Abul Djabar vergewaltigte und erwürgte über ein Jahrzehnt Jungen und junge Männer in Kabul, mindestens 65 Morde wurden ihm nachgewiesen. Zuvor waren bereits zwei Unschuldige unter dem Druck der Öffentlichkeit für seine Taten hingerichtet worden.
Zwölf tote Jungen, keine eindeutige Todesursache und mehr als 150 Zeugen: Das Schweriner Schwurgericht verurteilte Adolf Seefeld 1936 in einem Indizienprozess.
Drei Jahre lang erzählte Albert Edward Burrows jedem, der fragte, seine Lebensgefährtin und ihre beiden Kinder seien einfach verschwunden. Er hatte sie in einen stillgelegten Schacht auf dem Symmondley Moor geworfen, und erst der Mord an einem weiteren Kind führte die Polizei zu den Leichen.
Alexander Keith Jr. verübte 1875 im Hafen von Bremerhaven einen Versicherungsbetrug mit einer Zeitbombe, der vorzeitig explodierte und 83 Menschen tötete. Er nahm sich kurz darauf selbst das Leben.
Ein anonymer Brief führte Ermittler sechs Jahre nach Grace Budds Verschwinden zu Albert Fish. Für diesen Mord wurde er verurteilt, zwei weitere Kindertötungen gelten durch seine Geständnisse als zugeordnet.
Ein Mithäftling behauptete, George Alfred Burns habe eine ältere Frau in Liverpool zu Tode geprügelt. Beweise dafür gab es kaum, doch das Gericht glaubte den Belastungszeugen und schickte ihn an den Galgen, ein Fall, der Jahrzehnte später als mögliches Fehlurteil gilt.
Zwölf Stunden brauchte das Gericht allein für die Verlesung des Urteils gegen Anatoli Onoprienko. Es sprach ihn wegen 52 Morden schuldig, darunter die Tötung von zehn Kindern.
Andreas Dippold misshandelte 1903 zwei Brüder, die ihm als Hauslehrer anvertraut waren. Heinz Koch starb an den Folgen; verurteilt wurde der Lehrer wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
Andreas Bichel lockte zwischen 1806 und 1808 junge Frauen mit einem angeblichen Blick in die Zukunft in sein Haus im oberpfälzischen Regendorf und tötete mindestens zwei von ihnen. Der Fall zählt zu den bekanntesten deutschen Kriminalfällen des frühen 19. Jahrhunderts.
Arsen im Salz und ungewöhnlich gut erhaltene Leichen entlarvten Anna Margaretha Zwanziger. Die Prozessakten dokumentieren drei Tötungen und zahlreiche Vergiftungen, für die sie 1811 hingerichtet wurde.
Monatelang schliefen Frankfurts Obdachlose aus Angst nicht mehr allein. Arthur Gatter tötete 1990 sieben Männer, wurde gefasst und starb noch vor seinem Prozess durch Suizid.
Arwed Imiela wurde 1973 wegen vier Morden aus Habgier verurteilt. Ein auffälliger Scheck führte zu ihm; die Leichen zweier Frauen wurden auf Fehmarn gefunden, zwei weitere blieben verschwunden.
Als 1916 versiegelte Metalltonnen auf Béla Kiss' Grundstück geöffnet wurden, kamen konservierte Leichen zum Vorschein. Der Verdächtige war bereits im Krieg verschwunden und wurde nie vor Gericht gestellt.
Nach dem Brand auf Belle Gunness' Farm fanden Suchtrupps mindestens 13 vergrabene Leichen. Ob die kopflose Frau in den Trümmern die gesuchte Farmerin war, blieb ungeklärt.
Brian Donald Hume erstach 1949 in London den Autohändler Stanley Setty und zerstückelte die Leiche, wurde dafür aber nur als Komplize verurteilt. Nach seiner Entlassung erschoss er 1959 in Zürich bei einem Raubüberfall den Taxifahrer Arthur Maag und verbrachte den Rest seines Lebens in britischer psychiatrischer Verwahrung.
Eine Stunde lang saß Brian Edward Burdett neben seiner sterbenden Frau, bevor er Hilfe holte. Er hatte ihr Zyanid in den Tee gegeben, das er von seinem Arbeitsplatz gestohlen hatte, und wollte den Tod als Suizid ausgeben.
84 Geständnisse machten Bruno Lüdke zum angeblich schlimmsten Serienmörder Deutschlands. Beweise gab es nicht, einen Prozess auch nicht, heute gilt er als Opfer eines nationalsozialistischen Polizeikonstrukts.
