Christian Dornier lebt weiterhin in einer geschlossenen Einheit des psychiatrischen Krankenhauses Sarreguemines. In einer Dokumentation äußerte er sich 2025 erstmals öffentlich zur Tat von Luxiol.
Forscher untersuchten DNA aus einem erhaltenen Blutfleck Jean-Paul Marats. Die Analyse spricht für eine schwere Pilzerkrankung der Haut, erlaubt aber keine sichere Diagnose.
Am 28. Februar 2005 wird der französische Milliardärsbanker Édouard Stern in seiner Genfer Wohnung erschossen, gefesselt und in einem Latexanzug. Ein Porträt des Financiers und der Frau, die ihn tötete.
Am 27. März 2002 erschießt ein 33-Jähriger bei einer Stadtratssitzung im Pariser Vorort Nanterre acht Kommunalpolitiker, bevor er sich am Folgetag bei der Vernehmung das Leben nimmt.
Am 29. Oktober 2001 läuft ein bewaffneter Mann dreißig Minuten lang durch die Innenstadt von Tours und schießt wahllos auf Passanten. Vier Menschen sterben, sieben weitere werden verletzt.
Am 23. und 24. September 1995 erschießt ein 16-Jähriger im südfranzösischen Solliès-Pont zunächst seine Familie und danach im benachbarten Cuers wahllos Passanten, bevor er sich selbst tötet. 15 Menschen sterben.
Am 12. Juli 1989 erschießt ein Landwirt in seinem Heimatdorf Luxiol im Département Doubs binnen einer halben Stunde 14 Menschen, darunter seine eigene Mutter und Schwester.
Am 19. Juni 1985 erschießt ein 41-jähriger ehemaliger Lehrer in mehreren Dörfern der Bretagne sieben Menschen, darunter seinen eigenen Vater. Der Täter wird später für unzurechnungsfähig erklärt und bis zu seinem Tod in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.
Verübte als 22-jähriger Gendarm zwischen 1978 und 1979 im Département Oise eine Serie von Schüssen und Fahrzeugsprengfallen gegen junge Frauen, ermittelte dabei zeitweise selbst im eigenen Fall und wurde nie vor Gericht gestellt.
Der katholische Vikar wurde 1894 für die Ermordung seines Pfarrers in der Mayenne zum Tode verurteilt und öffentlich hingerichtet, ein Fall, den eine Überprüfung ein Jahrhundert später als möglichen Justizirrtum einstufte.
Albert Soleilland vergewaltigte, erwürgte und zerstückelte 1907 in Paris die elfjährige Marthe Erbelding. Der Fall Albert Soleilland löste eine Welle öffentlicher Empörung aus und wurde zum Politikum in der französischen Debatte um die Todesstrafe.
Ein ehemaliger Versicherungsmakler erschoss 1993 einen Konkurrenten, floh nach einer Freilassung wegen eines Verfahrensfehlers vor seinem Prozess und tötete 2001 auf der Flucht binnen eines Tages vier weitere Menschen, bevor er sich bei seiner Festnahme erschoss.
Erschoss 1995 als 16-Jähriger im Pariser Vorort Louveciennes sechs Mitglieder seiner Familie, wurde vom Jugendgericht zu acht Jahren Haft verurteilt und war nach fünf Jahren bereits wieder frei.
Ein tunesischstämmiger Landarbeiter tötete 1971 bei einem Raubüberfall auf eine Bauernfamilie ein siebenjähriges Mädchen und war 1973 einer der letzten unter Präsident Georges Pompidou hingerichteten Menschen Frankreichs.
Alfredo Stranieri lockte zwischen 1997 und 1999 in Frankreich vier Menschen über Kleinanzeigen in den Tod, um sich anschließend deren Häuser und Vermögen anzueignen. Als „Kleinanzeigen-Killer“ bekannt, starb er 2025 in der Haftanstalt Poissy.
Ein Pariser Kaufmann vergiftet 1777 eine Gutsverkäuferin und deren minderjährigen Sohn, um sich mit gefälschten Papieren ihr Landgut anzueignen, und wird dafür öffentlich gerädert und verbrannt.
