Am 2. Juni 2010 erschoss der Taxifahrer Derrick Bird zunächst seinen Zwillingsbruder und anschließend elf weitere Menschen auf einer wahllosen Fahrt durch die englische Grafschaft Cumbria, bevor er sich selbst tötete.
Ein Müllmann aus Wakefield tötete im Juli 2004 innerhalb von acht Tagen seine Freundin, deren Zwillingsschwester und ein älteres Ehepaar in zwei Dörfern in North Yorkshire. Über 500 Polizisten jagten ihn, bis er versteckt zwischen einem Dornenbusch und einer Klärgrube gefasst wurde.
Ein 21-Jähriger tötete 1988 innerhalb von zwei Tagen seinen eigenen Großvater und zwei Nachbarn in einer Kleinstadt in South Yorkshire. Der Fall Anthony Arkwright machte ihn zum jüngsten Menschen, den ein britisches Gericht je zu lebenslanger Haft ohne jede Aussicht auf Entlassung verurteilte.
Drei Jahre lang erzählte Albert Edward Burrows jedem, der fragte, seine Lebensgefährtin und ihre beiden Kinder seien einfach verschwunden. Er hatte sie in einen stillgelegten Schacht auf dem Symmondley Moor geworfen, und erst der Mord an einem weiteren Kind führte die Polizei zu den Leichen.
Ein Mithäftling behauptete, George Alfred Burns habe eine ältere Frau in Liverpool zu Tode geprügelt. Beweise dafür gab es kaum, doch das Gericht glaubte den Belastungszeugen und schickte ihn an den Galgen, ein Fall, der Jahrzehnte später als mögliches Fehlurteil gilt.
1994 wurde er wegen der Ermordung seiner Freundin verurteilt, saß neunzehn Jahre ab und kam frei. 2015 tötete er die nächste Partnerin, diesmal mit vierzig Messerstichen und einem Hammer. Der als „Barking Strangler“ bekannte Doppelmörder zeigt, wie ein System zweimal versagen kann.
Zwei Einbrüche, zwei tote Hausbewohner und ein Prozess, der Anthony Anderson eigentlich nur zu einem von hunderten britischen Lebenslänglich-Häftlingen gemacht hätte. Stattdessen stürzte seine Klage gegen die eigene Haftdauer Jahre später die Verurteilungsbefugnis des britischen Innenministers.
56 Stunden, drei Tote, ein 21-Jähriger, der sich als Nachfolger von Jack the Ripper und dem Yorkshire Ripper sah: Der Fall Anthony Arkwright machte ihn 1989 zum jüngsten Menschen, den ein britisches Gericht je zu lebenslanger Haft ohne jede Aussicht auf Entlassung verurteilte.
Als die Polizei das Londoner Penthouse betritt, telefoniert Antony Baekeland ruhig und bestellt chinesisches Essen. In der Küche liegt seine tote Mutter. Der Fall des Bakelite-Erben, der 1972 seine eigene Mutter erstach, gilt bis heute als eine der bizarrsten Tragödien der amerikanischen High Society.
In einem Londoner Stadthaus, das der im Exil lebende griechische König George II. gemietet hatte, erschoss Arthur Robert Boyce 1946 seine Verlobte, weil sie ihn verlassen wollte, und ließ ihre Leiche sechs Tage lang im verschlossenen Zimmer liegen.
Ein Musterschüler mit Tennis-Stipendium erschlug seine Eltern, weil sie seine erfundene Luxuswelt aus Nike-Sponsoring und Mercedes durchschauten, und flog anschließend mit ihrem Geld in den USA-Urlaub, während die Leichen sechs Wochen lang zu Hause verwesten.
Eine Stunde lang saß Brian Edward Burdett neben seiner sterbenden Frau, bevor er Hilfe holte. Er hatte ihr Zyanid in den Tee gegeben, das er von seinem Arbeitsplatz gestohlen hatte, und wollte den Tod als Suizid ausgeben.
Colin Ireland wählte fünf Männer in derselben Londoner Kneipe aus und tötete sie binnen gut drei Monaten. Schließlich führten eine Überwachungskamera und Fingerabdrücke zu ihm.
Knapp neun Jahre lagen zwischen seinen beiden Morden, doch bei beiden Opfern lag abgeschnittenes Haar. Der Fund Elisa Claps' in einer Kirche brachte Danilo Restivo schließlich auch in Italien eine rechtskräftige Verurteilung ein.
Vier Schüsse in drei Sekunden, dann ein letzter Kopfschuss auf einen wehrlosen Polizisten am zweiten Weihnachtsfeiertag. David Bieber floh mit einem gefälschten Pass aus Florida nach England und tötete dort einen Beamten, nur um nicht wegen zweier früherer Anschläge ausgeliefert zu werden.
„Let him have it, Chris“, soll er gerufen haben, als sein 16-jähriger Komplize die Pistole zog. Ob er damit zum Schießen oder zum Aufgeben aufforderte, entschied 1953 über Leben und Tod: Derek Bentley wurde für einen Mord gehängt, den ein anderer beging, und 45 Jahre später posthum freigesprochen.
