Adolf Seefeld
Zwölf tote Jungen, keine eindeutige Todesursache und mehr als 150 Zeugen: Das Schweriner Schwurgericht verurteilte Adolf Seefeld 1936 in einem Indizienprozess.
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Zwölf tote Jungen, keine eindeutige Todesursache und mehr als 150 Zeugen: Das Schweriner Schwurgericht verurteilte Adolf Seefeld 1936 in einem Indizienprozess.
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Drei Jahre lang erzählte Albert Edward Burrows jedem, der fragte, seine Lebensgefährtin und ihre beiden Kinder seien einfach verschwunden. Er hatte sie in einen stillgelegten Schacht auf dem Symmondley Moor geworfen, und erst der Mord an einem weiteren Kind führte die Polizei zu den Leichen.
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Ein anonymer Brief führte Ermittler sechs Jahre nach Grace Budds Verschwinden zu Albert Fish. Für diesen Mord wurde er verurteilt, zwei weitere Kindertötungen gelten durch seine Geständnisse als zugeordnet.
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Drei Morde standen vor Gericht, doch ein Urteil gab es nie: Carl Großmann nahm sich während des Prozesses das Leben. Wie viele Frauen tatsächlich in seiner Berliner Wohnung starben, blieb ungeklärt.
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Carl Panzram behauptete in einem Gefängnismanuskript, 21 Menschen getötet zu haben. Nur ein Teil seiner Angaben ließ sich belegen; hingerichtet wurde er 1930 für den Mord an einem Gefängnisbediensteten.
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Catherine Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
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Zwei Koffer voller menschlicher Überreste, gefunden an zwei verschiedenen Bahnhöfen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: So kam 1932 in Italien ein Serienmörder auf die Spur, der Frauen über Heiratsannoncen anlockte. Cesare Serviatti wurde als „Landru vom Tiber“ berühmt und berüchtigt.
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Eine Zimmeranzeige genügte Earle Nelson oft als Zugang zu seinen Opfern. Zeitgenössische Fahnder verbanden ihn mit 22 Tötungen, verurteilt und hingerichtet wurde er für den Mord an Emily Patterson in Winnipeg.
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Ein Versicherungsvertreter kauft zwei Unzen Arsen, unterschreibt dafür sogar die vorgeschriebene Giftliste, und vergiftet damit seine 14 Jahre ältere Ehefrau. Edward Ernest Black brauchte für die Tat kaum ein Alibi, denn er hatte sich selbst als Käufer des Gifts registrieren lassen.
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Ein Polizist wollte nur ein gestohlenes Auto überprüfen, dann erschoss ihn Frederick Guy Browne aus nächster Nähe. Am Ende überführte ihn ausgerechnet ein Mikroskop, mit dem Ballistik-Experten eine winzige Kratzspur auf einer Patronenhülse seiner Waffe zuordneten.
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Frederick Bywaters erstach 1922 in einer Londoner Vorstadt den Ehemann seiner Geliebten. Verurteilt wurde er zusammen mit ihr, obwohl sie an der Tat selbst gar nicht beteiligt war, ein Fall, der bis heute als eines der fragwürdigsten Todesurteile Großbritanniens gilt.
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24 Mordschuldsprüche, 21 gestandene Tötungen und drei nicht bewiesene Anklagepunkte: Die erhaltene Ersatzüberlieferung zeigt, wie das Gericht den Fall Fritz Haarmann 1924 einordnete.
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Fritz Angerstein erschlug und erstach 1924 in Haiger acht Menschen aus seinem nächsten Umfeld, darunter seine Ehefrau, um eine aufgeflogene Unterschlagung zu vertuschen. Der Fall galt als einer der aufsehenerregendsten der Weimarer Republik.
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Georges-Alexandre Sarret verband in Südfrankreich Versicherungsbetrug mit drei Tötungen. Die Prozessakten dokumentieren Schüsse, Gift und Säure; 1933 wurde er zum Tode verurteilt.
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Ein bretonischer Sägewerksbesitzer wurde 1924 wegen Mordes an einem Geschäftspartner zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt, obwohl die Leiche nie gefunden wurde. Der Fall gilt bis heute als einer der umstrittensten Justizfälle Frankreichs.
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Hans Grans lebte und handelte mit Fritz Haarmann und wurde 1926 wegen Beihilfe zu einem Mord zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Er starb 1975 in Hannover.
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Ein angesehener Rechtsanwalt in einer walisischen Kleinstadt lädt seinen einzigen Geschäftsrivalen zum Tee mit selbstgebackenem Gebäck ein, der Mann überlebt nur knapp. Die Spur führt zu einem Giftmord, der Herbert Rowse Armstrong 1922 zum bis heute einzigen britischen Anwalt machte, der wegen Mordes gehängt wurde.
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Ein 18-Jähriger tötete 1928 gemeinsam mit einem minderjährigen Komplizen fünf Menschen auf einem Bauernhof bei Valensole und wurde dafür als einer der jüngsten Verurteilten der französischen Rechtsgeschichte hingerichtet.
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Kurt Erich Tetzner täuschte 1929 seinen eigenen Unfalltod vor, um eine hohe Versicherungssumme zu kassieren, und tötete dafür einen bis heute unidentifizierten Anhalter. 1931 wurde er in Regensburg hingerichtet.