Sechs Giftmorde brachten Antoinette Scieri 1926 ein Todesurteil ein. Spätere Darstellungen schreiben der selbsternannten Pflegerin bis zu zwölf vergiftete Patienten zu, doch diese höhere Zahl ist nicht ebenso belastbar belegt.
Nach zwanzig Jahren Haft für einen Mord kam Bernard Pesquet 1961 frei. Ab 1974 tötete er fünf weitere Menschen und wurde 1984 erneut zu lebenslanger Haft verurteilt.
Catherine Deshayes, genannt La Voisin, stand im Zentrum der Pariser Giftaffäre. Ihr Netzwerk verkaufte Gifte, betrieb Wahrsagerei und bot okkulte Dienste an; 1680 wurde sie nach einem Sondergerichtsverfahren hingerichtet.
Catherine Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Eine Französin erschießt 2005 in Genf ihren langjährigen Geliebten, den Bankier Édouard Stern, während einer sadomasochistischen Sitzung, nachdem er ihr eine zuvor versprochene Millionenzahlung mit einer demütigenden Bemerkung verweigert hatte.
Ein Fund im Keller deckte sieben Jahre verborgene Taten auf: Céline Lesage hatte sechs Neugeborene getötet. 2010 verurteilte sie ein Schwurgericht zu 15 Jahren Haft.
Erstach 1793 während der Französischen Revolution den radikalen Politiker Jean-Paul Marat in seiner Badewanne, um nach eigener Aussage einen Bürgerkrieg zu verhindern, und wurde vier Tage später hingerichtet.
Ein zunächst als Sterbehilfedebatte wahrgenommener Fall endete mit sechs Mordschuldsprüchen: Christine Malèvre hatte Patienten ohne verlässlich belegten Sterbewunsch tödliche Medikamentendosen gegeben.
Am 12. Juli 1989 erschoss ein Landwirt in seinem Heimatdorf Luxiol binnen einer halben Stunde 14 Menschen, darunter seine Mutter und seine Schwester, und wurde danach als schuldunfähig eingestuft.
Ein 22-jähriger Angestellter wurde 1976 als einer der letzten Menschen der französischen Geschichte hingerichtet, verurteilt für die Entführung und Ermordung der achtjährigen Marie-Dolorès Rambla, ein Fall, an dessen Aufklärung bis heute erhebliche Zweifel bestehen.
Eine Frage nach der Nutzung einer gestohlenen Kreditkarte machte einen Wohnheimnachbarn misstrauisch. Der Hinweis führte zur Festnahme von Claude Lastennet, der fünf Frauen getötet hatte.
Erschlug und erstach 1933 gemeinsam mit ihrer Schwester Léa in Le Mans die Ehefrau und Tochter ihres Arbeitgebers nach einem Streit über einen Stromausfall, was landesweit als Symbol für Klassengegensätze diskutiert wurde.
Erschoss und erschlug 2003 in Le Grand-Bornand die fünfköpfige Familie Flactif aus Neid auf deren geschäftlichen Erfolg und verbrannte die Leichen anschließend im Wald.
Ein Mann aus Lille tötete zwischen 1985 und 1992 drei kleine Mädchen und verging sich an weiteren Kindern, ehe ihn 1999 ein entkommenes sechsjähriges Opfer und eine DNA-Spur zu Fall brachten.
Denise Labbé ertränkte 1954 ihre zweijährige Tochter Catherine, nachdem ihr Geliebter Jacques Algarron nach ihrer Darstellung ein Opfer als Liebesbeweis verlangt hatte. Sie wurde 1956 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die Nordfranzösin Dominique Cottrez erstickte zwischen 1989 und den frühen 2000er Jahren acht ihrer eigenen Neugeborenen und versteckte die Leichen in Garten und Garage ihres Hauses. Der Fall erschütterte 2010 ganz Frankreich.
Der Pariser Arzt vergiftete 1823 seinen Patienten und Freund Auguste Ballet mit Morphium, um dessen Erbe anzutreten, und gilt als einer der ersten dokumentierten Mordfälle mit diesem Gift.
Vergiftete als Pariser Arzt zwischen 1862 und 1863 seine Schwiegermutter und seine Geliebte mit Digitalin, um an eine Lebensversicherungssumme zu gelangen, und wurde durch einen bahnbrechenden Froschversuch des Gerichtsmediziners Ambroise Tardieu überführt.