Ein unauffälliger Taxifahrer aus der englischen Provinz erschießt an einem Junimorgen 2010 erst seinen eigenen Zwillingsbruder, dann wahllos Passanten entlang einer 70 Kilometer langen Fahrtroute durch Cumbria. Zwölf Menschen sterben, bevor Derrick Bird sich selbst tötet.
Ein Versicherungsvertreter kauft zwei Unzen Arsen, unterschreibt dafür sogar die vorgeschriebene Giftliste, und vergiftet damit seine 14 Jahre ältere Ehefrau. Edward Ernest Black brauchte für die Tat kaum ein Alibi, denn er hatte sich selbst als Käufer des Gifts registrieren lassen.
Ein Streit um den Preis eines Zierschwerts endete für die Verkäuferin Elsie May Batten tödlich. Der Täter Edwin Albert Bush wurde als erster Krimineller Großbritanniens durch das damals brandneue Identikit-Verfahren überführt.
Ein Soldat schmuggelte eine Panzerabwehrmine unter das Sitzkissen des Rollstuhls seines eigenen Vaters: Der Anschlag in einer Kleinstadt in Essex 1943 zeigte, wie weit jahrelange häusliche Gewalt einen 19-Jährigen treiben konnte.
Ein brennender Stall in Yorkshire, die verkohlte Leiche des Farmbesitzers darin: Der letzte Satz des Verurteilten auf dem Schafott klang wie ein Geständnis zu einem ganz anderen, bis heute ungeklärten Verbrechen.
Ein selbstgebildeter Gelehrter, der Griechisch, Latein, Hebräisch und Arabisch beherrschte und als einer der Ersten die Verwandtschaft der keltischen mit anderen europäischen Sprachen erkannte, trug 13 Jahre lang ein Geheimnis mit sich: den Mord an seinem eigenen Freund.
Fred West wurde wegen zwölf Morden angeklagt und gestand mehrere Taten, starb jedoch vor dem Prozess. Rosemary West wurde in zehn Fällen schuldig gesprochen.
Ein Tagebucheintrag von nur sechs Wörtern überführte 1867 einen Anwaltsgehilfen aus der englischen Provinz: „Killed a young girl. It was fine and hot.“ Der Mord an der achtjährigen Fanny Adams war so grausam, dass sein Name bis heute in einer britischen Redewendung weiterlebt, wenn auch kaum jemand ihren Ursprung kennt.
George Chapman vergiftete zwischen 1897 und 1902 drei Frauen, die er jeweils als seine Ehefrau ausgab, langsam mit Brechweinstein. Ein Scotland-Yard-Ermittler hielt ihn später sogar für Jack the Ripper, eine Theorie, die bis heute umstritten bleibt.
Nach dem Mord an einer Frau in Wimbledon versteckte sich der Täter zwei Wochen lang in einer Höhle an der Küste von Sheppey, bis ein aufmerksamer Polizist ihn wiedererkannte: Die Jury brauchte für ihr Urteil nur fünfzehn Minuten.
Ein Landwirt in finanzieller Not baut eine Autobombe für seine eigene Frau, und als der Plan misslingt, erschießt er kurzerhand seinen Nachbarn und schneidet sich selbst mit dem Messer, um wie ein Opfer auszusehen. Der Fall Graham Backhouse von 1984 gilt als einer der bizarrsten Mordfälle der englischen Provinz.
Eine Frau reist unter falschem Namen an die englische Küste und wird tags darauf tot am Strand gefunden, erwürgt mit einem Schnürsenkel. Erst eine goldene Halskette in einem Londoner Zimmer führt die Ermittler 1900 zum eigenen Ehemann des Opfers.
Zwei zehnjährige Freundinnen wollten nur Süßigkeiten kaufen und kamen nie wieder nach Hause. Der Fall des Schulhausmeisters Ian Huntley erschütterte 2002 ganz Großbritannien und deckte auf, wie ein Mann trotz jahrelanger Missbrauchsvorwürfe unbehelligt an einer Schule arbeiten konnte.
Einer der beiden „Moorenmörder“, der zwischen 1963 und 1965 gemeinsam mit Myra Hindley fünf Kinder und Jugendliche im Raum Manchester entführte und tötete.
Fünf Familienmitglieder erschossen in einer einzigen Nacht auf einem Bauernhof in Essex, die Polizei hielt es zunächst für einen Mord-Suizid der psychisch kranken Tochter. Jeremy Bamber sitzt seit 1986 wegen des Fünffachmords, beteuert bis heute seine Unschuld.
Ein gescheiterter Kaufmann wartet in der Lobby des britischen Unterhauses auf den Premierminister, zieht eine Pistole und feuert aus nächster Nähe. Bis heute ist John Bellingham von 1812 der einzige Mensch, dem die Ermordung eines amtierenden britischen Regierungschefs gelang.
Die Polizei prüfte 163 Todesfälle aus der Praxis von John Bodkin Adams, doch vor Gericht stand nur der Tod von Edith Alice Morrell. Die Jury sprach den Arzt 1957 frei.
