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07. August 2026
Update

Twin Falls: Polizei rekonstruiert den Angriff und nennt die Opfer

Blick von der Perrine Bridge in den Snake River Canyon bei Twin Falls, in dessen Nähe die Polizei den Täter fand
Famartin, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Sechs Tage nach den tödlichen Schüssen am In-N-Out-Restaurant in Twin Falls veröffentlichte die Polizei eine Rekonstruktion aus Überwachungs- und Einsatzvideos. Sie klärt mehrere Punkte, die in der ersten Meldung vom 1. August 2026 noch offen waren: Der Täter war der 24-jährige Chad Williams, er handelte nach bisherigem Ermittlungsstand allein und erschoss sich während der Verfolgung selbst. Ein Motiv hatten die Ermittler am 7. August weiterhin nicht gefunden.

Vier Angriffe auf das Ausgabefenster

Die Videoauswertung zeigt, dass der Täter viermal an das Ausgabefenster des Drive-through-Bereichs herantrat und in das Restaurant schoss. Insgesamt trafen Schüsse zehn Menschen. Die Tat erstreckte sich vom Restaurant über den Außenbereich und eine angrenzende Straße bis zum Parkplatz des Besucherzentrums.

Der Täter verließ den Bereich des Restaurants und gelangte auf einen nahe gelegenen Fußweg. Dort sprach ihn ein unbewaffneter Mann mit erhobenen Händen an. Nach Einschätzung von Polizeichef Matthew Hicks verschaffte dieser Einsatz anderen Menschen Zeit zur Flucht. Als Polizisten den Täter auf dem Weg einholten, erschoss er sich. Seine Leiche wurde in der Nähe des Canyons gefunden.

Die drei Todesopfer

Die Polizei identifizierte die Getöteten als Ashley Garibay, Dale Schultz und Christopher Claunch.

Die 23-jährige Ashley Garibay lebte in Stockton im Bundesstaat Kalifornien und gehörte zu einem Team, das neue Mitarbeiter an frisch eröffneten Standorten einarbeitete. Familienangehörige beschrieben sie als lebensfrohe und zielstrebige junge Frau. Sie wollte später selbst ein Restaurant leiten.

Dale Schultz war 66 Jahre alt und kam aus Salt Lake City. Christopher Claunch, 59 Jahre alt, lebte in Hagerman in Idaho. Freunde berichteten, dass Christopher Claunch nach einer eigenen Entziehungstherapie in einer Hilfseinrichtung arbeitete und andere Menschen beim Weg aus der Abhängigkeit unterstützte.

Mehrere Menschen griffen ein

Die neuen Polizeiauskünfte präzisieren auch, wie Beschäftigte, Besucher und ehemalige oder aktive Polizisten reagierten. Der frühere Polizeibeamte A. J. James lief auf die Schüsse zu und wurde dabei verletzt. Ein Polizist, der sich außer Dienst im Restaurant befand, erwiderte das Feuer durch das Ausgabefenster und wies den Beschäftigten einen Fluchtweg.

Auch ein bewaffneter Passant schoss auf den Täter und lenkte ihn vom Restaurant ab. Später stellte sich ihm auf dem Fußweg ein unbewaffneter Mann entgegen. Andere Menschen versorgten Verletzte oder halfen ihnen bei der Flucht. Die Polizei würdigte diese Eingriffe ausdrücklich, weil sie den Täter verlangsamten und vermutlich weitere Opfer verhinderten.

Das Motiv bleibt offen

Die Ermittler gehen davon aus, dass Chad Williams allein handelte. Seine Familie kooperierte mit der Polizei. Eine zunächst überprüfte Suche in öffentlich zugänglichen Gerichtsunterlagen aus Idaho und Arizona ergab keine passenden Strafverfahren. Warum der 24-Jährige das erst wenige Tage zuvor eröffnete Restaurant angriff, blieb auch nach der Videorekonstruktion ungeklärt.

Damit ist der Tatablauf deutlich genauer bekannt als unmittelbar nach dem Angriff. Die wichtigste offene Frage bleibt jedoch bestehen: Bislang gibt es keine öffentlich bestätigte Erklärung für das Motiv.

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