Ein früher Ermittlungsbericht versandete, sieben junge Frauen blieben verschwunden. Erst 2004 verurteilte ein französisches Gericht Émile Louis wegen der Mordserie, 2007 scheiterte sein letzter Rechtsbehelf.
Der überschuldete Emmanuel Cartier injizierte 2002 gemeinsam mit seiner Frau Patricia allen fünf gemeinsamen Kindern Insulin, in der Absicht, die ganze Familie in den Tod zu schicken. Seine Tochter Alicia starb, er selbst wurde 2005 zu 15 Jahren Haft verurteilt.
Am 23. und 24. September 1995 erschoss der 16-Jährige in Solliès-Pont und Cuers in Südfrankreich zunächst seine Familie und dann wahllos Passanten, insgesamt 15 Tote, bevor er sich selbst tötete.
Die Hinrichtung von Eugen Weidmann lockte 1939 Tausende vor das Gefängnis von Versailles und veränderte Frankreichs Vollstreckungspraxis. Zuvor hatte das Gericht ihn für sechs Morde im Jahr 1937 zum Tode verurteilt.
Florence Rey und ihr Freund Audry Maupin lösten 1994 in Paris nach einem missglückten Waffendiebstahl eine Verfolgungsjagd mit Schusswechseln aus, bei der vier Menschen starben.
Francis Heaulme wurde für elf Morde zwischen 1984 und 1992 verurteilt. Zu seinen Opfern gehörten zwei Achtjährige, für deren Tod zuvor Patrick Dils fünfzehn Jahre unschuldig in Haft saß.
Francisco Arce Montes überfiel über anderthalb Jahrzehnte junge Mädchen in Jugendherbergen quer durch Europa, 1996 tötete er dabei die 13-jährige Caroline Dickinson in der Bretagne.
Gabriel Socley entführte und ermordete 1935 im französischen Chaumont die vierjährige Nicole Marescot. Trotz zweier Prozesse, Jahrzehnten in Haft und Psychiatrie sowie eines Rückfalls nach seiner Entlassung gestand er die Tat nie.
1954 wegen des Dreifachmords an der britischen Familie Drummond zum Tode verurteilt, ein bis heute international diskutierter Fall, dessen Beweislage viele für nicht ausreichend hielten.
Georges-Alexandre Sarret verband in Südfrankreich Versicherungsbetrug mit drei Tötungen. Die Prozessakten dokumentieren Schüsse, Gift und Säure; 1933 wurde er zum Tode verurteilt.
Ein verarmter Erbe aus wohlhabendem Hause erschlug und erschoss 1930 in seinem Pariser Juwelierladen einen Geschäftsinhaber, um dessen Schmuck zu rauben, und wurde dafür 1931 als erster französischer Aristokrat seit der Revolution guillotiniert.
Günter Hermann Ewen erschoss im Mai 1999 innerhalb weniger Stunden fünf Menschen in Dillingen an der Saar, Frankreich und Luxemburg, bevor er sich bei seiner Festnahme selbst tötete.
Ein bretonischer Sägewerksbesitzer wurde 1924 wegen Mordes an einem Geschäftspartner zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt, obwohl die Leiche nie gefunden wurde. Der Fall gilt bis heute als einer der umstrittensten Justizfälle Frankreichs.
Drei Jahre lang lag Guy Georges' DNA bereits in Ermittlungsakten, bevor der Abgleich gelang. 2001 stand er wegen sieben Morden und der Vergewaltigung der Opfer vor Gericht.
Der ehemalige Lehrer erschoss am 19. Juni 1985 in mehreren Dörfern der Bretagne binnen weniger Stunden sieben Menschen, darunter seinen eigenen Vater. Ein Gericht erklärte ihn wegen seiner psychischen Erkrankung für unzurechnungsfähig, er starb 2015 in geschlossener Unterbringung.
Ein tunesischer Einwanderer foltert und erwürgt 1974 in Marseille seine frühere Freundin, nachdem sie ihn wegen Zwangsprostitution angezeigt hatte, und wird 1977 als letzter Mensch in Frankreich mit der Guillotine hingerichtet.
Die bretonische Köchin Hélène Jégado vergiftete im 19. Jahrhundert Menschen in zahlreichen Haushalten mit Arsen. Verurteilt wurde sie nur für drei Morde, weil viele frühere Verdachtsfälle bereits verjährt waren.
