Am 20. April 1999 erschossen zwei Schüler an der Columbine High School in Colorado 13 Menschen, bevor sie sich selbst töteten. Die Tat gilt als Blaupause für zahlreiche spätere Schul-Amokläufe in den USA.
Am 20. November 1997 erschießt ein 36-jähriger Automechaniker im Salzburger Ort Mauterndorf sechs Menschen, darunter seine dreijährige Tochter, bevor er sich selbst tötet. Der Fall löste eine bis heute nicht umgesetzte Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts aus.
Am 15. Juli 1997 wurde der italienische Modedesigner Gianni Versace vor seiner Villa in Miami Beach erschossen. Ein Porträt des Modeschöpfers und die anschließende Fahndung nach dem Täter Andrew Cunanan.
Im März 1997 tötet ein obdachloser Mann in Mailand innerhalb weniger Tage drei Menschen mit einem Hammer und stößt eine vierte Frau vor eine U-Bahn. Er glaubt, eine göttliche Stimme befehle ihm, die Seelen seiner Opfer zu retten.
Am 13. März 1996 erschoss Thomas Hamilton in der Turnhalle einer schottischen Grundschule 16 Kinder und deren Lehrerin, bevor er sich selbst tötete. Das Massaker führte zu einem weitreichenden Handfeuerwaffenverbot in Großbritannien.
Am 23. und 24. September 1995 erschießt ein 16-Jähriger im südfranzösischen Solliès-Pont zunächst seine Familie und danach im benachbarten Cuers wahllos Passanten, bevor er sich selbst tötet. 15 Menschen sterben.
Am 9. März 1994 erschießt ein 39-Jähriger im Amtsgericht Euskirchen sechs Menschen, darunter den Richter, der ihn kurz zuvor verurteilt hatte. Anschließend tötet er sich mit einer selbstgebauten Bombe.
Am 1. Oktober 1992 erschießt der frühere General Gert Bastian seine Lebensgefährtin, die Grünen-Mitbegründerin Petra Kelly, im Schlaf und tötet sich danach selbst. Ein Porträt der Symbolfigur der Friedensbewegung.
Am 4. März 1992 erschießt ein 37-Jähriger im Tessin innerhalb weniger Stunden sechs Menschen und verletzt sechs weitere. Die Strage di Rivera zählt zu den schwersten Gewalttaten der jüngeren Schweizer Geschichte.
Am 9. September 1990 erschießt ein 21-Jähriger im Wiener Bezirk Floridsdorf seine schlafenden Eltern und eröffnet anschließend das Feuer auf eine Nachbarschaftsfeier. Fünf Menschen sterben, der Fall wurde später zum Ausgangspunkt eines Dokumentarfilms von Michael Haneke.
Abdullah Shah wurde wegen fünf konkreter Morde angeklagt, weitere Tötungen wurden ihm im afghanischen Bürgerkrieg zugeschrieben. Sein Verfahren erfüllte nach Einschätzung von Menschenrechtlern keine rechtsstaatlichen Mindeststandards.
Ein ehemaliger Versicherungsmakler erschoss 1993 einen Konkurrenten, floh nach einer Freilassung wegen eines Verfahrensfehlers vor seinem Prozess und tötete 2001 auf der Flucht binnen eines Tages vier weitere Menschen, bevor er sich bei seiner Festnahme erschoss.
Alexander Spesivtsev tötete zwischen 1991 und 1996 in Nowokusnezk mindestens 19 Menschen. Bei drei Morden half ihm seine Mutter, weitere Taten blieben lange ungeklärt.
Erschoss 1995 als 16-Jähriger im Pariser Vorort Louveciennes sechs Mitglieder seiner Familie, wurde vom Jugendgericht zu acht Jahren Haft verurteilt und war nach fünf Jahren bereits wieder frei.
Zwölf Stunden brauchte das Gericht allein für die Verlesung des Urteils gegen Anatoli Onoprienko. Es sprach ihn wegen 52 Morden schuldig, darunter die Tötung von zehn Kindern.
Als Kind musste er zusehen, wie seine Mutter sich an Freier verkaufte, und wie einer von ihnen fast kastriert wurde. Andrea Matteucci, „der Mostro von Aosta“, tötete zwischen 1980 und 1995 vier Menschen, meist Prostituierte, aus einem nie überwundenen Hass auf seine Mutter.