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Marie-Louise Bessarabo erschoss 1920 in Paris ihren Ehemann, verstaute die Leiche in einem Überseekoffer und verschickte ihn per Bahn nach Nancy. Der in Frankreich als Mord im Koffer bekannt gewordene Fall der Schriftstellerin und Salonnière endete mit zwanzig Jahren Zwangsarbeit.
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Martin Lečian wartete bereits auf eine mögliche Begnadigung, als er aus seiner Zelle ausbrach und einen Gefängniswärter tötete. Wenige Tage später wurde er gehängt.
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Der individualistische Anarchist beteiligte sich 1921 als Späher an einem bewaffneten Überfall auf den Schnellzug Paris–Marseille, bei dem ein Fahrgast starb, und wurde dafür 1922 in Paris hingerichtet.
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Zwischen 1911 und 1929 vergifteten in dem ungarischen Dorf Nagyrév und umliegenden Gemeinden Dutzende Frauen mit Hilfe der Hebamme Zsuzsanna Fazekas ihre Ehemänner und andere Angehörige mit Arsen. Der Fall gilt als einer der größten Giftmordfälle der europäischen Kriminalgeschichte.
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Ein einarmiger Bauunternehmer aus Itzehoe erschoss 1921 auf Schloss Kleppelsdorf in Schlesien seine Stiefnichte und seine Stieftochter, ein bis heute in Teilen ungeklärter Fall.
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Ein fehlgeleiteter Brief an eine Überlebende brachte die Polizei 1930 auf Peter Kürtens Spur. Neun Morde und zahlreiche Angriffe hatten Düsseldorf zuvor monatelang in Angst versetzt.
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Philomène Schmidt wurde 1933 im französischen Sarret-Prozess wegen ihrer Beteiligung an einem Komplex aus Versicherungsbetrug und drei Tötungen zu zehn Jahren Haft verurteilt.
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Am 2. Dezember 1920 soll die Aussage einer Ehefrau in Spandau eine Mordserie mit elf Toten offengelegt haben. Unabhängige Akten oder zeitgenössische Berichte ließen sich zu dem nur als Schultz bezeichneten Droschkenkutscher jedoch nicht finden.
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Der Völkermord-Überlebende Soghomon Tehlirian erschoss 1921 in Berlin den früheren osmanischen Großwesir Talaat Pascha, einen der Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern. Ein Berliner Gericht sprach ihn frei.
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Sofja Komarowa unterstützte ihren Ehemann Vasili Komaroff bei dessen Mordserie an Moskauer Pferdehändlern. Ein Gericht verurteilte beide zum Tode, 1923 wurden sie erschossen.
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Eine Kontrolle wegen illegalen Alkoholhandels führte 1923 zu einem Leichenfund im Stall von Vasili Komaroff. Er gestand 33 Tötungen von Pferdehändlern.
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Ein Liebhaber steht früh am Morgen vor einem Polizisten in Wandsworth und sagt einen einzigen Satz: Er habe gerade sein Mädchen getötet. William Charles Benson wurde für den Mord an seiner Geliebten Charlotte Harbour 1928 gehängt, als eine der letzten Hinrichtungen einer klassischen englischen Dreiecksgeschichte.
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Zwei Gleisarbeiter, seit Jahren befreundet, trafen sich freitags immer zum Dominospielen. 1924 erschlug Hubert Ernest Dalton seinen langjährigen Kollegen wegen dessen Lohntüte mit einem Hammer und schnitt ihm anschließend die Kehle durch.
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Ein Bankangestellter wird mit einem Schuhmachermesser niedergestochen, bevor er noch selbst sterbend ein Beweisstück aus dem Fenster wirft. Norman Elliott ermordete 1928 im englischen Ferryhill einen Bankangestellten bei einem Raubüberfall und wurde in Durham gehängt.
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Ohne erkennbaren Anlass schnitt ein Schlosser aus Birmingham 1925 seiner Lebensgefährtin die Kehle durch, wusch danach in aller Ruhe das Messer ab und stieg wenig später in eine Straßenbahn, um einem Polizisten spontan zu gestehen. John Fisher wurde 1926 dafür gehängt, einer der letzten Fälle vor der Modernisierung des britischen Strafvollzugs.
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Ein notorischer Hochstapler versicherte 1929 das Leben seiner Mutter, erwürgte sie im Hotelzimmer und zündete den Raum an, um den Mord als Unfall zu tarnen. Ein winziger Bluterguss am Kehlkopf, den nur ein Gerichtsmediziner fand, brachte ihn an den Galgen.
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Ein Schuss hinter dem Bankschalter von Bordon Camp, ein Bankangestellter tot, und ein Soldat, der sich seine Hochzeit erkaufen wollte: der Fall Abraham Goldenberg von 1924.
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Ein handgeschriebenes Geständnis auf Anraten der eigenen Ehefrau besiegelte sein Schicksal: William Henry Kennedy belastete sich und seinen Komplizen selbst, nachdem beide einen Polizisten erschossen hatten, der nur das Kennzeichen ihres gestohlenen Wagens notieren wollte.
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