Wegen eines Raubmords, bei dem das Opfer bei lebendigem Leib zerstückelt wurde, saß John Bowden fast 40 Jahre in Haft, floh zweimal und wurde erst 2020 entlassen, nachdem er sich im Gefängnis jahrzehntelang als Aktivist gegen Missstände im Strafvollzug einen Namen gemacht hatte.
John Childs gestand 1979 sechs Auftragsmorde und behauptete, jede Leiche in seiner Wohnung in Poplar zerstückelt und verbrannt zu haben, sodass nie ein Körper gefunden wurde. Ein Berufungsgericht stellte 2003 fest, dass er ein „pathologischer Lügner“ war, und ließ offen, wie viele seiner Geständnisse überhaupt stimmten.
Ein Polizist der Kent Police erschlug seine schwangere Frau und zwei ihrer Kinder mit einem Hammer, nachdem sie ihm eröffnet hatte, ihn zu verlassen, während die Behörden vier zuvor gemeldete Fälle häuslicher Gewalt in seiner Akte folgenlos ließen.
Er hatte Kollegen im Krankenhaus gegenüber mehrfach damit geprahlt, mit Insulin lasse sich der perfekte, unauffindbare Mord begehen. 1957 versuchte ein Krankenpfleger aus Bradford genau das an seiner eigenen, schwangeren Frau, und wurde damit ungewollt zum Protagonisten des ersten gerichtlich bewiesenen Insulinmordes der Geschichte.
Milly Dowler verschwand 2002 auf dem Heimweg, erst neun Jahre später wurde Levi Bellfield wegen ihres Mordes verurteilt. Zuvor hatte ein Gericht ihn bereits zweier weiterer Morde und eines Mordversuchs schuldig gesprochen.
Ein Geständnis im Gefängnis brachte Leslie Patrick Bailey mit dem seit sechs Jahren vermissten Mark Tildesley in Verbindung. Er gehörte zu einer Tätergruppe um Sidney Cooke und wurde wegen seiner Beteiligung am Tod dreier Jungen verurteilt.
Ein Geschworenengericht sprach Mario Celaire 2002 vom Mord an seiner Ex-Freundin frei, in weniger als drei Stunden. Erst der Überlebenskampf einer zweiten Ex-Freundin brachte ihn Jahre später doch noch vor Gericht, als erste Person in Großbritannien, die für dieselbe Tat ein zweites Mal verurteilt wurde.
Die Partnerin von Ian Brady, die zwischen 1963 und 1965 mithalf, fünf Kinder und Jugendliche im Raum Manchester in ihr Auto zu locken, wo sie anschließend getötet wurden.
Ein Doppelmord aus Spielschulden endete am Galgen von Pentonville: Myer Abramovich erstach ein Gastwirt-Ehepaar in seinem eigenen Lokal und zündete anschließend das Gebäude an, um die Tat zu vertuschen.
Er hielt sich für schlauer als Scotland Yard und floh nach der Tat in seine marokkanische Heimat, überzeugt, sein Land liefere niemanden an Großbritannien aus. Der Mann, der 1970 in einer Belgravia-Villa den Butler eines Fernsehmoguls fast enthauptete, irrte sich gewaltig, sobald er wieder europäischen Boden betrat.
Nach einem Streit um seine Männlichkeit erwürgte Nicholas Boyce seine Frau, zerlegte ihre Leiche und kochte das Fleisch, damit es wie ein Sonntagsbraten aussah, ehe er die Überreste in der Themse entsorgte. Ihr Tagebuch aus ihrer Zeit als Gouvernante der Kinder von Lord Lucan lieferte später neue Hinweise im bis heute ungelösten Fall.
Fünf Schüsse und ein Würgemal am Hals: Als Ermittler die Leiche der 21 Jahre alten Edith Constance Drew-Bear auf einem Golfplatz bei Brighton fanden, deutete zunächst alles auf eine brutale Hinrichtung hin. Verantwortlich war ihr eigener Freund.
Peter Chester vergewaltigte und erwürgte 1977 seine siebenjährige Nichte in der Wohnung seiner eigenen Schwester. Über 30 Jahre und sieben abgelehnte Bewährungsanträge später gilt er der britischen Bewährungsbehörde bis heute als zu gefährlich für eine Freilassung.
Peter Sutcliffe wurde 1981 wegen dreizehn Morden verurteilt. Ein amtlicher Untersuchungsbericht zeigte anschließend, wie Fehlentscheidungen der Polizei seine Serie verlängert hatten.
Vier Wochen lang glaubte niemand, dass mit der Familie in Cheadle Hulme etwas nicht stimmte. Dann öffnete die Polizei ein Haus, in dem eine Mutter und drei Kinder seit Wochen tot lagen, erschlagen vom eigenen Familienvater, der sich derweil unbehelligt in Thailand aufhielt.
Ein 15-Jähriger schleicht nachts um ein Haus in Lincolnshire, um durchs Fenster zu spähen. Als die Bewohnerin ihn dabei erwischt, tötet er die Frau mit einem Messer, dessen abgebrochene Spitze ihn Monate später überführt.