Ein Vater glaubte sechs Jahre lang nicht an den Unfalltod seines Sohnes und ermittelte auf eigene Faust, bis er einer Gruppe junger Satanisten auf die Spur kam. Andrea Volpe, Mitglied der Sekte „Bestie di Satana“, gestand drei Morde und wurde zum Kronzeugen gegen seine früheren Komplizen.
Andrew Cunanan erschoss und erstach 1997 innerhalb von drei Monaten fünf Menschen in vier US-Bundesstaaten, darunter den Modedesigner Gianni Versace. Er nahm sich nach einer landesweiten Fahndung selbst das Leben, ein Motiv blieb ungeklärt.
Ángel Maturino Reséndiz, der „Eisenbahnmörder“, tötete zwischen 1986 und 1999 mindestens 15 Menschen entlang von Bahnstrecken in den USA, bevor er sich freiwillig stellte.
Antonio Mantovani wurde 1983 wegen Mordes verurteilt und tötete nach seiner Entlassung erneut. Für drei Tötungen erhielt er lange Haftstrafen; ein vierter Todesfall blieb ein Verdachtsfall.
Monatelang schliefen Frankfurts Obdachlose aus Angst nicht mehr allein. Arthur Gatter tötete 1990 sieben Männer, wurde gefasst und starb noch vor seinem Prozess durch Suizid.
Beate Schmidt, damals unter dem Namen Wolfgang Schmidt bekannt, tötete zwischen 1989 und 1991 als „Bestie von Beelitz“ sechs Menschen in Brandenburg, darunter einen Säugling.
Erst eine auffällige Serie von Zusammenbrüchen auf derselben Kinderstation entlarvte Beverly Allitt. Ein Gericht verurteilte sie wegen vier Morden und neun weiteren Angriffen.
Bradley Robert Edwards ermordete 1996 und 1997 zwei junge Frauen, die zuvor im Ausgehviertel Claremont bei Perth verschwunden waren, eine dritte Verdächtige gilt als vermisst. Der als Claremont-Morde bekannte Fall blieb über zwei Jahrzehnte ungeklärt, bis DNA-Spuren 2016 zu seiner Festnahme führten.
Bianka Weidemann beteiligte sich 1995 mit Thomas Lemke an der Entführung und Ermordung von Dagmar Kohlmann. Das Landgericht Essen verurteilte sie 1997 wegen Mordes zu sechs Jahren Haft.
Erst Warnungen aus einer Krankenhausapotheke brachten Charles Cullens 16-jährige Tatserie ans Licht. Der Krankenpfleger bekannte sich später zu 29 Patiententötungen.
Mitten im Auswahlverfahren der Jury bekannte sich Danny Rolling überraschend zu fünf Morden in Gainesville. Erst kurz vor seiner Hinrichtung gestand er auch die drei Tötungen von Shreveport.
Knapp neun Jahre lagen zwischen seinen beiden Morden, doch bei beiden Opfern lag abgeschnittenes Haar. Der Fund Elisa Claps' in einer Kirche brachte Danilo Restivo schließlich auch in Italien eine rechtskräftige Verurteilung ein.
Fasern, Lacksplitter und ein Überlebender verbanden Daniel Conahan Jr. mit den Hog-Trail-Morden. Verurteilt wurde er nur für Richard Montgomerys Tod, weitere Fälle bleiben behördliche Zuschreibungen.
Ein Mann aus Lille tötete zwischen 1985 und 1992 drei kleine Mädchen und verging sich an weiteren Kindern, ehe ihn 1999 ein entkommenes sechsjähriges Opfer und eine DNA-Spur zu Fall brachten.
Dennis Rader ermordete zwischen 1974 und 1991 mindestens zehn Menschen in Wichita, Kansas, und wurde erst 2005 gefasst, nachdem er jahrzehntelang unter dem Namen „BTK“ mit Polizei und Medien kommuniziert hatte.
Donald Leroy Evans wurde für die Morde an Beatrice Routh und Ira Jean Smith verurteilt; eine dritte Tötung wurde ihm nach einem Geständnis zugerechnet. Seine Behauptung von mehr als 70 Opfern blieb weitgehend unbelegt.
