Am 27. März 2002 erschießt ein 33-Jähriger bei einer Stadtratssitzung im Pariser Vorort Nanterre acht Kommunalpolitiker, bevor er sich am Folgetag bei der Vernehmung das Leben nimmt.
Albert Soleilland vergewaltigte, erwürgte und zerstückelte 1907 in Paris die elfjährige Marthe Erbelding. Der Fall Albert Soleilland löste eine Welle öffentlicher Empörung aus und wurde zum Politikum in der französischen Debatte um die Todesstrafe.
Florence Rey und ihr Freund Audry Maupin lösten 1994 in Paris nach einem missglückten Waffendiebstahl eine Verfolgungsjagd mit Schusswechseln aus, bei der vier Menschen starben.
Ein verarmter Erbe aus wohlhabendem Hause erschlug und erschoss 1930 in seinem Pariser Juwelierladen einen Geschäftsinhaber, um dessen Schmuck zu rauben, und wurde dafür 1931 als erster französischer Aristokrat seit der Revolution guillotiniert.
Drei Jahre lang lag Guy Georges' DNA bereits in Ermittlungsakten, bevor der Abgleich gelang. 2001 stand er wegen sieben Morden und der Vergewaltigung der Opfer vor Gericht.
Ein Pariser Versicherungsbetrüger schloss zwischen 1912 und 1918 heimlich Lebensversicherungen auf Bekannte ab, tötete sie mit selbst gezüchteten Bakterien- und Pilzgiften und nahm sich 1921 in Untersuchungshaft vermutlich selbst das Leben, bevor es zum Prozess kam.
Ein junger Mann aus wohlhabendem Elternhaus erschoss 1954 bei einem missglückten Raubüberfall in Paris einen Polizisten und wandelte sich in der Todeszelle zu einem tiefgläubigen Christen, dessen Seligsprechungsprozess bis heute läuft.
Als Komplize von Thierry Paulin beteiligte sich Jean-Thierry Mathurin im Herbst 1984 an einer Mordserie an alten Frauen in Paris. 1991 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt und 2012 entlassen.
Jeanne Weber erwürgte zwischen 1902 und 1908 in Frankreich mindestens neun ihr anvertraute Kinder, darunter ihren eigenen Sohn, wurde jedoch zweimal freigesprochen, bevor ein dritter Fall zu ihrer Einweisung führte. Die Presse nannte sie „die Menschenfresserin“.
Ein ehemaliger Soldat erwürgte und erstach zwischen 1861 und 1866 in Paris mehrere Frauen aus dem Sexgewerbe sowie ein Kind, bevor er nach einem gescheiterten letzten Überfall gefasst und 1866 durch die Guillotine hingerichtet wurde.
Als Feuerwehrleute 1944 ein Pariser Haus öffneten, fanden sie verbrannte und mit Kalk behandelte menschliche Überreste. Marcel Petiot wurde später wegen 26 Morden verurteilt.
Die Pariser Salondame und frühere Mätresse eines Präsidenten wurde 1908 verdächtigt, ihren Ehemann und ihre Mutter erwürgt zu haben, 1909 aber von einem Geschworenengericht freigesprochen.
Marie-Louise Bessarabo erschoss 1920 in Paris ihren Ehemann, verstaute die Leiche in einem Überseekoffer und verschickte ihn per Bahn nach Nancy. Der in Frankreich als Mord im Koffer bekannt gewordene Fall der Schriftstellerin und Salonnière endete mit zwanzig Jahren Zwangsarbeit.
Marie-Madeleine de Brinvilliers vergiftete zwischen 1666 und 1670 ihren Vater und ihre beiden Brüder, um an deren Erbe zu gelangen. Ihr Geständnis von 1676 löste die Affäre der Gifte aus, eine der größten Kriminalaffären am Hof Ludwigs XIV.
Pauline Dubuisson erschoss 1951 in Paris ihren früheren Geliebten Félix Bailly. Ihr von Vorurteilen und großer medialer Härte geprägter Prozess endete mit lebenslanger Haft, nach ihrer Entlassung nahm sie sich 1963 das Leben.
Ein Pariser Schneider erschlug 1868 einen wohlhabenden Bekannten wegen einer Geldschuld, zerstückelte die Leiche und wurde nur durch eine der ersten forensischen Blutanalysen der Kriminalgeschichte überführt.
Am 27. März 2002 erschoss ein 33-Jähriger bei einer Stadtratssitzung im Pariser Vorort Nanterre acht Kommunalpolitiker, bevor er sich am Folgetag bei der Vernehmung das Leben nahm.
Roger Million war Komplize von Eugen Weidmann und wurde 1939 in Frankreich in zwei Mordfällen schuldig gesprochen. Sein Todesurteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt.
Der „Mörder der alten Damen“ tötete zwischen 1984 und 1987 gemeinsam mit einem Komplizen mindestens 18 betagte Frauen in Paris, bevor er 1989 noch vor Prozessbeginn im Gefängnis an den Folgen von Aids starb.
Am 13. Juli 1793 ersticht Charlotte Corday den radikalen Revolutionspolitiker Jean-Paul Marat in seiner medizinischen Badewanne in Paris. Ein Porträt des Journalisten und Jakobiners, dessen Tod ihn zum Märtyrer der Französischen Revolution machte und zu einem der berühmtesten Gemälde der Kunstgeschichte führte.