Ein gefälschtes Testament, eine vergiftete Flasche Stout und zwei Menschen, die nie das eigentliche Ziel waren: In Croydon starb 1907 ein Ehepaar an einem Gift, das für einen ganz anderen Zeugen bestimmt war.
Robert Black entführte und tötete zwischen 1981 und 1986 vier Mädchen in Großbritannien. 1990 wurde er nach der Entführung eines weiteren Kindes festgenommen; das Mädchen wurde lebend in seinem Lieferwagen gefunden.
Die Frau von Fred West, die zwischen 1971 und 1987 mindestens zehn Morde beging oder daran beteiligt war, viele davon an jungen Frauen und Mädchen im gemeinsamen Wohnhaus in Gloucester.
Sieben Jahre lebte er mit seiner Lebensgefährtin und ihren Kindern zusammen, dann sagte sie einen einzigen Satz zu ihm, und noch in derselben Nacht griff er zu Hammer und Rasiermesser. Der Fall Samuel Atherley aus dem Nottingham des Jahres 1909 endete am Galgen.
Ein Eiswagen, zwanzig Meter bis zur Haustür, und ein Nachbar, den die ganze Straße nur „Tony the Pervert“ nannte: Der Mord an der dreijährigen Rosie Palmer 1994 in Hartlepool zeigte, wie viele Warnzeichen ein System ignorieren kann, bevor es zu spät ist.
Stephen Akinmurele war wegen fünf Tötungen älterer Menschen auf der Isle of Man und in Blackpool angeklagt. Vor dem Prozess nahm er sich 1999 in Untersuchungshaft das Leben.
Drei Angehörige starben, Thomas Griffiths Wainewright profitierte, doch kein Gericht bewies eine Vergiftung. Verurteilt wurde der gefeierte Kunstkritiker 1837 wegen Fälschung, die Mordlegende wuchs erst danach.
Eine Stellenanzeige als tödliche Falle: Der Chauffeur Thomas Henry Allaway lockte eine junge Köchin mit einem gefälschten Jobangebot nach Bournemouth und erschlug sie in einem abgelegenen Feld. Reifenspuren und ein einzigartiges Auto überführten ihn.
Zwei fünfjährige Freundinnen hörten Klaviermusik aus einem Nachbarhaus und gingen neugierig hinein. Zwei Tage später fand die Polizei ihre Leichen im Schlafzimmer des 71-jährigen Tom Lionel Burns, der danach als unzurechnungsfähig für dauerhaft verwahrt erklärt wurde.
Ein Liebhaber steht früh am Morgen vor einem Polizisten in Wandsworth und sagt einen einzigen Satz: Er habe gerade sein Mädchen getötet. William Charles Benson wurde für den Mord an seiner Geliebten Charlotte Harbour 1928 gehängt, als eine der letzten Hinrichtungen einer klassischen englischen Dreiecksgeschichte.
Ein 17-Jähriger nahm die Freundlichkeit eines älteren Mannes an, ließ sich von ihm Mahlzeiten bezahlen und erstach ihn wenig später mit einer Schusterahle: Für den Mord an George Jones auf Sutton Common bei London wurde William Nelson Adams 1919 zum Tode verurteilt, dann im letzten Moment begnadigt.
Ein zurückgelassener Bowler-Hut verriet Kopfform und Haarfarbe des Täters, und führte die Polizei zu William Thomas Butler, der den Juwelier Ernest Percival Key an Heiligabend 1938 wegen einer Schuld von 15 Pfund über dreißigmal niederstach.
Er drückte ab und tötete einen Polizisten, saß danach nur zehn Jahre und lebte anschließend jahrzehntelang unbehelligt als Klempner: Sein Komplize wurde für genau diesen Schuss gehängt, weil Christopher Craig selbst als 16-Jähriger zu jung für die Todesstrafe war.
Drei Bomben in 13 Tagen sollten Großbritannien in einen Rassenkrieg stürzen: David Copeland wählte seine Ziele gezielt nach Hautfarbe, Herkunft und sexueller Orientierung aus und tötete am Ende drei Menschen in einem Pub in Soho, den er allein wegen dessen homosexueller Stammgäste ausgesucht hatte.
Ein Gitarrist aus Brighton behauptete vor Gericht, seine Sexualpartnerin sei bei einvernehmlichem Atemspiel gestorben, nicht durch Mord: Graham Coutts musste deshalb zweimal vor Gericht, und der Fall veränderte am Ende sogar das britische Gesetz gegen extreme Pornografie.
Im Pub sangen sie gemeinsam Duette und riefen sich Kosenamen zu, Jahre später stand einer der beiden am Galgen des anderen: James Corbitt erwürgte 1950 seine Geliebte aus Eifersucht und wurde ausgerechnet von seinem Kneipenfreund, dem Henker Albert Pierrepoint, hingerichtet.