Egidius Schiffer, der „Würger von Aachen“, tötete zwischen 1983 und 1990 fünf junge Frauen im Dreieck zwischen Aachen, Heinsberg und Mönchengladbach und wurde erst 2007 durch einen Zufall überführt.
Toxikologen fanden in exhumierten Überresten genau jene Medikamente, mit denen Elfriede Blauensteiner ihre Opfer vergiftet hatte. Zwei Prozesse endeten 1997 und 2001 mit Schuldsprüchen wegen dreifachen Mordes.
Am 23. und 24. September 1995 erschoss der 16-Jährige in Solliès-Pont und Cuers in Südfrankreich zunächst seine Familie und dann wahllos Passanten, insgesamt 15 Tote, bevor er sich selbst tötete.
Erminio Criscione erschoss am 4. März 1992 im Tessin innerhalb weniger Stunden sechs Menschen und verletzte sechs weitere, bevor er sich zwei Tage nach der Tat in der Zelle erhängte. Die Strage di Rivera zählt zu den schwersten Gewalttaten der jüngeren Schweizer Geschichte.
Erwin Mikolajczyk erschoss 1994 im Amtsgericht Euskirchen sechs Menschen, darunter den Richter, der ihn kurz zuvor verurteilt hatte, und seine Ex-Freundin. Anschließend tötete er sich selbst mit einer selbstgebauten Bombe.
Eugen Berwald erdrosselte 1994 zusammen mit seiner Frau sechs Menschen in einem Frankfurter Edelbordell, den Betreiber, dessen Ehefrau und vier Prostituierte. Die Ermittler vermuteten zunächst die russische Mafia hinter der Tat.
Faryadi Sarwar Zardad kontrollierte in den 1990er Jahren als Warlord einen Straßenabschnitt zwischen Kabul und Jalalabad, an dem seine Miliz Reisende ausraubte, folterte und tötete. 2005 wurde er in einem beispiellosen Verfahren von einem britischen Gericht wegen Folter und Geiselnahme verurteilt.
Felix Zehetner erschoss am 9. September 1990 im Wiener Bezirk Floridsdorf seine schlafenden Eltern und eröffnete anschließend das Feuer auf eine Nachbarschaftsfeier. Fünf Menschen starben, mehrere wurden verletzt, bevor er sich bei Eintreffen der Polizei selbst das Leben nahm.
Francisco del Junco tötete 1995 und 1996 vier Frauen in Miami und steckte ihre Leichen in Brand. Eine frühere Überlebende erkannte ihn wieder und führte die Polizei zu seiner Festnahme.
Frank Gust legte die Leichen seiner vier Opfer bewusst an sichtbaren Orten ab. Ein Duisburger Gericht verurteilte den als „Rhein-Ruhr-Ripper“ bekannten Täter 2000 zu lebenslanger Haft.
Franz Fuchs verübte zwischen 1993 und 1997 als selbsternannte „Bajuwarische Befreiungsarmee“ eine rechtsextreme Brief- und Rohrbombenserie in Österreich. Bei einem Anschlag in Oberwart tötete er vier Roma, mehrere weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Eine innere Stimme befahl ihm, wie er später aussagte, kranke und einsame Menschen von ihrem Leid zu erlösen. Innerhalb weniger Tage erschlug Gaspare Zinnanti im Frühjahr 1997 drei Menschen in Mailand mit einem Hammer, bis eine seiner Passantinnen ihn wiedererkannte.
Gerald Patrick Lewis führte Ermittler 1998 zum Grab von Misty McGugin. Wegen drei Morden wurde er in Alabama und Georgia verurteilt; eine weitere Tötung gestand er, ohne dafür angeklagt zu werden.
Kurz nach der genehmigten Auslieferung wegen des Mordverdachts an Dana Franzke nahm sich Gerd Wenzinger 1997 das Leben. Ein deutsches Mordurteil gab es deshalb nie.
Der frühere Bundeswehrgeneral und Grünen-Politiker erschoss 1992 seine Lebensgefährtin, die Politikerin Petra Kelly, im Schlaf und richtete sich danach selbst.
