Eine medizinhistorische Studie übersetzt den vollständigen Autopsiebericht und rekonstruiert den Stichkanal. Kaiserin Elisabeth starb an einer Herzbeuteltamponade nach der Verletzung ihres Herzens.
Österreichische Parlamentsunterlagen ordnen die Tat von 1997 genauer ein. Johann Gautsch verwendete eine illegale Waffe. In einer Parlamentsdebatte hieß es zudem, er sei zuvor wegen eines Waffenvorfalls angezeigt worden.
Am 20. November 1997 erschießt ein 36-jähriger Automechaniker im Salzburger Ort Mauterndorf sechs Menschen, darunter seine dreijährige Tochter, bevor er sich selbst tötet. Der Fall löste eine bis heute nicht umgesetzte Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts aus.
Am 9. September 1990 erschießt ein 21-Jähriger im Wiener Bezirk Floridsdorf seine schlafenden Eltern und eröffnet anschließend das Feuer auf eine Nachbarschaftsfeier. Fünf Menschen sterben, der Fall wurde später zum Ausgangspunkt eines Dokumentarfilms von Michael Haneke.
Vier Menschen verschwanden nach Geschäften mit Egon Heidenberger, doch keine Leiche wurde gefunden. Ein österreichisches Gericht verurteilte ihn trotzdem wegen vierfachen Mordes.
Toxikologen fanden in exhumierten Überresten genau jene Medikamente, mit denen Elfriede Blauensteiner ihre Opfer vergiftet hatte. Zwei Prozesse endeten 1997 und 2001 mit Schuldsprüchen wegen dreifachen Mordes.
Estibaliz Carranza erschoss 2008 ihren Ex-Mann und 2010 ihren Freund, zerstückelte beide mit einer Kettensäge und betonierte die Leichenteile im Keller ihres Wiener Eissalons ein. Als „Eislady von Wien“ wurde sie 2012 wegen zweifachen Mordes verurteilt.
Felix Zehetner erschoss am 9. September 1990 im Wiener Bezirk Floridsdorf seine schlafenden Eltern und eröffnete anschließend das Feuer auf eine Nachbarschaftsfeier. Fünf Menschen starben, mehrere wurden verletzt, bevor er sich bei Eintreffen der Polizei selbst das Leben nahm.
Franz Fuchs verübte zwischen 1993 und 1997 als selbsternannte „Bajuwarische Befreiungsarmee“ eine rechtsextreme Brief- und Rohrbombenserie in Österreich. Bei einem Anschlag in Oberwart tötete er vier Roma, mehrere weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Ein Nachbar suchte Eis und entdeckte in einer Grazer Gefriertruhe zwei tote Neugeborene. Gertraud Arzberger wurde 2006 wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Ein angeblicher russischer Fürst versprach Dienstmädchen die Ehe. Hinter der erfundenen Identität steckte Hugo Schenk, der 1883 mit einem Komplizen vier Frauen beraubte und tötete.
Die Wiener Pflegehelferin Irene Leidolf tötete zwischen 1983 und 1989 gemeinsam mit drei Kolleginnen im Krankenhaus Lainz mindestens fünf Patienten. Sie galt als engste Vertraute der Anführerin Waltraud Wagner und kam wie diese 2008 wieder frei.
Österreich feierte Jack Unterweger als Beweis gelungener Resozialisierung, während kurz nach seiner Entlassung erneut Frauen starben. Das Gericht sprach ihn 1994 in neun neuen Mordfällen schuldig, am folgenden Morgen fand man ihn tot.
Johann Nelböck erschoss 1936 seinen ehemaligen Doktorvater, den Philosophen Moritz Schlick, auf der Feststiege der Universität Wien. Der Fall wurde von der nationalsozialistischen Presse propagandistisch instrumentalisiert und trug zur Zerschlagung des Wiener Kreises bei.
Johann Gautsch erschoss am 20. November 1997 im Salzburger Ort Mauterndorf sechs Menschen, darunter seine kleine Tochter, bevor er sich selbst tötete. Der Amoklauf löste eine bis heute nicht umgesetzte Debatte über eine Verschärfung des österreichischen Waffenrechts aus.
Ein italienischer Anarchist ersticht 1898 in Genf die österreichische Kaiserin Elisabeth, bekannt als „Sisi“, mit einer selbst angeschliffenen Feile, aus reiner anarchistischer Propaganda der Tat.
Als jüngstes und dienstjüngstes Mitglied der als „Todesengel von Lainz“ bekannten Gruppe beteiligte sich die Pflegehelferin Maria Gruber zwischen 1983 und 1989 an mindestens zwei Morden im Wiener Krankenhaus Lainz.
Vier Todesfälle im engsten Umfeld führten Martha Marek 1938 vor das Wiener Schwurgericht. Das Gericht verurteilte sie wegen der Vergiftung ihres Mannes, ihrer Tochter, einer Verwandten und einer Untermieterin zum Tode.
Schlafmittelpackungen aus dem Verfahren gegen Max Gufler liegen heute in einem österreichischen Kriminalmuseum. 1961 wurde er wegen vier Morden und zwei Mordversuchen zu lebenslangem Kerker verurteilt.
Eine am Tatort zurückgelassene Geldbörse mit Ausweis soll 1984 zu Oswald Sibrol geführt haben. Die Geschichte seiner Wiener Überfälle und zweier Tötungen ist detailreich, beruht frei zugänglich aber nur auf einer Täterdatenbank.
Die aus Jugoslawien stammende Pflegehelferin Stefanija Mayer beteiligte sich zwischen 1983 und 1989 an den Morden im Wiener Krankenhaus Lainz. Wegen geringerer nachgewiesener Beteiligung erhielt sie 1991 die mildeste Strafe der vier Angeklagten.
Udo Proksch ließ 1977 den Frachter Lucona im Indischen Ozean sprengen, um Versicherungsgeld für eine erfundene Ladung zu kassieren. Sechs Besatzungsmitglieder starben, die sogenannte Lucona-Affäre erschütterte über Jahre die österreichische Politik.
Die Wiener Pflegehelferin Waltraud Wagner tötete zwischen 1983 und 1989 gemeinsam mit drei Kolleginnen im Krankenhaus Lainz mindestens 32 Patienten. Als Anführerin der Gruppe erhielt sie 1991 die höchste Strafe und kam 2008 wieder frei.
Johann Nelböck wurde wegen des Mordes an Moritz Schlick zu zehn Jahren Haft verurteilt. Nach dem Anschluss Österreichs kam er nach nur zwei Jahren auf Bewährung frei.
Am 22. Juni 1936 erschießt ein ehemaliger Student den Philosophen Moritz Schlick auf der Feststiege der Universität Wien. Ein Porträt des Begründers des Wiener Kreises, dessen Tod von der NS-Propaganda instrumentalisiert wurde.