Ein Traum ihrer Stiefmutter enthüllte 1828 ein Verbrechen, das ein Jahr zuvor fast perfekt vertuscht worden war: In einer Scheune bei Polstead fanden Ermittler die Leiche der jungen Maria Marten, erschossen von ihrem Liebhaber, der bereits eine neue Frau geheiratet hatte.
Ein gefälschter Notruf lockt zwei Polizistinnen in einen Hinterhalt: Dale Cregan tötete 2012 im Streit zweier verfeindeter Drogenhändler-Familien vier Menschen, darunter die beiden Beamtinnen, und sitzt seither ohne jede Aussicht auf Entlassung in Haft.
Vier Frauen starben während weniger Februartage im verdunkelten London. Gordon Cummins wurde wegen eines Mordes verurteilt, die drei weiteren Tötungen schrieb ihm die Polizei zu.
Ein Kapitän erkennt auf hoher See ein verkleidetes Liebespaar wieder und funkt seine Beobachtung an Land: Hawley Harvey Crippen wurde 1910 als erster Mörder der Geschichte per Funktelegraphie gefasst, nachdem er seine Frau vergiftet und zerstückelt hatte.
Ein ehemaliger Bergarbeiter kehrt zu seiner früheren Geliebten zurück und erschießt deren Ehemann, als der ihm freundlich die Hand reichen will: Thomas Craig wurde für diese Tat 1910 in Durham gehängt.
Thomas Neill Cream nannte in einem Erpressungsbrief ein Opfer, dessen Tod noch als Alkoholvergiftung galt. Das Täterwissen führte 1892 zum Prozess gegen den Giftmörder.
Mitten am helllichten Tag, umringt von hunderten Passanten, erstach ein Mann im Jahr 2000 in der Markthalle von Covent Garden einen zwölfjährigen Jungen. Edward Alexander Crowley hatte seinen Namen zuvor zu Ehren des Okkultisten Aleister Crowley ändern lassen und war seit Jahrzehnten schwer psychisch krank.
Unter dem Fußboden seines Hauses in Rainhill lag seine Frau, unter dem Feuerplatz eines Hauses in Melbourne seine zweite Frau: Frederick Bailey Deeming heiratete, tötete und zog weiter, bis ihm 1892 in Australien der Prozess gemacht wurde. Ein hartnäckiges Gerücht wollte in ihm sogar Jack the Ripper erkennen.
Zwei Gleisarbeiter, seit Jahren befreundet, trafen sich freitags immer zum Dominospielen. 1924 erschlug Hubert Ernest Dalton seinen langjährigen Kollegen wegen dessen Lohntüte mit einem Hammer und schnitt ihm anschließend die Kehle durch.
Zwei Verurteilungen wegen versuchten Mordes an Frauen hatte er bereits hinter sich, als eine 23-Jährige 2004 in einer Wohnung im nordenglischen Lancaster erwürgt aufgefunden wurde. Paul Culshaw bestritt die Tat bis zuletzt, wurde aber zu einer Haft ohne jede Aussicht auf Entlassung verurteilt.
Ein gefeierter Maler der viktorianischen Kunstszene ersticht 1843 im Park seinen eigenen Vater, weil er ihn für den leibhaftigen Teufel hält. Richard Dadd verbrachte danach über vier Jahrzehnte in psychiatrischer Verwahrung und schuf dort einige seiner berühmtesten Gemälde.
Am Tag der königlichen Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton nutzte ein Geschäftsmann aus Coventry die landesweite Ablenkung, um eine ganze Familie auszulöschen, mit der er seit über einem Jahrzehnt in einem ruinösen Rechtsstreit lag. Anxiang Du floh anschließend bis nach Marokko, wo er erst 14 Monate später gefasst wurde.
Ein Skelett unter den Trümmern einer zerbombten Londoner Kapelle sollte wie ein gewöhnliches Blitzkrieg-Opfer aussehen. Stattdessen überführte ein forensischer Pfad aus Zahnabdrücken und einer übereinandergelegten Fotografie den Ehemann des Toten, Harry Dobkin, des Mordes.
Ein neuer Wäschereigehilfe behauptete, sein Chef sei plötzlich nach China zurückgekehrt und habe ihm das Geschäft überlassen. Die Kolleginnen glaubten ihm nicht lange: Unter dem Kellerboden der Sheffielder Wäscherei fanden Ermittler die Leiche des angeblich Abgereisten, erschlagen und in einem Koffer vergraben.
Ein Jahr lang häuften sich in Westlondon Überfälle auf Frauen mit denselben eigenartigen kreisförmigen Abdrücken auf der Haut, ohne dass die Polizei einen Zusammenhang zum ungeklärten Mord an einer jungen Frau in Kilburn herstellte. Erst ein gestohlenes Feuerzeug führte zu dem 19-jährigen Gardesoldaten Michael Douglas Dowdall.
Vier Jahre lang erzählte ein Mann jedem im Dorf, seine Verlobte sei auf Weltreise. In Wahrheit lag sie die ganze Zeit erschossen in einem zugeschütteten Entwässerungsgraben seines eigenen Bauernhofs. Samuel Herbert Dougal lebte von ihrem Vermögen, bis eine schwangere Hausangestellte vor Gericht zog und alles ins Rollen brachte.