Günter Hermann Ewen erschoss im Mai 1999 innerhalb weniger Stunden fünf Menschen in Dillingen an der Saar, Frankreich und Luxemburg, bevor er sich bei seiner Festnahme selbst tötete.
Drei Jahre lang lag Guy Georges' DNA bereits in Ermittlungsakten, bevor der Abgleich gelang. 2001 stand er wegen sieben Morden und der Vergewaltigung der Opfer vor Gericht.
13 mutmaßliche Opfer sind inzwischen unter den menschlichen Überresten von Fox Hollow Farm nachgewiesen. Herbert Baumeister bleibt zudem Hauptverdächtiger im ungeklärten Fall des sogenannten I-70 Strangler.
Horst David, der „Würger von Regensburg“, erwürgte zwischen 1975 und 1993 sieben Frauen. Erst 1994, fast zwanzig Jahre nach der ersten Tat, überführte ihn ein Fingerabdruck-Abgleich.
Ivan Milat entführte, folterte und tötete zwischen 1989 und 1992 sieben Rucksacktouristen im Belanglo State Forest bei Sydney, Australien. Er bestritt die Taten bis zu seinem Tod 2019.
Drei Ehefrauen starben, doch nur zwei Todesfälle führten zu Mordurteilen gegen Jack Wayne Reeves. Das Verschwinden von Emelita Villa brachte 1995 auch einen alten vermeintlichen Suizid neu ins Rollen.
Österreich feierte Jack Unterweger als Beweis gelungener Resozialisierung, während kurz nach seiner Entlassung erneut Frauen starben. Das Gericht sprach ihn 1994 in neun neuen Mordfällen schuldig, am folgenden Morgen fand man ihn tot.
Gab sich achtzehn Jahre lang als Arzt und WHO-Forscher aus und erschlug oder erschoss 1993 seine Frau, seine beiden Kinder und seine Eltern, um die Lüge nicht auffliegen zu lassen.
Jeffrey Dahmer ermordete zwischen 1978 und 1991 mindestens 16 Männer und Jugendliche in Milwaukee, Wisconsin. Ein Profil über Taten, Ermittlung und Verurteilung.
Johann Gautsch erschoss am 20. November 1997 im Salzburger Ort Mauterndorf sechs Menschen, darunter seine kleine Tochter, bevor er sich selbst tötete. Der Amoklauf löste eine bis heute nicht umgesetzte Debatte über eine Verschärfung des österreichischen Waffenrechts aus.
John Edward Robinson lockte unter dem Namen „Slavemaster“ Frauen über Kontaktanzeigen und BDSM-Chatrooms an und tötete mindestens acht von ihnen zwischen 1984 und 2000 in Kansas und Missouri.
Fünf fremde Pässe trug John Martin Scripps bei seiner Festnahme bei sich. In Singapur wurde er wegen eines Touristenmords verurteilt, die Polizei in Thailand ordnete ihm einen ähnlichen Doppelmord zu.
John Martin Crawford vergewaltigte und tötete zwischen 1981 und 1992 mindestens vier Frauen in Alberta und Saskatchewan, Kanada. Drei seiner Opfer waren indigene Frauen aus Saskatoon, deren sterbliche Überreste erst 1994 gefunden wurden.
Der slowakische Serienmörder Jozef Slovák tötete zwischen 1978 und 1991 fünf junge Frauen in der Slowakei und in Tschechien, oft nachdem er sich mit gefälschten Dienstausweisen als Ermittler ausgegeben hatte. Er sitzt bis heute in Haft.
Als Karla Homolka 1993 einen Deal mit der Staatsanwaltschaft schloss, waren die belastenden Videoaufnahmen noch nicht gefunden. Sie bekannte sich wegen der Tode von Leslie Mahaffy und Kristen French des Totschlags schuldig und erhielt zwölf Jahre Haft.
Kristen Gilbert, eine Krankenschwester in einem Veteranenkrankenhaus in Massachusetts, injizierte 1995 und 1996 mehreren Patienten tödliche Überdosen von Adrenalin. Sie wurde wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Lee Choon-jae vergewaltigte und tötete zwischen 1986 und 1994 in Südkorea mindestens 15 Menschen. Der als Hwaseong-Morde bekannte Fall inspirierte den Film „Memories of Murder“ und blieb 33 Jahre ungeklärt, bis eine DNA-Analyse 2019 zu seiner Überführung führte.