Drei Morde standen vor Gericht, doch ein Urteil gab es nie: Carl Großmann nahm sich während des Prozesses das Leben. Wie viele Frauen tatsächlich in seiner Berliner Wohnung starben, blieb ungeklärt.
Carl Panzram behauptete in einem Gefängnismanuskript, 21 Menschen getötet zu haben. Nur ein Teil seiner Angaben ließ sich belegen; hingerichtet wurde er 1930 für den Mord an einem Gefängnisbediensteten.
Catherine Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Zwei Koffer voller menschlicher Überreste, gefunden an zwei verschiedenen Bahnhöfen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: So kam 1932 in Italien ein Serienmörder auf die Spur, der Frauen über Heiratsannoncen anlockte. Cesare Serviatti wurde als „Landru vom Tiber“ berühmt und berüchtigt.
Eine Zimmeranzeige genügte Earle Nelson oft als Zugang zu seinen Opfern. Zeitgenössische Fahnder verbanden ihn mit 22 Tötungen, verurteilt und hingerichtet wurde er für den Mord an Emily Patterson in Winnipeg.
Ein Streit um den Preis eines Zierschwerts endete für die Verkäuferin Elsie May Batten tödlich. Der Täter Edwin Albert Bush wurde als erster Krimineller Großbritanniens durch das damals brandneue Identikit-Verfahren überführt.
Vier Menschen verschwanden nach Geschäften mit Egon Heidenberger, doch keine Leiche wurde gefunden. Ein österreichisches Gericht verurteilte ihn trotzdem wegen vierfachen Mordes.
Ein früher Ermittlungsbericht versandete, sieben junge Frauen blieben verschwunden. Erst 2004 verurteilte ein französisches Gericht Émile Louis wegen der Mordserie, 2007 scheiterte sein letzter Rechtsbehelf.
Vier Tötungen konnten Ernesto Picchioni vor Gericht zugerechnet werden, weitere Fälle blieben Verdacht. Zeitgenössische Berichte dokumentieren, wie Reisende an seinem Haus an der Via Salaria verschwanden.
Ernst August Wagner erstach 1913 in Degerloch seine Frau und seine vier Kinder und erschoss anschließend im württembergischen Mühlhausen an der Enz neun weitere Menschen aus wahnhafter Furcht vor Bloßstellung. Er wurde als unzurechnungsfähig in eine Anstalt eingewiesen.
Erwin Mikolajczyk erschoss 1994 im Amtsgericht Euskirchen sechs Menschen, darunter den Richter, der ihn kurz zuvor verurteilt hatte, und seine Ex-Freundin. Anschließend tötete er sich selbst mit einer selbstgebauten Bombe.
Ein Geruch von Kohlegas im Schlafzimmer, ein leergetrunkenes Glas Limonade und ein Ehemann, der verdächtig ruhig am Fenster stand: Eugène Marie Chantrelle inszenierte 1878 in Edinburgh einen Unfalltod, um eine Lebensversicherung zu kassieren, und lieferte damit einen der ersten Fälle, in denen forensische Toxikologie einen Mord überführte.
Franz Lorbach war der Freund und Komplize von Werner Boost bei dessen Überfällen auf Liebespaare im Raum Düsseldorf zwischen 1953 und 1956 und wurde 1959 wegen Beihilfe zum Mord verurteilt.
Ein Polizist wollte nur ein gestohlenes Auto überprüfen, dann erschoss ihn Frederick Guy Browne aus nächster Nähe. Am Ende überführte ihn ausgerechnet ein Mikroskop, mit dem Ballistik-Experten eine winzige Kratzspur auf einer Patronenhülse seiner Waffe zuordneten.
24 Mordschuldsprüche, 21 gestandene Tötungen und drei nicht bewiesene Anklagepunkte: Die erhaltene Ersatzüberlieferung zeigt, wie das Gericht den Fall Fritz Haarmann 1924 einordnete.
Ein tödlich verwundeter Forstaufseher lieferte noch die Beschreibung, die Friedrich Schumanns Festnahme auslöste. Das Berliner Schwurgericht verurteilte ihn 1920 wegen sechs Morden zum Tode.
Erst der vierte plötzliche Tod brachte Fritz Rudloffs Arsenmorde ans Licht: Eine Witwe verlangte 1954 eine Obduktion. Der Krankenpfleger hatte vier Patienten vergiftet, um den Chefarzt des Waltershäuser Krankenhauses zu treffen.
