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30. August 2026

Schüsse beim Aarauer Rave: 22-Jährige getötet, fünf Verletzte

Blick über die Pferderennbahn Schachen in Aarau mit weißen Streckengeländern und bewaldeten Jurahöhen im Hintergrund, Aufnahme aus dem Jahr 2011
Voyager, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

In der Nacht zum Sonntag, dem 30. August 2026, sind auf dem Gelände der Pferderennbahn im Aarauer Quartier Schachen mehrere Schüsse gefallen. Beim „Aarauer Rave”, einer Techno-Veranstaltung mit rund 3.500 Besuchern, starb eine 22-jährige Frau noch am Tatort. Fünf weitere Menschen im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden zum Teil schwer verletzt. Die Kantonspolizei Aargau fahndet nach unbekannter Täterschaft. Zu Motiv und Tatwaffe machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Schüsse in eine größere Personengruppe

Nach den ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei fielen die Schüsse am frühen Sonntagmorgen gegen 2:30 Uhr in der Nähe der Pferderennbahn. Eine Polizeisprecherin sprach von „mehreren Schussabgaben bei einer größeren Personengruppe”. Auf Videoaufnahmen, die der Schweizer Zeitung „Blick” vorliegen, sind mehrere laute Knallgeräusche zu hören.

Augenzeugen berichteten, sie hätten die Schüsse zunächst für ein Feuerwerk gehalten. Anschließend seien zahlreiche Besucher in eine nahegelegene Halle geflüchtet. Ein Zeuge sprach von „Schusssalven”. Der Rave hatte am Samstagnachmittag begonnen und sollte bis in die frühen Morgenstunden dauern.

Ein Todesopfer und fünf Verletzte

Bei der Getöteten handelt es sich nach Angaben der Kantonspolizei Aargau um eine 22-jährige Frau, die noch am Tatort ihren Verletzungen erlag. Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden in Krankenhäuser gebracht, ein Teil von ihnen schwer verletzt.

Zur Herkunft der Opfer lagen zunächst unterschiedliche Angaben vor. Nach Meldung der Nachrichtenagentur SDA sollen das Todesopfer und zwei der Verletzten italienische Staatsangehörige sein. Über die genaue Schwere der Verletzungen sowie die Umstände der Tat konnte die Polizei am Morgen keine weiteren Aussagen machen.

Großeinsatz und grenzüberschreitende Fahndung

Die Kantonspolizei Aargau riegelte das gesamte Gebiet rund um die Pferderennbahn ab und sperrte zahlreiche Straßen. Auch ein benachbartes Schwimmbad blieb geschlossen. Neben der Polizei waren die Feuerwehr, ein Helikopter der Armee sowie eine kantonale Spezialeinheit im Einsatz. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Gebiet des Aarauer Schachen zu meiden.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Freiburg beteiligte sich auf deutscher Seite die Polizei an den Fahndungsmaßnahmen. Die Ermittler gingen davon aus, dass sich die Täterschaft nicht mehr im Raum Aarau aufhält. Die Polizei bat Personen, die Videos oder Fotos des Vorfalls aufgenommen haben, dieses Material den Ermittlern zur Verfügung zu stellen.

Offene Fragen zu Täter und Motiv

Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, war zunächst unklar. Auch zum Motiv, zum Verhältnis zwischen den Opfern und der Täterschaft sowie zum Auslöser der Schüsse machten die Behörden keine Angaben. Eine Täterbeschreibung wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Der auftretende DJ meldete sich nach der Tat in den sozialen Medien zu Wort und bezeichnete das Geschehen als „absolut herzzerreißend”. Techno und Raves sollten „ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein”. Er kündigte an, sich für eine Zeit zurückzuziehen.