Bis zu 70 Morde gestand Leszek Pękalski, vor Gericht blieb davon nur Sylwia Rudniks Tod übrig. Die übrigen Zuschreibungen scheiterten an Beweisen und schweren Ermittlungsfehlern.
Zwischen 1992 und 1993 tötete ein unbekannter Täter im Großraum Lissabon drei Frauen und verstümmelte ihre Leichen. Ein 2011 bekannt gewordenes Geständnis führte nicht zu einer Anklage.
Ljudmila Spesivtseva half ihrem Sohn Alexander Spesivtsev in Nowokusnezk beim Anlocken von Opfern und beim Beseitigen menschlicher Überreste. Sie wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt.
Luis Alfredo Garavito missbrauchte und tötete zwischen 1992 und 1999 überwiegend arme Straßenjungen in Kolumbien. Ermittler bestätigten mindestens 138 Fälle, er selbst gestand zeitweise bis zu 140. Sein Fall gilt als einer der folgenschwersten der lateinamerikanischen Kriminalgeschichte.
Als belgische Ermittler 1996 zwei Mädchen lebend aus Marc Dutroux' Kellerverlies befreiten, waren vier weitere bereits tot. 2004 wurde er wegen dreier Morde sowie der Entführung, Gefangenschaft und Vergewaltigung von sechs Mädchen verurteilt.
Marcel Müthing half Thomas Lemke 1996 bei der Entführung von Patricia Wright und war an der Vergewaltigung und Ermordung der jungen Frau beteiligt. Er erhielt fünf Jahre Haft.
Sechs Giftmorde bewies das Kölner Gericht Marianne Nölle 1993. Höhere Verdachtszahlen blieben dagegen unbewiesen, ein Geständnis legte die Altenpflegerin nie ab.
Martin Bryant erschoss am 28. April 1996 in Port Arthur, Tasmanien, 35 Menschen. Es war das folgenreichste Massaker der australischen Geschichte und führte zu einer der striktesten Waffenreformen weltweit.
Martin Peyerl erschoss am 1. November 1999 als 16-Jähriger von den Fenstern der elterlichen Wohnung in Bad Reichenhall aus vier Menschen und sich selbst, einer der ersten dokumentierten Amokläufe in Deutschland.
Martin Ney tötete als „Maskenmann“ zwischen 1992 und 2001 drei Jungen in Norddeutschland und missbrauchte über 40 weitere Kinder. 2012 in Deutschland zu lebenslanger Haft verurteilt, wurde er im Juni 2026 in Frankreich wegen eines vierten Mordes erneut verurteilt, das Urteil ist wegen seiner Berufung noch nicht rechtskräftig.
1981 wegen vier Morden zu lebenslanger Haft verurteilt, arbeitete Maurizio Minghella später tagsüber als Schreiner in einem Sozialprojekt. Während der Halbfreiheit tötete er erneut, acht Morde sind durch rechtskräftige Urteile bestätigt.
Die Flucht eines 13-jährigen Mädchens beendete 2003 die Mordserie von Michel Fourniret. Drei Prozesse gegen seine Komplizin Monique Olivier bestätigten mindestens elf Todesopfer.
Mehr als 200 Gefängnisbriefe begründeten die Verbindung zwischen Monique Olivier und Michel Fourniret. Später lockte sie Opfer an und half, die gemeinsamen Verbrechen zu verbergen.
Moses Sithole lockte 1994 und 1995 unter dem Vorwand falscher Vorstellungsgespräche 37 Frauen und ein Kleinkind in abgelegene Felder in Gauteng und tötete sie dort.
Drei Leichen wurden erst gefunden, nachdem Nathaniel White die Polizei zu ihnen führte. 1993 verurteilte ihn eine Jury wegen sechs Morden im Hudson Valley.
Sechs Jahre lang ermittelte ein trauernder Vater in seiner Freizeit selbst gegen die Mörder seines Sohnes, während die Täter unbehelligt weitermachten. Nicola Sapone, Anführer der satanistischen Gruppe „Bestie di Satana“, gilt als Kopf hinter mindestens drei Morden in der Lombardei.