Fritz Angerstein erschlug und erstach 1924 in Haiger acht Menschen aus seinem nächsten Umfeld, darunter seine Ehefrau, um eine aufgeflogene Unterschlagung zu vertuschen. Der Fall galt als einer der aufsehenerregendsten der Weimarer Republik.
George Chapman vergiftete zwischen 1897 und 1902 drei Frauen, die er jeweils als seine Ehefrau ausgab, langsam mit Brechweinstein. Ein Scotland-Yard-Ermittler hielt ihn später sogar für Jack the Ripper, eine Theorie, die bis heute umstritten bleibt.
Kurz nach der genehmigten Auslieferung wegen des Mordverdachts an Dana Franzke nahm sich Gerd Wenzinger 1997 das Leben. Ein deutsches Mordurteil gab es deshalb nie.
Weiße Arsenkörner in einem Stück Schinken beendeten Gesche Gottfrieds fünfzehn Morde umfassende Giftserie. 1831 folgte auf dem Bremer Domshof die letzte öffentliche Hinrichtung der Stadt.
Giulia Tofana gilt der Legende nach als Giftmischerin, die im Rom des 17. Jahrhunderts hunderten Frauen half, ihre Ehemänner zu vergiften. Moderne Forschung bezweifelt große Teile dieser Geschichte.
Grete Beier vergiftete und erschoss 1907 ihren Verlobten, um die Hochzeit mit ihm zu verhindern, und inszenierte die Tat als Selbstmord. Sie war die letzte Frau, die im Königreich Sachsen öffentlich hingerichtet wurde.
Hans Grans lebte und handelte mit Fritz Haarmann und wurde 1926 wegen Beihilfe zu einem Mord zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Er starb 1975 in Hannover.
Als seine Geliebte ihm eröffnete, sie werde zu ihrem Mann zurückkehren, stahl Henry John Burnett das Gewehr seines Bruders und erschoss den Ehemann in dessen eigener Küche. Er wurde der letzte Mensch, der in Schottland gehängt wurde.
283 Frauen ließen sich mit Henri Désiré Landrus Notizen verbinden, elf Menschen verschwanden und brachten ihn vor Gericht. Der als „Blaubart von Gambais“ bekannte Heiratsschwindler wurde 1922 hingerichtet.
Eine gefälschte Nachricht aus Bayern führte Ermittler zu Hubert Pilčík. Zwei Morde wurden belegt, mindestens drei weitere verschwundene Flüchtlinge blieben Verdachtsfälle.
Ein angeblicher russischer Fürst versprach Dienstmädchen die Ehe. Hinter der erfundenen Identität steckte Hugo Schenk, der 1883 mit einem Komplizen vier Frauen beraubte und tötete.
H. H. Holmes, bürgerlich Herman Webster Mudgett, tötete in seinem als „Mordschloss“ bekannt gewordenen Gebäude in Chicago eine bis heute umstrittene Zahl von Menschen. Er gilt als einer der ersten dokumentierten amerikanischen Serienmörder.
Horst David, der „Würger von Regensburg“, erwürgte zwischen 1975 und 1993 sieben Frauen. Erst 1994, fast zwanzig Jahre nach der ersten Tat, überführte ihn ein Fingerabdruck-Abgleich.
Jack the Ripper tötete 1888 im Londoner East End mindestens fünf Frauen auf besonders brutale Weise. Der bis heute berühmteste ungeklärte Serienmordfall der Geschichte hat trotz zahlloser Verdächtigentheorien nie eine gesicherte Täteridentität hervorgebracht.
Janusz Komar tötete 1983 innerhalb weniger Wochen zwei Frauen bei Raubüberfällen in Trier und Regensburg. Das Gericht verurteilte ihn wegen Mordes und wegen Raubes mit Todesfolge.
Jeanne Weber erwürgte zwischen 1902 und 1908 in Frankreich mindestens neun ihr anvertraute Kinder, darunter ihren eigenen Sohn, wurde jedoch zweimal freigesprochen, bevor ein dritter Fall zu ihrer Einweisung führte. Die Presse nannte sie „die Menschenfresserin“.
Als Ermittler Joe Ball befragen wollten, erschoss er sich in seiner Bar. Erst danach führten die Aussagen seines Handlangers zu zwei verscharrten Frauen.
