Ein Mithäftling behauptete, George Alfred Burns habe eine ältere Frau in Liverpool zu Tode geprügelt. Beweise dafür gab es kaum, doch das Gericht glaubte den Belastungszeugen und schickte ihn an den Galgen, ein Fall, der Jahrzehnte später als mögliches Fehlurteil gilt.
Brian Donald Hume erstach 1949 in London den Autohändler Stanley Setty und zerstückelte die Leiche, wurde dafür aber nur als Komplize verurteilt. Nach seiner Entlassung erschoss er 1959 in Zürich bei einem Raubüberfall den Taxifahrer Arthur Maag und verbrachte den Rest seines Lebens in britischer psychiatrischer Verwahrung.
Eine Stunde lang saß Brian Edward Burdett neben seiner sterbenden Frau, bevor er Hilfe holte. Er hatte ihr Zyanid in den Tee gegeben, das er von seinem Arbeitsplatz gestohlen hatte, und wollte den Tod als Suizid ausgeben.
Caril Ann Fugate war als 14-Jährige an der Mordserie ihres Freundes Charles Starkweather in Nebraska und Wyoming beteiligt. Sie wurde 1976 nach 18 Jahren Haft entlassen und lebt bis heute.
Eine übrig gebliebene Praline entlarvte die Mordserie von Christa Lehmann mit dem Pflanzenschutzmittel E605. Exhumierungen bestätigten zwei frühere Vergiftungen, 1954 erhielt sie drei lebenslange Freiheitsstrafen.
Charles Starkweather tötete zwischen Dezember 1957 und Januar 1958 gemeinsam mit seiner 14 Jahre alten Freundin Caril Ann Fugate elf Menschen in Nebraska und Wyoming. Er wurde 1959 hingerichtet.
„Let him have it, Chris“, soll er gerufen haben, als sein 16-jähriger Komplize die Pistole zog. Ob er damit zum Schießen oder zum Aufgeben aufforderte, entschied 1953 über Leben und Tod: Derek Bentley wurde für einen Mord gehängt, den ein anderer beging, und 45 Jahre später posthum freigesprochen.
Eine Quittung für Frostschutzmittel führte Ermittler 1957 zu Ed Geins Farm und zu Bernice Wordens Leiche. Neben diesem Mord gestand er die Tötung Mary Hogans und jahrelange Grabschändungen.
Franz Lorbach war der Freund und Komplize von Werner Boost bei dessen Überfällen auf Liebespaare im Raum Düsseldorf zwischen 1953 und 1956 und wurde 1959 wegen Beihilfe zum Mord verurteilt.
Der britische Armeeunteroffizier Frederick Emmett-Dunne erschlug 1953 in einer Kaserne in Duisburg seinen Vorgesetzten und täuschte dessen Suizid vor, um die Witwe heiraten zu können. Er wurde 1965 aus der Haft entlassen.
Erst der vierte plötzliche Tod brachte Fritz Rudloffs Arsenmorde ans Licht: Eine Witwe verlangte 1954 eine Obduktion. Der Krankenpfleger hatte vier Patienten vergiftet, um den Chefarzt des Waltershäuser Krankenhauses zu treffen.
1954 wegen des Dreifachmords an der britischen Familie Drummond zum Tode verurteilt, ein bis heute international diskutierter Fall, dessen Beweislage viele für nicht ausreichend hielten.
Harvey Glatman lockte 1957 und 1958 junge Frauen in Los Angeles mit falschen Modelaufträgen und Kontaktanzeigen an, um sie zu vergewaltigen und zu erwürgen. 1959 wurde er in San Quentin in der Gaskammer hingerichtet.
Heinrich Pommerenke vergewaltigte und ermordete 1959 in Baden-Württemberg mehrere Frauen und Mädchen und war bis zu seinem Tod 2008 Deutschlands am längsten inhaftierter Gefangener.
Eine gefälschte Nachricht aus Bayern führte Ermittler zu Hubert Pilčík. Zwei Morde wurden belegt, mindestens drei weitere verschwundene Flüchtlinge blieben Verdachtsfälle.