Der als „Papillon“ bekannte Franzose wurde 1931 wegen des Mordes an einem Zuhälter zu Zwangsarbeit in der Strafkolonie Guayana verurteilt, floh nach Venezuela und bestritt die Tat bis zu seinem Tod 1973, sein Bestseller „Papillon“ machte ihn dennoch weltberühmt.
Ein Pariser Versicherungsbetrüger schloss zwischen 1912 und 1918 heimlich Lebensversicherungen auf Bekannte ab, tötete sie mit selbst gezüchteten Bakterien- und Pilzgiften und nahm sich 1921 in Untersuchungshaft vermutlich selbst das Leben, bevor es zum Prozess kam.
Die Pariser Politikergattin Henriette Caillaux erschoss 1914 den Figaro-Chefredakteur Gaston Calmette, der eine Schmutzkampagne gegen ihren Mann führte. Ein rein männliches Geschworenengericht sprach sie nach nicht einmal einer Stunde Beratung frei.
283 Frauen ließen sich mit Henri Désiré Landrus Notizen verbinden, elf Menschen verschwanden und brachten ihn vor Gericht. Der als „Blaubart von Gambais“ bekannte Heiratsschwindler wurde 1922 hingerichtet.
Erschoss 1981 als Student in Paris die niederländische Studentin Renée Hartevelt und aß Teile ihrer Leiche, wurde jedoch für unzurechnungsfähig erklärt und lebte danach fast vierzig Jahre lang als japanischer Medienpromi in Freiheit.
Ein junger Mann aus wohlhabendem Elternhaus erschoss 1954 bei einem missglückten Raubüberfall in Paris einen Polizisten und wandelte sich in der Todeszelle zu einem tiefgläubigen Christen, dessen Seligsprechungsprozess bis heute läuft.
Ein Katana-Angriff führte die Ermittler 2001 zum gesuchten „Phantom von Kehl“. Jacques Plumain gestand zwei Morde und einen Mordversuch im deutsch-französischen Grenzgebiet.
Ein französischer Landarbeiter tötete 1967 im nordfranzösischen Montlevon zwei Geschwister im Kindesalter und wurde dafür 1969 als einer der letzten Verurteilten Frankreichs durch die Guillotine hingerichtet.
Gab sich achtzehn Jahre lang als Arzt und WHO-Forscher aus und erschlug oder erschoss 1993 seine Frau, seine beiden Kinder und seine Eltern, um die Lüge nicht auffliegen zu lassen.
Jean-Pierre Allain erschoss 1996 in der Bretagne die Familie seiner Ex-Freundin und zwei Polizisten, bevor er selbst durch Polizeikugeln schwer verletzt wurde.
Jean-Louis Turquin, ein Tierarzt aus Nizza, wurde 1997 für den Mord an seinem achtjährigen Sohn Charles-Édouard verurteilt, obwohl dessen Leiche nie gefunden wurde. Der Fall blieb bis zu seinem gewaltsamen Tod 2017 umstritten.
Ein junger Elsässer tötete 1869 acht Mitglieder der Familie Kinck, um sich ihr Vermögen anzueignen, und wurde dafür 1870 vor rund 25.000 Schaulustigen in Paris öffentlich durch die Guillotine hingerichtet.
Als Komplize von Thierry Paulin beteiligte sich Jean-Thierry Mathurin im Herbst 1984 an einer Mordserie an alten Frauen in Paris. 1991 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt und 2012 entlassen.
Erschoss am 29. Oktober 2001 im Zentrum von Tours innerhalb von 30 Minuten vier wahllos ausgewählte Menschen, wurde nach zweistündiger Belagerung festgenommen und zu lebenslanger Haft mit 22-jähriger Sicherungsverwahrung verurteilt.
Der nordfranzösische Landarbeiter ermordete 1975 die achtjährige Cathy Petit und wurde 1977 in Douai hingerichtet, als vorletzter Mensch, der in Frankreich guillotiniert wurde.
Jeanne Weber erwürgte zwischen 1902 und 1908 in Frankreich mindestens neun ihr anvertraute Kinder, darunter ihren eigenen Sohn, wurde jedoch zweimal freigesprochen, bevor ein dritter Fall zu ihrer Einweisung führte. Die Presse nannte sie „die Menschenfresserin“.