Johann Otto Hoch heiratete unter Dutzenden Aliasnamen bigamistisch mehrere Dutzend Frauen in den USA, vergiftete einen Teil von ihnen mit Arsen und floh anschließend mit ihrem Vermögen. Er wurde 1906 in Chicago gehängt.
Johann Eichhorn tötete zwischen 1931 und 1938 im Raum München fünf Frauen und verübte zahlreiche Sexualstraftaten. Ein gescheiterter Angriff führte 1939 zu seiner Identifizierung.
Jürgen Bartsch tötete zwischen 1962 und 1966 vier Jungen im Raum Velbert-Langenberg. Der Fall löste eine bis heute nachwirkende Debatte über Schuldfähigkeit, Jugendstrafrecht und die tödlich verlaufene Kastration des Täters 1976 aus.
Józef Cyppek, der „Schlächter von Niebuszewo“, wurde 1952 im polnischen Szczecin wegen eines Mordes hingerichtet. Der Volksmund macht ihn seit Jahrzehnten für dutzende weitere Tote verantwortlich, bewiesen ist das bis heute nicht.
Nur fünf Tage lagen 1985 zwischen zwei tödlichen Angriffen in Baden-Baden. Jürgen Hein war wenige Monate zuvor nach langen Haftzeiten entlassen worden, doch die frei zugängliche Überlieferung des Falls stützt sich bis heute nur auf eine Täterdatenbank.
Giftspuren in exhumierten Knochen machten den Prozess gegen Karl Hopf 1914 zu einem frühen forensischen Schlüsselverfahren. Verurteilt wurde er wegen eines Giftmordes und vier Mordversuchen.
Karl Denke, genannt „Papa Denke“, tötete zwischen 1903 und 1924 in Münsterberg in Schlesien mindestens 30 Wanderarbeiter und Bettler und verwertete ihr Fleisch. Er nahm sich unmittelbar nach seiner Festnahme das Leben.
Kurt Erich Tetzner täuschte 1929 seinen eigenen Unfalltod vor, um eine hohe Versicherungssumme zu kassieren, und tötete dafür einen bis heute unidentifizierten Anhalter. 1931 wurde er in Regensburg hingerichtet.
Der gehörlose Landarbeiter Kuno Hofmann schändete 1971 und 1972 Dutzende Gräber auf Nürnberger Friedhöfen und erschoss im Mai 1972 ein junges Paar, dessen Blut er trank. Nach 32 Jahren Haft wurde er 2004 entlassen.
Elf Jahre nach seiner Hinrichtung als verurteilter Mörder und Vergewaltiger wurde sein Name erneut zur Waffe, diesmal gegen seinen eigenen toten Sohn. Louis Till, 1945 von einem US-Militärgericht in Italien zum Tode verurteilt, war der Vater von Emmett Till.
Ludwig Tessnow ermordete 1898 und 1901 vier Kinder. Ein neuer Bluttest widerlegte seine Behauptung, die Flecken auf seiner Kleidung seien Holzbeize; 1939 wurde er als Psychiatriepatient bei Piaśnica erschossen.
Als Feuerwehrleute 1944 ein Pariser Haus öffneten, fanden sie verbrannte und mit Kalk behandelte menschliche Überreste. Marcel Petiot wurde später wegen 26 Morden verurteilt.
Vier Todesfälle im engsten Umfeld führten Martha Marek 1938 vor das Wiener Schwurgericht. Das Gericht verurteilte sie wegen der Vergiftung ihres Mannes, ihrer Tochter, einer Verwandten und einer Untermieterin zum Tode.
Martin Lečian wartete bereits auf eine mögliche Begnadigung, als er aus seiner Zelle ausbrach und einen Gefängniswärter tötete. Wenige Tage später wurde er gehängt.
Mathias Kneißl war ein bayerischer Wilderer und Räuber, der 1900 bei einem Fluchtversuch zwei Polizisten erschoss. Er wurde 1902 hingerichtet, gilt in Bayern aber bis heute als Volksheld.
Zwischen 1911 und 1929 vergifteten in dem ungarischen Dorf Nagyrév und umliegenden Gemeinden Dutzende Frauen mit Hilfe der Hebamme Zsuzsanna Fazekas ihre Ehemänner und andere Angehörige mit Arsen. Der Fall gilt als einer der größten Giftmordfälle der europäischen Kriminalgeschichte.