Eine Vierjährige verschwindet spurlos aus ihrem Zuhause im Süden Londons, tagelang sucht die Polizei vergeblich. Derrick Edwardson lockte 1957 im Londoner Stadtteil Upper Norwood ein kleines Mädchen mit Süßigkeiten in seine Wohnung, missbrauchte und tötete es und versteckte die Leiche im eigenen Kohlenkeller.
Ein Nachbar hört einen Schrei aus dem Haus des scheinbar perfekten Ehepaars, Tage später steht der Ehemann bei der Polizei und meldet seine Frau als vermisst. Ernest Elmes erschlug 1953 im Londoner Stadtteil Tottenham seine Ehefrau und verbrannte die zerstückelte Leiche im Kesselhaus seiner Arbeitsstelle.
Ein Handflächenabdruck verband Kenneth Erskine mit einer Serie von sieben Tötungen in London. 2009 reduzierte ein Berufungsgericht die Mordschuldsprüche wegen schwerer Schizophrenie auf Totschlag.
Ein Bankangestellter wird mit einem Schuhmachermesser niedergestochen, bevor er noch selbst sterbend ein Beweisstück aus dem Fenster wirft. Norman Elliott ermordete 1928 im englischen Ferryhill einen Bankangestellten bei einem Raubüberfall und wurde in Durham gehängt.
Ein junger Krankenpfleger injizierte seinen Patienten heimlich Medikamente, die ihre Atmung stoppten, nur um sie anschließend selbst wiederzubeleben und den Nervenkitzel der Rettung zu genießen. Benjamin Geen tötete so zwei Menschen und schädigte 15 weitere, bevor Ärzte das Muster durchschauten.
Jahrzehnte bevor eine einsame Hochebene bei Manchester durch spätere, weit bekanntere Mordfälle traurige Berühmtheit erlangte, diente dieselbe Landschaft schon 1947 einem 24-jährigen Mann als Versteck für die Leichen eines älteren Ehepaars.
Ein Cricketspieler aus gutem Hause erschlug 1952 seine Eltern mit einem Bleirohr, weil sie ihm das Auto verweigerten. Sein Prozess zeigte schonungslos die Grenzen des damaligen englischen Schuldfähigkeitsrechts auf und trug zur späteren Reform des Mordparagrafen bei.
Ein brennender Schuppen, ein Abschiedsbrief und eine Leiche mit den Zähnen eines viel jüngeren Mannes: 1933 hielt London den Tod von Samuel James Furnace für Suizid, bis ein Gerichtsmediziner erkannte, dass der vermeintlich Tote in Wahrheit ein Mörder auf der Flucht war.
Ein Ausbilder der Royal Navy lud junge Matrosen nach durchzechten Nächten zu sich nach Hause ein, wer seine Annäherungen ablehnte, überlebte die Nacht nicht. Der Richter nannte Allan Grimson einen Serienmörder, auch wenn ihm nur zwei Morde nachgewiesen werden konnten.
Eine Woche vor der Hochzeit erklärte seine Verlobte, sie wolle ihn doch nicht heiraten. John Gurd machte deren Onkel dafür verantwortlich, erschoss ihn und tötete auf der anschließenden Flucht auch noch den Polizisten, der ihn stellen wollte.
Vier Jungen aus derselben nordenglischen Nachbarschaft verschwanden zwischen 1990 und 1994, drei Leichen wurden gefunden und teils angezündet, doch für den vierten Mord dauerte es fast zwanzig weitere Jahre, bis Steven Grieveson dafür verurteilt wurde.
Ein Taxifahrer aus Swindon führte einen Ermittler zu einer zweiten Leiche, bevor dieser ihn überhaupt über seine Rechte belehren konnte, ein Verfahrensfehler, der einen Mordfall fast platzen ließ.
Ein Mann wird 1962 gehängt, obwohl das entscheidende Beweismittel gegen ihn eine bloße Erinnerung an einen einzigen Satz ist. Vier Jahrzehnte später soll eine Exhumierung endgültig klären, ob England einen Unschuldigen hinrichtete.
Ein Chauffeur wollte einen gefeierten Dramatiker zu einem Termin abholen und fand ihn stattdessen erschlagen in seinem Bett, neben der Leiche eines langjährigen Partners, der sich selbst gerichtet hatte.
Ein gefälschter Brief einer angeblichen stellvertretenden Schulleiterin lockte einen elfjährigen Jungen 2006 in ein Wohnhaus in Bury, aus dem er nicht mehr lebend herauskam.
Fünf Wochen kannten sie sich, dann brachte er sie aus Langeweile um, wie er später Psychiatern erzählte. Was danach mit Teilen ihrer Leiche geschah, prahlte er gegenüber rund zwei Dutzend Bekannten, bis einer davon die Polizei alarmierte.
Nach dem Mord an einer 17-Jährigen ließ sich der Täter durch ein präpariertes Alibi zunächst wieder freilassen, feilte danach heimlich seine Zähne ab, um Bissspuren an weiteren Opfern nicht mehr zuordnen zu können, und tötete ungestört ein zweites und drittes Mal.