Der Kaufmann wurde 1796 fälschlich für den Raubüberfall auf die Postkutsche von Lyon verurteilt und hingerichtet, weil er einem der wahren Täter ähnlich sah. Der Fall gilt in Frankreich bis heute als einer der berühmtesten Justizirrtümer der Geschichte.
Ein ehemaliger Soldat erwürgte und erstach zwischen 1861 und 1866 in Paris mehrere Frauen aus dem Sexgewerbe sowie ein Kind, bevor er nach einem gescheiterten letzten Überfall gefasst und 1866 durch die Guillotine hingerichtet wurde.
Joseph Vacher gestand elf Tötungen im ländlichen Frankreich. Verurteilt wurde er 1898 jedoch nur für den Mord an Victor Portalier, bevor ihn der Staat mit der Guillotine hinrichtete.
Ein 18-Jähriger tötete 1928 gemeinsam mit einem minderjährigen Komplizen fünf Menschen auf einem Bauernhof bei Valensole und wurde dafür als einer der jüngsten Verurteilten der französischen Rechtsgeschichte hingerichtet.
Tötete 1933 gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Christine in Le Mans die Ehefrau und Tochter ihres Arbeitgebers, wurde als völlig von der Schwester abhängig eingestuft und nach zehn Jahren Haft unter neuem Namen freigelassen.
Léone Bouvier erschoss 1953 in Nantes ihren Freund Émile Clenet, nachdem dieser die Beziehung beendet hatte. Der als Mordkuss bekannt gewordene Fall wurde in Frankreich zum Sinnbild der Debatte um Verbrechen aus Leidenschaft.
Als Bruder Léotade wurde er 1848 in Toulouse für die Vergewaltigung und Tötung der 14 Jahre alten Cécile Combettes verurteilt, ein bis heute umstrittener Fall, der stark von der antiklerikalen Stimmung seiner Zeit geprägt gewesen sein soll.
1964 lockte der Franzose den elfjährigen Luc Taron in einen Wald bei Paris und erstickte ihn, danach verschickte er über ein Jahr lang Bekennerbriefe unter dem Namen „Der Würger“. Er saß 41 Jahre in Haft, länger als jeder andere Gefangene Frankreichs.
Als „El Arropiero“ gestand der Spanier Anfang der 1970er Jahre fast 50 Morde in Spanien, Italien und Frankreich, wurde aber wegen einer schweren psychischen Störung nie vor Gericht gestellt.
Der frühere französische Rugby-Nationalspieler erschoss 2004 bei einer Gartenparty seine Ehefrau Chantal, die sich von ihm scheiden lassen wollte, und wurde 2011 nach 14 Jahren Haft entlassen.
Acht Tötungen wurden dem „Schattenmörder“ zugeschrieben, doch das Schwurgericht verurteilte Marcel Barbeault nur für fünf. Drei weitere Fälle blieben unbewiesen.
Als Feuerwehrleute 1944 ein Pariser Haus öffneten, fanden sie verbrannte und mit Kalk behandelte menschliche Überreste. Marcel Petiot wurde später wegen 26 Morden verurteilt.
Als Ehefrau und Komplizin des französischen Serienmörders Martin Dumollard half sie mit, junge Dienstmädchen bei Lyon in einen Hinterhalt zu locken, und entging 1862 nur knapp der Guillotine.
Die Pariser Salondame und frühere Mätresse eines Präsidenten wurde 1908 verdächtigt, ihren Ehemann und ihre Mutter erwürgt zu haben, 1909 aber von einem Geschworenengericht freigesprochen.
Zwölf Jahre, drei Prozesse und umstrittene Arsenanalysen endeten 1961 mit einem Freispruch. Kein einziger der Marie Besnard zugeschriebenen Todesfälle wurde gerichtlich bewiesen.
Marie Boyer ermordete 1877 im Alter von siebzehn Jahren gemeinsam mit ihrem Liebhaber Léon Vitalis die eigene Mutter in Marseille und zerstückelte anschließend die Leiche. Sie entging als einzige der Todesstrafe und wurde 1892 aus der Haft entlassen.
