 in Paris zwei Menschen bei einem Raubüberfall, nutzte seinen Prozess und die Zeit bis zur Hinrichtung 1836 als literarische Bühne und inspirierte später Dostojewskis Figur des Raskolnikow.
Theresa Antonini erschlug 1809 gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrem 15-jährigen Bruder eine junge Reisende auf einer Postkutschenfahrt, um sie auszurauben. Sie wurde als Einzige der drei Täter hingerichtet.
Vier Geiseln in einem Sicherheitskäfig, übergossen mit Spiritus, ein brennendes Streichholz: Victor Castigador rächte 1989 einen beruflichen Streit in einer Londoner Spielhalle mit einem der grausamsten Verbrechen Sohos.
Ein zurückgelassener Bowler-Hut verriet Kopfform und Haarfarbe des Täters, und führte die Polizei zu William Thomas Butler, der den Juwelier Ernest Percival Key an Heiligabend 1938 wegen einer Schuld von 15 Pfund über dreißigmal niederstach.
Als drei seiner Komplizen aus der brennenden Spielhalle flohen, blieb ein 17-Jähriger zurück und half beim Anzünden. Paul Stephen Clinton war der jüngste Beteiligte an einem der grausamsten Raubmorde, die Soho je erlebt hat.
Einen Monat bevor er zwei Wanderer am Küstenweg erschoss, trat der Waliser John William Cooper in einer Fernsehshow auf, in der Kandidaten auf eine Zielscheibe warfen. Genau diese Aufnahme überführte ihn zwei Jahrzehnte später als vierfachen Mörder.
Zwei Gleisarbeiter, seit Jahren befreundet, trafen sich freitags immer zum Dominospielen. 1924 erschlug Hubert Ernest Dalton seinen langjährigen Kollegen wegen dessen Lohntüte mit einem Hammer und schnitt ihm anschließend die Kehle durch.
Ein neuer Wäschereigehilfe behauptete, sein Chef sei plötzlich nach China zurückgekehrt und habe ihm das Geschäft überlassen. Die Kolleginnen glaubten ihm nicht lange: Unter dem Kellerboden der Sheffielder Wäscherei fanden Ermittler die Leiche des angeblich Abgereisten, erschlagen und in einem Koffer vergraben.
Vier Jahre lang erzählte ein Mann jedem im Dorf, seine Verlobte sei auf Weltreise. In Wahrheit lag sie die ganze Zeit erschossen in einem zugeschütteten Entwässerungsgraben seines eigenen Bauernhofs. Samuel Herbert Dougal lebte von ihrem Vermögen, bis eine schwangere Hausangestellte vor Gericht zog und alles ins Rollen brachte.
Mark Edmonds brach 1984 in ein Reihenhaus in Lincoln ein, um rund 40 Pfund aus einem Gaszähler zu stehlen, und erstach dabei eine Mutter und ihre fünfjährige Tochter. Achtundzwanzig Jahre später floh er aus einem offenen Gefängnis und tauchte tagelang unter.
Ein sechzehnjähriger Bankbote verschwindet auf dem Rückweg von der Lohnauszahlung spurlos, sein Leichnam wird in einer öffentlichen Toilette gefunden. Alexander Edmunstone tötete 1909 im schottischen Fife einen Boten wegen dessen Lohngeldes und wurde noch im selben Jahr gehängt.
Ein Bankangestellter wird mit einem Schuhmachermesser niedergestochen, bevor er noch selbst sterbend ein Beweisstück aus dem Fenster wirft. Norman Elliott ermordete 1928 im englischen Ferryhill einen Bankangestellten bei einem Raubüberfall und wurde in Durham gehängt.
Jahrzehnte bevor eine einsame Hochebene bei Manchester durch spätere, weit bekanntere Mordfälle traurige Berühmtheit erlangte, diente dieselbe Landschaft schon 1947 einem 24-jährigen Mann als Versteck für die Leichen eines älteren Ehepaars.
Ein Schuss hinter dem Bankschalter von Bordon Camp, ein Bankangestellter tot, und ein Soldat, der sich seine Hochzeit erkaufen wollte: der Fall Abraham Goldenberg von 1924.
Er kannte das Haus, die Routine und die Räume genau, denn er hatte dort als Chauffeur gearbeitet. Leslie Green erschlug 1952 seine frühere Arbeitgeberin für Schmuck im Wert von 3.000 Pfund.
Ein 18 Jahre alter Küchenjunge wollte in einem Londoner Hotel nur ein paar Zimmer ausrauben. Als eine Hotelgästin aufwachte, erschlug er sie mit dem Hammer, den er für den Notfall mitgebracht hatte. Der Fall Henry Julius Jacoby wurde zum Symbol für Klassenjustiz im England der 1920er Jahre.