Er erschlug eine Frau in ihren Siebzigern mit einem Reifenheber und einer Planke, erwürgte anschließend auch noch ihren Hund und wurde wenig später erwischt, wie er ihren Schmuck im Pfandhaus verkaufte.
Für rund zweieinhalbtausend Pfund Beute erschoss ein maskierter Bankräuber mit einer abgesägten Flinte eine 20-jährige Bankangestellte, die kurz zuvor erst ihren Führerschein gemacht hatte. Erst nach über 15.000 Türklingel-Befragungen fasste Scotland Yard ihn.
Pfadfinder, Messdiener und Musterschüler mit zehn guten Schulabschlüssen: Auf dem Papier war er ein Vorzeigejugendlicher. Dann stach er auf eine ihm völlig unbekannte Krankenschwester über 70 Mal ein, weil ihm langweilig war.
Acht Tage lang log er seiner eigenen Familie ins Gesicht, während die Leiche der zwölfjährigen Enkelin seiner Partnerin nur wenige Meter über ihren Köpfen im Dachboden lag.
Benzin durch den Briefschlitz, Rache für eine gescheiterte Beziehung: Graham Heaps tötete die dreijährige Francesca Bimpson durch Brandstiftung und wurde am nächsten Morgen bewusstlos vor dem Haus gefunden.
Innerhalb weniger Wochen folterte und tötete Neville Heath 1946 zwei junge Frauen in London und Bournemouth, mit einer Brutalität, die selbst erfahrene Gerichtsmediziner erschütterte, bevor ausgerechnet die Schwester seines zweiten Opfers ihn erkannte.
Ein Pfarrer, ein Streit um Zehntabgaben und ein gedungener Mörder, der selbst nur einen Tag überlebte: Der Auftragsmord an Reverend George Parker blieb 24 Jahre lang ungeklärt, bis ein Bauarbeiter 1830 ein Skelett unter einer Scheune fand.
Ein Nudelholz als Mordwaffe und ein flaches Grab in Wales: Robert Healey tötete seine Frau und seine dreizehnjährige Stieftochter, bevor er sich sechs Wochen später selbst der Polizei stellte.
Eine Funkerin der Royal Air Force verlässt eine Tanzveranstaltung, um pünktlich zu ihrem Nachtdienst zu erscheinen, und legt die letzte Meile nie zurück. Ein aus dem Gefängnis geschmuggelter Brief verrät später den Kameraden, der sie auf dem dunklen Weg abgefangen hatte.
Als seine Frau ihn verlässt und bei ihrer Schwester Zuflucht sucht, fährt ein Mann nachts mit dem Fahrrad zu deren Haus in Southampton. Er hat keine Waffe dabei, nur einen Kanister Benzin, und will sich nicht an der Schwester rächen, sondern an ihren schlafenden Kindern.
Zwei kleine Mädchen bekommen auf dem Heimweg von der Schule eine Mitfahrgelegenheit in einem Armeelastwagen angeboten. Drei Tage später werden ihre Leichen in einem Waldstück in Buckinghamshire gefunden, ein Wäschezeichen auf einem liegen gelassenen Taschentuch führt die Ermittler direkt zum Fahrer.
Ein Maler lädt ein elfjähriges Mädchen mit gebrochenem Arm in sein Atelier ein, angeblich um ihr beim Malen Gesellschaft zu leisten. Wenig später ist die Leiche der jungen Margaret Spevick auf der Flucht nach Spanien schon fast vergessen, bis ein Fingerabdruck alles ändert.
Eine Woche lang lagen drei Leichen unentdeckt in einer Wohnung in Slough, bevor der Verwesungsgeruch auffiel. Der wohnsitzlose Alan Hobbs hatte sie in einem Amphetaminrausch mit Meißel, Messern und einer Axt getötet.
Ein Bahnhof in Wood Green, ein Verdacht auf Untreue und zwei Tote binnen weniger Minuten: 1869 verübte der Zimmermann Frederick Hinson einen der brutalsten Eifersuchtsmorde im viktorianischen London.
Acht Tage lang jagten über 500 Polizisten einen Mann, der innerhalb einer Woche vier Menschen getötet hatte, darunter seine eigene Freundin und deren Zwillingsschwester. 2004 erschütterte der Fall des Müllmanns Mark Hobson Nordengland.
Ein Anruf bei der Feuerwehr, ein angeblicher Suizid im Gasofen und eine Autopsie, die alles widerlegte: 1934 endete der Fall des Elektroingenieurs Reginald Ivor Hinks am Galgen in Bristol.
Ein Einbrecher, der sich am Tatort erst noch rasierte, ein Fingerabdruck auf einer Milchflasche und die allererste Verbrecherfahndung im britischen Rundfunk: Der Fall Stanley Eric Hobday veränderte 1933 die Polizeiarbeit in Großbritannien.