Marie-Louise Bessarabo erschoss 1920 in Paris ihren Ehemann, verstaute die Leiche in einem Überseekoffer und verschickte ihn per Bahn nach Nancy. Der in Frankreich als Mord im Koffer bekannt gewordene Fall der Schriftstellerin und Salonnière endete mit zwanzig Jahren Zwangsarbeit.
Eine junge Frau aus verarmtem Adel vergiftet 1840 in Frankreich ihren Ehemann mit Arsen und wird in einem der ersten Prozesse verurteilt, in denen forensische Toxikologie mittels des neuen Marsh-Tests als Beweismittel diente.
Marie-Madeleine de Brinvilliers vergiftete zwischen 1666 und 1670 ihren Vater und ihre beiden Brüder, um an deren Erbe zu gelangen. Ihr Geständnis von 1676 löste die Affäre der Gifte aus, eine der größten Kriminalaffären am Hof Ludwigs XIV.
Zusammen mit seiner Frau lockte er zwischen 1855 und 1861 junge Dienstmädchen bei Lyon mit falschen Stellenangeboten in einen Hinterhalt und tötete mehrere von ihnen aus Habgier.
Der individualistische Anarchist beteiligte sich 1921 als Späher an einem bewaffneten Überfall auf den Schnellzug Paris–Marseille, bei dem ein Fahrgast starb, und wurde dafür 1922 in Paris hingerichtet.
Die Flucht eines 13-jährigen Mädchens beendete 2003 die Mordserie von Michel Fourniret. Drei Prozesse gegen seine Komplizin Monique Olivier bestätigten mindestens elf Todesopfer.
Der radikalisierte Islamist erschoss im März 2012 in Toulouse und Montauban sieben Menschen, darunter drei Soldaten und drei Kinder einer jüdischen Schule. Nach einer 30-stündigen Belagerung wurde er von einem Scharfschützen der Polizei getötet.
Mehr als 200 Gefängnisbriefe begründeten die Verbindung zwischen Monique Olivier und Michel Fourniret. Später lockte sie Opfer an und half, die gemeinsamen Verbrechen zu verbergen.
Ein Pariser Leichenhallenmitarbeiter erschießt 1994 einen über ein Kontaktforum kennengelernten Mann und trinkt sein Blut, bekannt als „Der Vampir von Paris“, wegen zusätzlicher Grabschändung und Nekrophilie.
Ein französischer Räuber erschoss 1997 bei einem Geldtransporter-Überfall einen Wachmann und wurde später als „König der Ausbrecher“ bekannt, weil er selbst und andere Häftlinge mehrfach per Hubschrauber aus französischen Gefängnissen befreite.
Eine Frau überlebte 1997 den Angriff von Patrice Alègre und führte die Ermittler auf seine Spur. Das Schwurgericht verurteilte ihn später wegen fünf Morden, sechs Vergewaltigungen und eines Mordversuchs.
Die überschuldete Patricia Cartier injizierte 2002 gemeinsam mit ihrem Mann Emmanuel allen fünf gemeinsamen Kindern Insulin, in der Absicht, die ganze Familie in den Tod zu schicken. Ihre Tochter Alicia starb, sie selbst wurde 2005 zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Entführte 1976 in Troyes den siebenjährigen Philippe Bertrand und erdrosselte ihn kurz darauf, sein Prozess gilt als einer der Wegbereiter für die Abschaffung der Todesstrafe in Frankreich 1981.
Zwei frühere Verurteilungen hielten Patrick Tissier nicht auf. 1993 tötete der rückfällige Sexualstraftäter Concetta Lemma und die achtjährige Karine Volckaert.
Pauline Dubuisson erschoss 1951 in Paris ihren früheren Geliebten Félix Bailly. Ihr von Vorurteilen und großer medialer Härte geprägter Prozess endete mit lebenslanger Haft, nach ihrer Entlassung nahm sie sich 1963 das Leben.
Philomène Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
„Pierrot le Fou“ entführte, vergewaltigte und tötete 2004 im Elsass innerhalb weniger Tage drei weibliche Opfer zwischen 10 und 38 Jahren, kurz nachdem er wegen früherer Verbrechen aus der Haft entlassen worden war.