Die Tschechoslowakin fuhr 1973 in Prag absichtlich mit einem Lastwagen in eine Gruppe wartender Menschen und tötete acht von ihnen. 1975 wurde sie als letzte Frau in der Tschechoslowakei hingerichtet.
Blut an einer Dienstuniform führte die Berliner Ermittler 1941 zu einem Reichsbahn-Mitarbeiter. Paul Ogorzow hatte im verdunkelten Berlin acht Frauen getötet und weitere Frauen angegriffen.
Ein fehlgeleiteter Brief an eine Überlebende brachte die Polizei 1930 auf Peter Kürtens Spur. Neun Morde und zahlreiche Angriffe hatten Düsseldorf zuvor monatelang in Angst versetzt.
Philomène Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Pierre Jaccoud, ein angesehener Genfer Anwalt und Politiker, wurde 1960 wegen des Mordes an Charles Zumbach zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Fall gilt bis heute als einer der umstrittensten Justizirrtümer der Schweizer Rechtsgeschichte.
Rita Gorgonowa wurde 1932 im aufsehenerregendsten Kriminalprozess des polnischen Zwischenkriegspolens wegen des Mordes an ihrer Stieftochter Lusia Zaremba zum Tode verurteilt, ihre Schuld blieb bis heute umstritten.
Rudolf Pleil prahlte im Braunschweiger Prozess mit weit mehr Taten, als ihm das Gericht nachweisen konnte. Wegen zehn Morden im Harzer Grenzgebiet erhielt er 1950 lebenslange Haft.
Zwischen 1884 und 1885 tötete ein bis heute unbekannter Täter in Austin, Texas, acht Menschen mit Äxten, Messern und stumpfer Gewalt, überwiegend schwarze Hausangestellte.
An einem Julimorgen 1914 erschoss Simone Pianetti in einem lombardischen Bergdorf sieben Menschen, die er persönlich für seinen Ruin verantwortlich machte, und verschwand danach spurlos in den Bergen. Bis heute ist unklar, was aus ihm wurde.
Stanisław Modzelewski, genannt „Vampir von Gałkówek“, erwürgte zwischen 1952 und 1967 sieben Frauen in der Gegend um Łódź und wurde 1969 in Warschau hingerichtet.
Sofja Komarowa unterstützte ihren Ehemann Vasili Komaroff bei dessen Mordserie an Moskauer Pferdehändlern. Ein Gericht verurteilte beide zum Tode, 1923 wurden sie erschossen.
Sophie Ursinus stand im Verdacht, um 1800 in Berlin ihren Liebhaber, ihren Ehemann und ihre Tante mit Arsen vergiftet zu haben, verurteilt wurde sie 1803 jedoch nur wegen des versuchten Mordes an ihrem Diener, der überlebte.
Sylvester Matuska sprengte 1931 das Eisenbahnviadukt von Biatorbágy bei Budapest in die Luft und tötete dabei 22 Menschen, offenbar allein aus Lust am Zusehen der Katastrophe.
Theresa Antonini erschlug 1809 gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrem 15-jährigen Bruder eine junge Reisende auf einer Postkutschenfahrt, um sie auszurauben. Sie wurde als Einzige der drei Täter hingerichtet.
Drei Wohnungseinbrüche, drei tote Frauen und anschließend gelegte Brände werden Thomas Meyer für 1986 und 1987 in Bonn zugeschrieben. Mehr als diese Eckdaten und ein Urteil von 1988 sind frei zugänglich nicht belastbar dokumentiert.
Zwei fünfjährige Freundinnen hörten Klaviermusik aus einem Nachbarhaus und gingen neugierig hinein. Zwei Tage später fand die Polizei ihre Leichen im Schlafzimmer des 71-jährigen Tom Lionel Burns, der danach als unzurechnungsfähig für dauerhaft verwahrt erklärt wurde.
Der tschechoslowakische Serienmörder tötete zwischen 1951 und 1956 sieben Frauen und Mädchen aus sexuellen und nekrophilen Motiven und löste die erste Sonderkommission der Kriminalgeschichte des Landes aus.
Eine Kontrolle wegen illegalen Alkoholhandels führte 1923 zu einem Leichenfund im Stall von Vasili Komaroff. Er gestand 33 Tötungen von Pferdehändlern.
Vincenzo Verzeni wurde 1873 wegen zweier Morde und eines Mordversuchs verurteilt. Cesare Lombrosos Deutung und eine nach dem Urteil aufgezeichnete Beichte prägten sein späteres Bild als „Vampir von Bergamo“.
