Ein New Yorker Architekt tötete zwischen 1993 und 2010 mindestens acht Frauen auf Long Island. Am 17. Juni 2026 wurde Rex Heuermann für den als Gilgo-Beach-Mörder bekannten Fall zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt.
Neue DNA-Auswertungen verbinden Alan Wade Wilmer mit den 1986 ermordeten Cathleen Thomas und Rebecca Dowski. Zusammen mit vier zuvor zugeordneten Fällen bringen ihn Ermittler inzwischen mit mindestens sechs Tötungen in Virginia in Verbindung.
Auf dem Magazin der Mordwaffe wurde das DNA-Profil einer unbekannten Person gesichert. Die niederländische Justiz lehnt weitere internationale Abgleiche ab, weil sich daraus kein Hinweis auf einen Mittäter ergibt.
Die Colonial-Parkway-Morde in Virginia galten seit den 1980er Jahren als ungeklärt. Per genetischer Genealogie identifizierten Ermittler 2024 posthum einen Fischer aus der Region als Täter.
Ein Jahrzehnt lang blieb der Mord an drei Sexarbeiterinnen in Daytona Beach ungeklärt. Erst eine DNA-Analyse führte 2016 zur Identifizierung von Robert Hayes, der am 2. März 2022 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Fünf Morde bei Lüneburg blieben 1989 jahrelang ungeklärt, bis eine DNA-Spur 2016/17 den Verdacht auf Kurt-Werner Wichmann lenkte, der jedoch bereits vor einer Anklage Suizid begangen hatte. Die Netflix-Serie Dig Deeper griff den Fall 2021 wieder auf.
Die Claremont-Morde in Perth galten seit 1996 als einer der bekanntesten ungeklärten Kriminalfälle Australiens. Im September 2020 sprach ein Gericht Bradley Robert Edwards nach einem siebenmonatigen Prozess des Mordes an zwei der drei mutmaßlichen Opfer schuldig.
Forscher untersuchten DNA aus einem erhaltenen Blutfleck Jean-Paul Marats. Die Analyse spricht für eine schwere Pilzerkrankung der Haut, erlaubt aber keine sichere Diagnose.
Die Hwaseong-Morde galten in Südkorea seit den 1980er Jahren als das bekannteste ungeklärte Verbrechen des Landes und inspirierten den Kinofilm „Memories of Murder“. Im September 2019 identifizierte eine DNA-Analyse Lee Choon-jae als Täter, der bereits wegen eines anderen Mordes in Haft saß.
Der Golden State Killer galt in Kalifornien seit den 1970er Jahren als einer der meistgesuchten ungeklärten Serientäter der USA. Im April 2018 führte eine neuartige DNA-Analyse namens genetische Genealogie zur Festnahme des mutmaßlichen Täters.
Die 1976 in Georgia gefundenen sterblichen Überreste gehörten zu Ima Jean Sanders. Ermittler halten es für sehr wahrscheinlich, dass John Paul Knowles die 13-Jährige 1974 ermordete.
Zwischen 1986 und 1989 tötete Alan Wade Wilmer mindestens sechs Menschen entlang des Colonial Parkway in Virginia. Der Fischer aus der Region blieb zu Lebzeiten unentdeckt und wurde erst 2024, sieben Jahre nach seinem Tod, durch eine DNA-Analyse überführt.
DNA aus dem Fall Taraha Nicholson führte 2011 zur einzigen Mordverurteilung von Antwan Pittman. Neun weitere Todesfälle nahe Rocky Mount werden als Seven-Bridges-Serie untersucht, blieben ihm gegenüber aber ohne Anklage.
Bradley Robert Edwards ermordete 1996 und 1997 zwei junge Frauen, die zuvor im Ausgehviertel Claremont bei Perth verschwunden waren, eine dritte Verdächtige gilt als vermisst. Der als Claremont-Morde bekannte Fall blieb über zwei Jahrzehnte ungeklärt, bis DNA-Spuren 2016 zu seiner Festnahme führten.
Hans-Jürgen Schröder ermordete zwischen 1969 und 1984 fünf junge Frauen im Großraum Hamburg. Eine DNA-Reihenuntersuchung führte 2011 über seinen Bruder zu ihm.
Vier Jahrzehnte nach der ersten Tat führte ein DNA-Abgleich die Ermittler zu Joseph James DeAngelo. Der frühere Polizist bekannte sich 2020 zu 13 Morden und 13 Entführungen.
Lee Choon-jae vergewaltigte und tötete zwischen 1986 und 1994 in Südkorea mindestens 15 Menschen. Der als Hwaseong-Morde bekannte Fall inspirierte den Film „Memories of Murder“ und blieb 33 Jahre ungeklärt, bis eine DNA-Analyse 2019 zu seiner Überführung führte.
Eine alte Beschreibung eines grünen Pick-ups führte Ermittler 2022 zu Rex Heuermann. Vier Jahre später gestand der New Yorker Architekt sieben Morde und räumte eine achte Tötung ein.
Drei Morde blieben mehr als ein Jahrzehnt ungeklärt, obwohl Robert Tyrone Hayes bereits kurz nach der Serie überprüft worden war. DNA und Ballistik führten 2022 zu drei Mordschuldsprüchen; ein viertes Verfahren ist weiter anhängig.
Ein unschuldiger Mann saß 16 Jahre für einen Mord, den er nie begangen hatte. Erst eine DNA-Spur von einem Klebeband überführte 2006 den wahren Täter: Ronald Castree.
Mehr als ein Jahrzehnt trennte den ersten Mord von der DNA-Spur, die William Jennings Choyce überführte. Kaliforniens Oberstes Gericht bestätigte 2025 drei Mordschuldsprüche und die Todesurteile.
Ein Unschuldiger saß zwölf Jahre in Spanien im Gefängnis für eine Vergewaltigung, die in Wahrheit ein britischer Koch begangen hatte, der Jahre später eine 18-jährige Sängerin ermordete.
Als Lkw-Fahrer konnte er quer durch England fahren, ohne dass eine einzelne Polizeibehörde je alle seine Spuren zusammenführte. Der Fernsehsender strahlte eine Rekonstruktion des ersten Mordes aus, wenige Tage später tötete Alun Kyte erneut, fast als hätte ihn die Sendung erst dazu angestachelt.
Sieben Jahre lang blieb der Mord an einem zwölfjährigen Mädchen in London ohne Spur, bis ausgerechnet eine ganz andere Vergewaltigung den Täter über eine DNA-Datenbank verriet. Andrzej Kunowski hatte da in Polen bereits ein Vorleben mit mehr als zwei Dutzend Sexualstraftaten hinter sich, ohne dass es je jemand in England erfuhr.