Ein französischer Räuber erschoss 1997 bei einem Geldtransporter-Überfall einen Wachmann und wurde später als „König der Ausbrecher“ bekannt, weil er selbst und andere Häftlinge mehrfach per Hubschrauber aus französischen Gefängnissen befreite.
Erst Karla Homolkas Aussage gab der kanadischen Justiz den entscheidenden Beleg gegen Paul Bernardo. 1995 wurde er wegen der Morde an Leslie Mahaffy und Kristen French verurteilt und als gefährlicher Straftäter unbefristet inhaftiert.
Peter Tobin vergewaltigte und ermordete zwischen 1991 und 2006 in England und Schottland mindestens drei junge Frauen und wurde jahrelang auch als möglicher „Bible John“ verdächtigt.
Als die Bahnpolizei Robert Silveria 1996 in einem kalifornischen Güterbahnhof festnahm, trug er Eigentum mehrerer Toter bei sich. Acht Tötungen gestand er oder wurden ihm gerichtlich nachgewiesen, ein weiterer Fall blieb Verdacht.
Acht Todesfälle in einem halben Jahr machten ein Luzerner Pflegeheim misstrauisch. Die Ermittlungen führten zu Roger Andermatt und schließlich zu 22 gerichtlich festgestellten Tötungen.
Sabine Hilschenz ließ zwischen 1988 und 1998 neun eigene Neugeborene sterben und vergrub ihre sterblichen Überreste im Garten ihrer Eltern in Brandenburg. Sie wurde 2006 wegen Totschlags in acht Fällen verurteilt.
Zwischen 1996 und 1997 tötete ein bis heute unbekannter Täter in der belgischen Stadt Mons mindestens fünf Menschen und zerstückelte ihre Leichen mit auffallender Präzision. Die Überreste wurden in Müllsäcken entlang von Straßen und Flüssen in Belgien und Nordfrankreich verstreut.
Der Fabrikarbeiter Satish vergewaltigte und tötete zwischen 1995 und 1998 im nordindischen Bahadurgarh mindestens zehn Mädchen im Alter zwischen fünf und neun Jahren. Bevor er gefasst wurde, verurteilte die Polizei unter öffentlichem Druck mehrfach unschuldige Männer.
Elf Jungen wurden Sergei Golowkin vor Gericht zugerechnet. Ein zeitgenössischer Prozessbericht zeigt, wie der Pferdezüchter 1994 wegen der zwischen 1986 und 1992 begangenen Taten zum Tode verurteilt wurde.
Ein arbeitsloser Schlosser erschoss 1999 im bretonischen Dorf Le Verger vier Nachbarn nach einem jahrelangen Nachbarschaftsstreit und nahm sich 2003 in der Haft das Leben.
Drei Tötungen in und um französische Fernzüge wurden Sid Ahmed Rezala 1999 durch Spuren und eigene Erklärungen zugerechnet. Vor einem Prozess starb er in portugiesischer Auslieferungshaft.
Eine DNA-Probe aus einem früheren Freispruch brachte die Ermittler auf Sipho Thwalas Spur. Das Gericht sprach ihn wegen 16 Morden und zehn Vergewaltigungen schuldig.
Terry Nichols half 1995 Timothy McVeigh, den Bombenanschlag von Oklahoma City vorzubereiten, bei dem 168 Menschen starben, und verbüßt dafür bis heute eine lebenslange Haftstrafe.
Thomas Hamilton erschoss am 13. März 1996 in der Turnhalle der Grundschule von Dunblane in Schottland 16 Kinder und deren Lehrerin, bevor er sich selbst tötete. Das Massaker führte zu einem weitreichenden Handfeuerwaffenverbot in Großbritannien.
Thomas Lemke tötete 1995 und 1996 aus rechtsextremer Gesinnung drei Menschen im Rheinland, darunter eine junge Frau, die er wegen eines Aufklebers für eine politische Gegnerin hielt. Er wurde 1997 zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt.
Thomas Rung tötete zwischen 1983 und 1995 in Berlin sieben Menschen, darunter seinen Stiefbruder. Ein Unschuldiger saß wegen seiner Tat sechs Jahre unschuldig in Haft.