Ein an den Nerven zerrütteter Kriegsveteran erschoss seine Geliebte am Weihnachtsabend 1919 in den Dünen von Lytham St Annes. Im Hintergrund stand eine frisch abgeschlossene Lebensversicherung über 5.000 Pfund, die ausgerechnet ihn begünstigte.
Acht Jahre lang lag die Leiche einer Frau unentdeckt auf dem Grund des tiefsten Sees Englands, konserviert durch das kalte, sauerstoffarme Wasser. Gefunden wurde sie nur durch Zufall, als Taucher nach einer ganz anderen Vermissten suchten.
Ein 21-jähriger Landarbeiter wurde 1938 innerhalb weniger Wochen verurteilt und gehängt, obwohl mehrere Zeugen ihn zur Tatzeit an einem anderen Ort gesehen hatten. Jahrzehnte später gestand ausgerechnet sein eigener Vater auf dem Sterbebett die Tat.
Fast ein Jahr lang galt die 14-jährige Hannah Williams als vermisst, bis Arbeiter ihre Leiche auf dem Gelände eines Zementwerks fanden. Der als „Wolfman“ bekannte Robert Lesarian Howard hatte bereits seit den 1960er Jahren eine lange Spur sexueller Gewalttaten hinter sich, als er sie tötete.
Für die Übernahme einer Spedition ließ eine Bande 2003 eine ganze fünfköpfige Familie verschwinden, darunter zwei Babys, deren Leichen bis heute nicht gefunden wurden. William Horncy war einer der beiden Haupttäter und wurde zu lebenslanger Haft ohne jede Aussicht auf Entlassung verurteilt.
Ihre Hinrichtung war bereits angesetzt, als in letzter Minute eine Begnadigung sie vor dem Galgen rettete: Die 18 Jahre alte Kellnerin Elizabeth Jones wurde 1944 gemeinsam mit ihrem Komplizen wegen Mordes an einem Taxifahrer zum Tode verurteilt, ein Fall, der als Cleft-Chin-Mord in die britische Kriminalgeschichte einging.
Er gab sich als amerikanischer Fallschirmjäger-Offizier und Chicagoer Gangster aus, dabei war er ein schwedischer Deserteur der US-Armee: Innerhalb einer einzigen Woche im Herbst 1944 verwandelte sich eine Begegnung in einem Londoner Teeladen in eine Serie bewaffneter Überfälle, die mit dem Mord an einem Taxifahrer endete.
Eine zwölfjährige Pfadfinderin kehrt nach ihrem Gruppentreffen nicht mehr nach Hause zurück. Erst eine zufällige Bemerkung in einem Friseursalon in London bringt die Polizei auf die Spur des Mannes mit dem schwarzen Vauxhall: Arthur Albert Jones.
Ein 18 Jahre alter Küchenjunge wollte in einem Londoner Hotel nur ein paar Zimmer ausrauben. Als eine Hotelgästin aufwachte, erschlug er sie mit dem Hammer, den er für den Notfall mitgebracht hatte. Der Fall Henry Julius Jacoby wurde zum Symbol für Klassenjustiz im England der 1920er Jahre.
Am Neujahrsabend 1960 zog ein Mann in einer Kneipe in Sheffield einen Revolver und erschoss drei Gäste, weil er selbst hingerichtet werden wollte. Die britische Justiz erklärte Mohamed Ismail für unzurechnungsfähig, seine Geschichte endete Jahre später in Somalia in erneuter Gewalt.
Zwei Kinder verschwinden 1970 auf einem Spaziergang bei London und werden elf Wochen später tot im Epping Forest gefunden. Fast dreißig Jahre bleibt der Fall ungelöst, bis sich ein bereits wegen eines weiteren Kindermords inhaftierter Mann meldet: Ronald Jebson.
Er tötet einen Verkäufer, weil er ihn für einen „Helden“ hält, der es verdient habe. Drei Jahre später sticht er in der geschlossenen Psychiatrie einem der berüchtigtsten Serienmörder Großbritanniens mit einem Kugelschreiber in beide Augen.
Er kündigt einem Kameraden an, seine schwangere Frau zu erschießen, trägt eine scharfe Patrone bei sich und tut es wenig später auf offener Straße. William Cornelius Jones bestritt vor Gericht, dass der Schuss Absicht war, überzeugte die Jury aber nicht.
Ein Nachbar hört Stöhnen aus dem Hinterhof, findet einen blutenden Mann vor der Tür, dahinter fünf Leichen mit durchschnittener Kehle. An der Wand steht in Bleistift: „Revenge is sweet“. Der Fall William Jones erschütterte 1910 das englische Sunderland.
Am Neujahrsabend 1960 eröffnet ein Mann in einer Kneipe im englischen Sheffield während einer Silvesterfeier das Feuer und tötet drei Menschen. Sein Ziel: von einem Gericht zum Tode verurteilt zu werden, weil sein Glaube ihm den Suizid verbot.
Am 11. Mai 1812 erschießt ein verbitterter Kaufmann den britischen Premierminister Spencer Perceval in der Lobby des Unterhauses. Ein Porträt des einzigen britischen Regierungschefs, der je im Amt ermordet wurde.