Daytona Beach Killer: Robert Hayes nach 16 Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt
Am 2. März 2022 verurteilte ein Gericht in Florida Robert Tyrone Hayes zu drei aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. Der als „Daytona Beach Killer” bekannt gewordene Fall hatte über ein Jahrzehnt als ungeklärt gegolten, bis eine DNA-Analyse den Ermittlern 2016 den entscheidenden Hinweis lieferte.
Ein Jahrzehnt ohne Verdächtigen
Zwischen Dezember 2005 und Februar 2006 wurden in Daytona Beach drei Sexarbeiterinnen erschossen aufgefunden: Laquetta Mae Gunther, Julie Green und Iwana Patton. Trotz gesicherter DNA-Spuren blieb der Fall ohne Verdächtigen, da keine Übereinstimmung in den polizeilichen Datenbanken gefunden wurde.
Der DNA-Durchbruch
Erst im Dezember 2016 stellten Ermittler fest, dass die Tatort-DNA mit Spuren vom Mord an der 2016 getöteten Rachel Bey übereinstimmte, eine Verbindung, die zuvor niemand gezogen hatte. Über den Abgleich mit öffentlich zugänglichen Ahnenforschungsdatenbanken identifizierten sie anschließend Robert Hayes als Verdächtigen. Ein ausführliches Profil zu Robert Hayes, den einzelnen Taten und der Ermittlung ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Robert Hayes.
Festnahme und Prozess
Er wurde am 15. September 2019 festgenommen, mehr als drei Jahre nach dem DNA-Treffer. Am 22. Februar 2022 befand ihn eine Jury nach einem dreiwöchigen Prozess des dreifachen Mordes ersten Grades für schuldig, eine Woche später verhängte das Gericht die Höchststrafe. Ein gesondertes Verfahren wegen des Mordes an Rachel Bey, deren Fall die entscheidende DNA-Spur geliefert hatte, steht weiterhin aus.
Einordnung
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl amerikanischer Cold Cases ein, die erst durch verbesserte DNA-Analyseverfahren und den Abgleich mit zivilen Ahnenforschungsdatenbanken Jahrzehnte nach der Tat gelöst werden konnten, ähnlich wie beim bekannteren Golden State Killer.