Todd Alan Reed vergewaltigte und erwürgte 1999 in Portland, Oregon, drei obdachlose Frauen und entsorgte ihre Leichen im Forest Park, weshalb er als „Forest Park Killer“ bekannt wurde.
Timothy McVeigh verübte 1995 gemeinsam mit Terry Nichols den Bombenanschlag von Oklahoma City, bei dem 168 Menschen starben, und wurde dafür 2001 hingerichtet.
Eine schwer verletzte Zehnjährige beschrieb der Polizei den Mann, der ihre Freundin getötet hatte. Zwei Tage später nahmen Ermittler Tommy Lynn Sells fest.
Eine fehlende Gummitülle an einem Audi und ein Fingerabdruck auf Klebeband überführten Uwe Wischniewski nach dem Doppelmord von 1991. Siebzehn Jahre nach einer weiteren Tat identifizierte das LKA Brandenburg zudem eine winzige DNA-Spur.
Mit vierzehn Jahren erstach er eine 89-jährige Hausangestellte bei einem Einbruch, die Ermittler hielten die Tat für das Werk eines Obdachlosen und schlossen den Fall. Erst fünfzehn Jahre und zwei weitere Morde später holte die Vergangenheit Valentino Pesenti ein.
Wadim Jerschow vergewaltigte und tötete zwischen 1992 und 1995 mindestens 19 Menschen im Raum Krasnojarsk, Russland. Er wurde 1998 zum Tode verurteilt, das Urteil wegen des russischen Hinrichtungsmoratoriums jedoch in lebenslange Haft umgewandelt.
Drei Bomben in 13 Tagen sollten Großbritannien in einen Rassenkrieg stürzen: David Copeland wählte seine Ziele gezielt nach Hautfarbe, Herkunft und sexueller Orientierung aus und tötete am Ende drei Menschen in einem Pub in Soho, den er allein wegen dessen homosexueller Stammgäste ausgesucht hatte.
Ein arbeitsloser DJ kauft an einer Tankstelle Benzin, kündigt dem verdutzten Tankwart an, „ein Haus zu erledigen“, und gießt es Minuten später durch den Briefschlitz eines Reihenhauses in Chingford. Sieben Menschen, darunter Zwillingsschwestern von drei Jahren, starben 1999 durch Richard Fieldings Brandanschlag auf die Familie seines ehemaligen Schulfreunds.
Fünf Wochen kannten sie sich, dann brachte er sie aus Langeweile um, wie er später Psychiatern erzählte. Was danach mit Teilen ihrer Leiche geschah, prahlte er gegenüber rund zwei Dutzend Bekannten, bis einer davon die Polizei alarmierte.
Als seine Frau ihn verlässt und bei ihrer Schwester Zuflucht sucht, fährt ein Mann nachts mit dem Fahrrad zu deren Haus in Southampton. Er hat keine Waffe dabei, nur einen Kanister Benzin, und will sich nicht an der Schwester rächen, sondern an ihren schlafenden Kindern.
Eine Woche lang lagen drei Leichen unentdeckt in einer Wohnung in Slough, bevor der Verwesungsgeruch auffiel. Der wohnsitzlose Alan Hobbs hatte sie in einem Amphetaminrausch mit Meißel, Messern und einer Axt getötet.
Fast zwei Jahrzehnte lang glaubte man in einer nordirischen Kleinstadt an einen tragischen Doppelselbstmord, bis der Zahnarzt selbst vor seiner Kirchengemeinde gestand: Er hatte seine Frau und den Ehemann seiner Geliebten mit Autoabgasen getötet und die Tat wie einen gemeinsamen Suizid aussehen lassen.
Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen amerikanischen Milliardär und Filmproduzenten: Dieser Howard Hughes war ein vielfach vorbestrafter Mann aus Wales, der 1995 die siebenjährige Sophie Hook aus dem Gartenzelt ihrer Großeltern entführte, missbrauchte und ermordete, obwohl die Polizei ihn längst als Gefahr für Kinder kannte.
Als Lkw-Fahrer konnte er quer durch England fahren, ohne dass eine einzelne Polizeibehörde je alle seine Spuren zusammenführte. Der Fernsehsender strahlte eine Rekonstruktion des ersten Mordes aus, wenige Tage später tötete Alun Kyte erneut, fast als hätte ihn die Sendung erst dazu angestachelt.