Ein junger Mann aus wohlhabendem Elternhaus erschoss 1954 bei einem missglückten Raubüberfall in Paris einen Polizisten und wandelte sich in der Todeszelle zu einem tiefgläubigen Christen, dessen Seligsprechungsprozess bis heute läuft.
Joachim Kroll vergewaltigte, tötete und aß teilweise Teile seiner Opfer zwischen 1955 und 1976 in Duisburg und im Ruhrgebiet. Wegen dieser Taten wurde er als „Ruhrkannibale“ bekannt, gerichtlich bestätigt wurden acht Morde.
Als drei Leichen hinter einer tapezierten Küchenwand auftauchten, war John Christie bereits verschwunden. Die Entdeckung von 1953 legte acht Tötungen und einen der folgenreichsten britischen Justizirrtümer offen.
Blutige Geldscheine, eine Jacke und sein Reisepass lagen im selben Zimmer: So endete John James Alcotts Flucht nach dem Raubmord am Bahnhof Ash Vale. Eine frühere Tötung in Deutschland hatte noch nicht zu einer dauerhaften Haft geführt.
Józef Cyppek, der „Schlächter von Niebuszewo“, wurde 1952 im polnischen Szczecin wegen eines Mordes hingerichtet. Der Volksmund macht ihn seit Jahrzehnten für dutzende weitere Tote verantwortlich, bewiesen ist das bis heute nicht.
Léone Bouvier erschoss 1953 in Nantes ihren Freund Émile Clenet, nachdem dieser die Beziehung beendet hatte. Der als Mordkuss bekannt gewordene Fall wurde in Frankreich zum Sinnbild der Debatte um Verbrechen aus Leidenschaft.
Schlafmittelpackungen aus dem Verfahren gegen Max Gufler liegen heute in einem österreichischen Kriminalmuseum. 1961 wurde er wegen vier Morden und zwei Mordversuchen zu lebenslangem Kerker verurteilt.
Patrick Byrne enthauptete zwei Tage vor Weihnachten 1959 eine junge Frau in einem Birmingham Wohnheim und hinterließ eine Notiz, die die Tat als etwas beschrieb, das er selbst nie für möglich gehalten hätte. Ein Gutachten rettete ihn vor dem Galgen, sein weiteres Schicksal nach der Haft liegt bis heute im Dunkeln.
Pierre Jaccoud, ein angesehener Genfer Anwalt und Politiker, wurde 1960 wegen des Mordes an Charles Zumbach zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Fall gilt bis heute als einer der umstrittensten Justizirrtümer der Schweizer Rechtsgeschichte.
Stanisław Modzelewski, genannt „Vampir von Gałkówek“, erwürgte zwischen 1952 und 1967 sieben Frauen in der Gegend um Łódź und wurde 1969 in Warschau hingerichtet.
Zwei fünfjährige Freundinnen hörten Klaviermusik aus einem Nachbarhaus und gingen neugierig hinein. Zwei Tage später fand die Polizei ihre Leichen im Schlafzimmer des 71-jährigen Tom Lionel Burns, der danach als unzurechnungsfähig für dauerhaft verwahrt erklärt wurde.
Der tschechoslowakische Serienmörder tötete zwischen 1951 und 1956 sieben Frauen und Mädchen aus sexuellen und nekrophilen Motiven und löste die erste Sonderkommission der Kriminalgeschichte des Landes aus.
Als „Liebespaarmörder“ stand Werner Boost wegen mehrerer Überfälle vor Gericht, doch nur der Mord an Bernd Servé hielt der Beweisprüfung stand. Von zwei Doppelmorden wurde er 1959 freigesprochen.
Sechs Morde, zwei Mordversuche und ein Todesurteil: Hinter Władysław Mazurkiewicz' makellosem Auftreten verbarg sich eine Serie aus Gift, Schüssen und Raub.
Er drückte ab und tötete einen Polizisten, saß danach nur zehn Jahre und lebte anschließend jahrzehntelang unbehelligt als Klempner: Sein Komplize wurde für genau diesen Schuss gehängt, weil Christopher Craig selbst als 16-Jähriger zu jung für die Todesstrafe war.