Der Marseiller Arzt wurde 1927 wegen des Mordes an einem Patienten zum Tode verurteilt, floh nach der Umwandlung in Zwangsarbeit aus der Strafkolonie Cayenne und praktizierte bis zu seinem Tod 1962 unbehelligt als Arzt in Venezuela.
Pierre Chanal wurde verdächtigt, drei junge Männer in der Region um Mourmelon-le-Grand entführt und getötet zu haben. Er starb 2003 während seines Prozesses, bevor über die Mordvorwürfe entschieden werden konnte.
Ermordete 1834 in Paris zwei Menschen bei einem Raubüberfall, nutzte seinen Prozess und die Zeit bis zur Hinrichtung 1836 als literarische Bühne und inspirierte später Dostojewskis Figur des Raskolnikow.
Ein Pariser Schneider erschlug 1868 einen wohlhabenden Bekannten wegen einer Geldschuld, zerstückelte die Leiche und wurde nur durch eine der ersten forensischen Blutanalysen der Kriminalgeschichte überführt.
Am 27. März 2002 erschoss ein 33-Jähriger bei einer Stadtratssitzung im Pariser Vorort Nanterre acht Kommunalpolitiker, bevor er sich am Folgetag bei der Vernehmung das Leben nahm.
Roberto Succo tötete 1981 als Neunzehnjähriger seine Eltern in Italien. Nach seiner Flucht aus einer psychiatrischen Einrichtung wurde er mit mindestens fünf weiteren Todesfällen in mehreren europäischen Ländern in Verbindung gebracht.
Erschlug, erwürgte und erschoss in der Nacht zum 20. Mai 1965 auf dem eigenen Hof in Charvieu-Chavagneux zehn Angehörige, darunter vier eigene Kinder, und nahm sich anschließend das Leben.
Roger Million war Komplize von Eugen Weidmann und wurde 1939 in Frankreich in zwei Mordfällen schuldig gesprochen. Sein Todesurteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt.
Ein arbeitsloser Schlosser erschoss 1999 im bretonischen Dorf Le Verger vier Nachbarn nach einem jahrelangen Nachbarschaftsstreit und nahm sich 2003 in der Haft das Leben.
Drei Tötungen in und um französische Fernzüge wurden Sid Ahmed Rezala 1999 durch Spuren und eigene Erklärungen zugerechnet. Vor einem Prozess starb er in portugiesischer Auslieferungshaft.
Die als „Teufelin von Nancy“ bekannte Simone Weber tötete 1985 ihren Liebhaber Bernard Hettier und zerlegte die Leiche mit einer Trennschleifmaschine, ein Torso wurde später in der Marne gefunden.
Der „Mörder der alten Damen“ tötete zwischen 1984 und 1987 gemeinsam mit einem Komplizen mindestens 18 betagte Frauen in Paris, bevor er 1989 noch vor Prozessbeginn im Gefängnis an den Folgen von Aids starb.
Volker Eckert gestand sechs Morde in Deutschland, Frankreich und Spanien. Ermittler brachten den Fernfahrer mit weiteren Tötungen in mehreren europäischen Ländern in Verbindung.
Ein bulgarischer IMRO-Aktivist erschießt am 9. Oktober 1934 in Marseille König Alexander I. von Jugoslawien und den französischen Außenminister Louis Barthou, bevor er selbst noch am Tatort stirbt.
Xavier Dupont de Ligonnès gilt als Hauptverdächtiger im Fünffachmord an seiner Frau und seinen vier Kindern in Nantes im April 2011. Er ist bis heute nicht gefasst und nie verurteilt worden, gegen ihn sprechen jedoch zahlreiche starke Indizien.
Die Bürgermeistergattin Yvonne Chevallier erschoss 1951 in Orléans ihren Ehemann Pierre Chevallier, nachdem dieser sie wegen einer Affäre verlassen wollte. Auch sie wurde, ähnlich wie Jahrzehnte zuvor Henriette Caillaux, von einem Geschworenengericht freigesprochen.
Am 13. Juli 1793 ersticht Charlotte Corday den radikalen Revolutionspolitiker Jean-Paul Marat in seiner medizinischen Badewanne in Paris. Ein Porträt des Journalisten und Jakobiners, dessen Tod ihn zum Märtyrer der Französischen Revolution machte und zu einem der berühmtesten Gemälde der Kunstgeschichte führte.