Adolf Seefeld
Zwölf tote Jungen, keine eindeutige Todesursache und mehr als 150 Zeugen: Das Schweriner Schwurgericht verurteilte Adolf Seefeld 1936 in einem Indizienprozess.
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Zwölf tote Jungen, keine eindeutige Todesursache und mehr als 150 Zeugen: Das Schweriner Schwurgericht verurteilte Adolf Seefeld 1936 in einem Indizienprozess.
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Catherine Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
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Zwei Koffer voller menschlicher Überreste, gefunden an zwei verschiedenen Bahnhöfen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: So kam 1932 in Italien ein Serienmörder auf die Spur, der Frauen über Heiratsannoncen anlockte. Cesare Serviatti wurde als „Landru vom Tiber“ berühmt und berüchtigt.
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Zwölf enthauptete Tote, die meisten ohne Namen, stellten Cleveland zwischen 1935 und 1938 vor ein Rätsel. Trotz einer Großrazzia unter Eliot Ness blieb der Täter unbekannt.
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Erschlug und erstach 1933 gemeinsam mit ihrer Schwester Léa in Le Mans die Ehefrau und Tochter ihres Arbeitgebers nach einem Streit über einen Stromausfall, was landesweit als Symbol für Klassengegensätze diskutiert wurde.
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Die Hinrichtung von Eugen Weidmann lockte 1939 Tausende vor das Gefängnis von Versailles und veränderte Frankreichs Vollstreckungspraxis. Zuvor hatte das Gericht ihn für sechs Morde im Jahr 1937 zum Tode verurteilt.
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Georges-Alexandre Sarret verband in Südfrankreich Versicherungsbetrug mit drei Tötungen. Die Prozessakten dokumentieren Schüsse, Gift und Säure; 1933 wurde er zum Tode verurteilt.
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Ein verarmter Erbe aus wohlhabendem Hause erschlug und erschoss 1930 in seinem Pariser Juwelierladen einen Geschäftsinhaber, um dessen Schmuck zu rauben, und wurde dafür 1931 als erster französischer Aristokrat seit der Revolution guillotiniert.
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Ein aus der Verwahrung geflohener Straftäter erschießt 1939 auf der Flucht innerhalb von neun Tagen drei Männer in der Schweiz und wird als letzter Mensch von einem zivilen Schweizer Gericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.
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Als Ermittler Joe Ball befragen wollten, erschoss er sich in seiner Bar. Erst danach führten die Aussagen seines Handlangers zu zwei verscharrten Frauen.
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Johann Nelböck erschoss 1936 seinen ehemaligen Doktorvater, den Philosophen Moritz Schlick, auf der Feststiege der Universität Wien. Der Fall wurde von der nationalsozialistischen Presse propagandistisch instrumentalisiert und trug zur Zerschlagung des Wiener Kreises bei.
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Tötete 1933 gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Christine in Le Mans die Ehefrau und Tochter ihres Arbeitgebers, wurde als völlig von der Schwester abhängig eingestuft und nach zehn Jahren Haft unter neuem Namen freigelassen.
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Als die Polizei Marie Becker 1936 festnahm, trug sie ein Fläschchen Digitalis bei sich. 1938 wurde sie in Lüttich wegen elf Morden und fünf Mordversuchen zum Tode verurteilt.
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Vier Todesfälle im engsten Umfeld führten Martha Marek 1938 vor das Wiener Schwurgericht. Das Gericht verurteilte sie wegen der Vergiftung ihres Mannes, ihrer Tochter, einer Verwandten und einer Untermieterin zum Tode.
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Fünf Schüsse und ein Würgemal am Hals: Als Ermittler die Leiche der 21 Jahre alten Edith Constance Drew-Bear auf einem Golfplatz bei Brighton fanden, deutete zunächst alles auf eine brutale Hinrichtung hin. Verantwortlich war ihr eigener Freund.
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Philomène Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
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Rita Gorgonowa wurde 1932 im aufsehenerregendsten Kriminalprozess des polnischen Zwischenkriegspolens wegen des Mordes an ihrer Stieftochter Lusia Zaremba zum Tode verurteilt, ihre Schuld blieb bis heute umstritten.
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Roger Million war Komplize von Eugen Weidmann und wurde 1939 in Frankreich in zwei Mordfällen schuldig gesprochen. Sein Todesurteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt.
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Sylvester Matuska sprengte 1931 das Eisenbahnviadukt von Biatorbágy bei Budapest in die Luft und tötete dabei 22 Menschen, offenbar allein aus Lust am Zusehen der Katastrophe.
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Ein zurückgelassener Bowler-Hut verriet Kopfform und Haarfarbe des Täters, und führte die Polizei zu William Thomas Butler, der den Juwelier Ernest Percival Key an Heiligabend 1938 wegen einer Schuld von 15 Pfund über dreißigmal niederstach.
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Zweifacher kanadischer Mittelgewichtsmeister, gefeiert für seinen aggressiven Boxstil und seine miserable Deckung, in 102 Kämpfen unzählige Male am Kopf getroffen. 1935 erschoss der „punch drunk“ gewordene Boxer Del Fontaine seine junge Geliebte aus Eifersucht und wurde dafür in London gehängt.
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Ein brennender Schuppen, ein Abschiedsbrief und eine Leiche mit den Zähnen eines viel jüngeren Mannes: 1933 hielt London den Tod von Samuel James Furnace für Suizid, bis ein Gerichtsmediziner erkannte, dass der vermeintlich Tote in Wahrheit ein Mörder auf der Flucht war.
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Er erschlug eine Frau in ihren Siebzigern mit einem Reifenheber und einer Planke, erwürgte anschließend auch noch ihren Hund und wurde wenig später erwischt, wie er ihren Schmuck im Pfandhaus verkaufte.
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Ein Anruf bei der Feuerwehr, ein angeblicher Suizid im Gasofen und eine Autopsie, die alles widerlegte: 1934 endete der Fall des Elektroingenieurs Reginald Ivor Hinks am Galgen in Bristol.
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Ein Einbrecher, der sich am Tatort erst noch rasierte, ein Fingerabdruck auf einer Milchflasche und die allererste Verbrecherfahndung im britischen Rundfunk: Der Fall Stanley Eric Hobday veränderte 1933 die Polizeiarbeit in Großbritannien.
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Ein 21-jähriger Landarbeiter wurde 1938 innerhalb weniger Wochen verurteilt und gehängt, obwohl mehrere Zeugen ihn zur Tatzeit an einem anderen Ort gesehen hatten. Jahrzehnte später gestand ausgerechnet sein eigener Vater auf dem Sterbebett die Tat.
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Am 22. Juni 1936 erschießt ein ehemaliger Student den Philosophen Moritz Schlick auf der Feststiege der Universität Wien. Ein Porträt des Begründers des Wiener Kreises, dessen Tod von der NS-Propaganda instrumentalisiert wurde.
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