Im Pub sangen sie gemeinsam Duette und riefen sich Kosenamen zu, Jahre später stand einer der beiden am Galgen des anderen: James Corbitt erwürgte 1950 seine Geliebte aus Eifersucht und wurde ausgerechnet von seinem Kneipenfreund, dem Henker Albert Pierrepoint, hingerichtet.
Eine Vierjährige verschwindet spurlos aus ihrem Zuhause im Süden Londons, tagelang sucht die Polizei vergeblich. Derrick Edwardson lockte 1957 im Londoner Stadtteil Upper Norwood ein kleines Mädchen mit Süßigkeiten in seine Wohnung, missbrauchte und tötete es und versteckte die Leiche im eigenen Kohlenkeller.
Ein Nachbar hört einen Schrei aus dem Haus des scheinbar perfekten Ehepaars, Tage später steht der Ehemann bei der Polizei und meldet seine Frau als vermisst. Ernest Elmes erschlug 1953 im Londoner Stadtteil Tottenham seine Ehefrau und verbrannte die zerstückelte Leiche im Kesselhaus seiner Arbeitsstelle.
Ein Cricketspieler aus gutem Hause erschlug 1952 seine Eltern mit einem Bleirohr, weil sie ihm das Auto verweigerten. Sein Prozess zeigte schonungslos die Grenzen des damaligen englischen Schuldfähigkeitsrechts auf und trug zur späteren Reform des Mordparagrafen bei.
Ein Picknick im New Forest endete 1956 mit zwei Toten: Albert Goozee tötete seine Vermieterin und deren 14-jährige Tochter, nachdem seine Affäre mit der Mutter aufgeflogen war.
Er kannte das Haus, die Routine und die Räume genau, denn er hatte dort als Chauffeur gearbeitet. Leslie Green erschlug 1952 seine frühere Arbeitgeberin für Schmuck im Wert von 3.000 Pfund.
Ein von 9 auf 909 Pfund gefälschter Scheck brachte Scotland Yard auf seine Spur: Fadenfallen an frischen Gräbern überführten den walisischen Landwirt, der seine eigene Tante und seinen Onkel erschlagen und auf dem gemeinsamen Hof verscharrt hatte.
Ein Maler lädt ein elfjähriges Mädchen mit gebrochenem Arm in sein Atelier ein, angeblich um ihr beim Malen Gesellschaft zu leisten. Wenig später ist die Leiche der jungen Margaret Spevick auf der Flucht nach Spanien schon fast vergessen, bis ein Fingerabdruck alles ändert.
Ein aus dem Gefängnis geschmuggeltes, gefälschtes Geständnis wandte sich am Ende gegen ihn selbst: Francis Joseph Huchet wurde 1959 als letzter Mensch auf den Kanalinseln gehängt, verurteilt für den Raubmord an einem Landarbeiter in den Dünen von Jersey.
Seine eigene Hinrichtung dauerte nur sieben Sekunden, schneller als jede andere in der britischen Geschichte: James Inglis erwürgte eine Frau wegen eines Streits ums Geld und ging danach fast im Laufschritt zum Galgen.
Maria Rohrbach saß vier Jahre wegen Mordes an ihrem Mann in Haft, verurteilt aufgrund fehlerhafter chemischer Gutachten. Erst ein Wiederaufnahmeverfahren 1961 deckte die Fehler auf, der wirkliche Täter wurde nie gefunden. Der Fall gilt als einer der bekanntesten Justizirrtümer der bundesdeutschen Geschichte.
Binnen drei Tagen tötete ein eleganter Frauenheld aus bestem Hause 1958 in Madrid vier Menschen wegen eines verkauften Rings. Der Fall José María Jarabo hielt ganz Spanien in Atem und endete am Galgen der Garrote.
Zwischen Dezember 1957 und Januar 1958 tötete Charles Starkweather gemeinsam mit seiner 14-jährigen Freundin Caril Ann Fugate elf Menschen. Der Fall löste landesweite Panik aus und prägte das amerikanische Bild des jugendlichen Serientäters.