Auf dem Magazin der Mordwaffe wurde das DNA-Profil einer unbekannten Person gesichert. Die niederländische Justiz lehnt weitere internationale Abgleiche ab, weil sich daraus kein Hinweis auf einen Mittäter ergibt.
Die Freilassung von Cevdet Yilmaz löste 2021 einen Antrag aus, lebenslang Verurteilte grundsätzlich nicht mehr zu begnadigen. Das niederländische Parlament lehnte ihn mit großer Mehrheit ab.
Nach dem höchstrichterlichen Urteil zur Schießerei im Einkaufszentrum De Ridderhof richteten Polizei und Versicherer eine unabhängige Entschädigungsstiftung ein. Bis November 2021 flossen mehr als 3,5 Millionen Euro.
Die niederländische Geheimdienstaufsicht fand 2015 keine konkreten Belege dafür, dass Mohammed Bouyeri Helfer hatte oder andere Personen von seinem Mordplan wussten. Sie kritisierte jedoch den Informationsaustausch der Behörden.
Am 9. April 2011 erschoss ein 24-Jähriger im Einkaufszentrum De Ridderhof in Alphen aan den Rijn sechs Menschen, bevor er sich selbst tötete. Der Fall deckte später gravierendes Behördenversagen bei der Vergabe seiner Waffenlizenz auf.
Offizielle Untersuchungen zum Anschlag auf den niederländischen Königinnentag bewerteten die Vorbereitung der Behörden als angemessen. Zugleich dokumentierten sie erhebliche Kommunikationsprobleme während des Einsatzes.
Am 30. April 2009 raste ein Mann in Apeldoorn mit seinem Auto in die Menschenmenge entlang der Route des königlichen Busses. Sieben Zuschauer starben, der Täter selbst erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.
Am 2. November 2004 wird der niederländische Filmemacher Theo van Gogh auf offener Straße in Amsterdam erschossen und erstochen. Ein Porträt des streitbaren Regisseurs und Kolumnisten, dessen Tod die Niederlande erschütterte.
Am 6. Mai 2002 wird der niederländische Politiker Pim Fortuyn vor einem Rundfunkstudio in Hilversum erschossen. Es ist das erste politische Attentat in den Niederlanden seit fast 300 Jahren und stürzt das Land in eine tiefe Krise.
Am 5. April 1983 erschießt ein Mann in einem gut besuchten Café in Delft sechs Menschen nach einem Streit. Der Fall endet 2021 mit einer vollständigen Begnadigung des Täters.
Cevdet Yilmaz erschoss 1983 sechs Menschen in einem Café in Delft, wurde 2001 in eine psychiatrische Zwangsklinik verlegt und 2021 vollständig begnadigt.
Frans Hooijmaijers tötete als Hauptpfleger einer niederländischen Klinik zwischen 1970 und 1975 zahlreiche ältere Patienten mit Insulin- und Valium-Injektionen, verurteilt wurde er am Ende nur für fünf Fälle.
Eine überlebende Frau identifizierte Hans van Zon und beendete 1967 eine Serie tödlicher Raubüberfälle. Das Utrechter Gericht sprach ihn in drei Mordfällen schuldig.
Hendrik Jut erstach 1872 in Den Haag gemeinsam mit seiner Geliebten eine wohlhabende Witwe und deren Hausangestellte bei einem Raubüberfall, ein Fall, der bis heute im niederländischen Jahrmarktsspiel „Kop van Jut“ nachwirkt.
Ein fingierter Abschiedsbrief sollte John Opdam aus lebenslanger Haft befreien. Stattdessen brachte ihm der vergiftete Mitgefangene ein zweites lebenslanges Urteil ein.
Zwei zerstückelte frühere Partnerinnen wurden in Kanälen in Rotterdam und London gefunden. John Sweeney erhielt dafür 2011 am Old Bailey lebenslange Haft ohne Aussicht auf Entlassung.
Karst Tates raste am Königinnentag 2009 in Apeldoorn mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge entlang der Route des königlichen Busses und tötete sieben Zuschauer, bevor er gegen ein Denkmal prallte und an seinen Verletzungen starb.
Klaas Annink, genannt „Huttenkloas“, terrorisierte mit seiner Familie im 18. Jahrhundert die niederländische Region Twente durch Raubüberfälle und Morde, bevor er 1775 öffentlich hingerichtet wurde.
Blutspuren zweier Opfer und ein isoliertes Dachzimmer verbanden Koos Hertogs 1980 mit drei verschwundenen Mädchen und jungen Frauen. 1982 erhielt er lebenslange Haft.
Mindestens 27 Menschen starben nach den historischen Ermittlungen in Maria Swanenburgs Umfeld, doch angeklagt wurde sie nur wegen vier Opfern. Der Leidener Giftmordfall machte forensische Arsenanalysen zum Kern eines spektakulären Prozesses.
Mohammed Bouyeri erschoss und erstach 2004 in Amsterdam den Filmemacher Theo van Gogh aus islamistischen Beweggründen und löste damit eine gesellschaftliche Krise in den Niederlanden aus.
Socken an den Händen sollten Fingerabdrücke verhindern, doch biologische Spuren verbanden Ondrej Rigo mit neun Morden in drei Staaten. 1994 erhielt er in Bratislava lebenslange Haft.
Sietske Hoekstra tötete zwischen 2003 und 2009 vier eigene, heimlich geborene Neugeborene in Nij Beets und wurde 2012 zu einer Haftstrafe mit anschließender Zwangsunterbringung verurteilt.
Zwei Verlobte von Sjef Rijke starben 1971 in Utrecht nach schweren Magenbeschwerden. Eine frei zugängliche Täterdatenbank schreibt ihm beide Vergiftungen zu, doch ein unabhängiger Gerichts-, Archiv- oder Medienbeleg ist nicht auffindbar.
Der 24-jährige Tristan van der Vlis erschoss am 9. April 2011 im Einkaufszentrum De Ridderhof in Alphen aan den Rijn sechs Menschen, bevor er sich selbst tötete. Eine Waffenlizenz hatte er trotz bekannter psychischer Erkrankung und mehrerer Suizidversuche erhalten.
Volkert van der Graaf erschoss am 6. Mai 2002 den niederländischen Politiker Pim Fortuyn vor einem Rundfunkstudio in Hilversum. Er wurde zu 18 Jahren Haft verurteilt und 2014 auf Bewährung entlassen.
Erst nach der letzten Tötung im Jahr 2001 verbanden Ermittler drei Frauenmorde mit einem bereits zweimal verurteilten Täter. Insgesamt war Willem van Eijk für fünf Tötungen verantwortlich.