Walter Seifert griff am 11. Juni 1964 eine Grundschule im Kölner Stadtteil Volkhoven mit einem selbstgebauten Flammenwerfer und einer Lanze an und tötete zehn Menschen. Der Amoklauf zählt zu den folgenreichsten Gewalttaten an einer deutschen Schule.
Als „Liebespaarmörder“ stand Werner Boost wegen mehrerer Überfälle vor Gericht, doch nur der Mord an Bernd Servé hielt der Beweisprüfung stand. Von zwei Doppelmorden wurde er 1959 freigesprochen.
Fünf Kindermorde führten 1995 zu lebenslanger Haft. Werner Ferraris erster Schuldspruch von 1971 und die viel zu frühe Entlassung zeigen, wie eine spätere Mordserie möglich wurde.
Ein Toter im Bett, der noch Miete schuldete, brachte William Burke auf eine lukrative Geschäftsidee: Leichen an einen Anatomieprofessor verkaufen. Als der Nachschub knapp wurde, begann er gemeinsam mit seinem Komplizen, selbst für neue Leichen zu sorgen, sechzehnmal binnen zehn Monaten.
An einem Februarabend 1889 betrat ein Mann die Polizeiwache von Dundee und erklärte, er sei Jack the Ripper und wolle sich stellen. William Henry Bury hatte tatsächlich gerade seine Frau ermordet, ob er auch der berüchtigtste Serienmörder Londons war, ist bis heute umstritten.
Ein zurückgelassener Bowler-Hut verriet Kopfform und Haarfarbe des Täters, und führte die Polizei zu William Thomas Butler, der den Juwelier Ernest Percival Key an Heiligabend 1938 wegen einer Schuld von 15 Pfund über dreißigmal niederstach.
Sechs Morde, zwei Mordversuche und ein Todesurteil: Hinter Władysław Mazurkiewicz' makellosem Auftreten verbarg sich eine Serie aus Gift, Schüssen und Raub.
Ein Traum ihrer Stiefmutter enthüllte 1828 ein Verbrechen, das ein Jahr zuvor fast perfekt vertuscht worden war: In einer Scheune bei Polstead fanden Ermittler die Leiche der jungen Maria Marten, erschossen von ihrem Liebhaber, der bereits eine neue Frau geheiratet hatte.
Jahrzehnte bevor eine einsame Hochebene bei Manchester durch spätere, weit bekanntere Mordfälle traurige Berühmtheit erlangte, diente dieselbe Landschaft schon 1947 einem 24-jährigen Mann als Versteck für die Leichen eines älteren Ehepaars.
Ein Cricketspieler aus gutem Hause erschlug 1952 seine Eltern mit einem Bleirohr, weil sie ihm das Auto verweigerten. Sein Prozess zeigte schonungslos die Grenzen des damaligen englischen Schuldfähigkeitsrechts auf und trug zur späteren Reform des Mordparagrafen bei.
Ein brennender Schuppen, ein Abschiedsbrief und eine Leiche mit den Zähnen eines viel jüngeren Mannes: 1933 hielt London den Tod von Samuel James Furnace für Suizid, bis ein Gerichtsmediziner erkannte, dass der vermeintlich Tote in Wahrheit ein Mörder auf der Flucht war.
Sechzehn Morde, aber nur einer stand je vor Gericht: Weil William Hare als Kronzeuge gegen seinen Komplizen aussagte, ging er straffrei aus, während sein Geschäftspartner am Galgen endete. Sein weiteres Schicksal nach der Freilassung blieb für immer im Dunkeln.
Ein handgeschriebenes Geständnis auf Anraten der eigenen Ehefrau besiegelte sein Schicksal: William Henry Kennedy belastete sich und seinen Komplizen selbst, nachdem beide einen Polizisten erschossen hatten, der nur das Kennzeichen ihres gestohlenen Wagens notieren wollte.
Am 11. Juni 1964 griff Walter Seifert eine katholische Volksschule im Kölner Stadtteil Volkhoven mit einem selbstgebauten Flammenwerfer und einer Lanze an und tötete zehn Menschen. Der Amoklauf zählt zu den folgenreichsten Gewalttaten an einer deutschen Schule.
Am 4. September 1913 erstach Ernst August Wagner in Stuttgart-Degerloch seine Familie und erschoss anschließend im württembergischen Mühlhausen an der Enz neun weitere Menschen. Der Fall gilt als einer der frühesten gut dokumentierten deutschen Amokläufe.