78-Jähriger in Dortmund-Wambel getötet: 41-Jähriger stellt sich der Polizei
In einem Wohnhaus am Ahornweg im Dortmunder Stadtteil Wambel ist am 21. Juli 2026 ein 78-jähriger Mann tot aufgefunden worden. Weil die Ermittler eindeutige Anzeichen für eine Fremdeinwirkung feststellten, übernahm eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund den Fall. Noch am selben Nachmittag erschien ein 41-jähriger Dortmunder bei der Polizei und räumte die Tat ein. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest.
Leiche am Dienstagmittag entdeckt
Die Polizei fand den 78-Jährigen gegen 11.50 Uhr in seinem Wohnhaus. Kriminaltechniker sicherten dort über mehrere Stunden Spuren. Die Leiche sollte rechtsmedizinisch untersucht werden, um die genaue Todesursache und den Ablauf der Tat zu klären.
Zu einem möglichen Motiv, zur Tatwaffe und zum Zeitpunkt des Todes machten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft wollte am folgenden Bürotag entscheiden, ob sie einen Haftbefehl gegen den 41-Jährigen beantragt.
Bericht über familiäre Beziehung
Die Behörden nannten in ihrer ersten gemeinsamen Mitteilung keine Beziehung zwischen dem Tatverdächtigen und dem Opfer. Nach Informationen der BILD-Zeitung handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Sohn des Getöteten. Demnach war der 78-Jährige ein in Dortmund bekannter Kinderarzt, der seit dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 2019 allein in dem Haus lebte.
Der Mediziner soll sich unter anderem in der Elternarbeit für krebskranke Kinder engagiert haben. Eine Nachbarin beschrieb ihn gegenüber der Zeitung als hilfsbereiten und beliebten Menschen. Diese persönlichen Angaben und das familiäre Verhältnis waren bis zum Abend des 21. Juli noch nicht von den Ermittlungsbehörden bestätigt worden.
Die weiteren Ermittlungen führt eine Mordkommission unter Leitung der Staatsanwaltschaft Dortmund.
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