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21. November 2023
Update

Rivera-Massaker: Täter war 37, Debatte prägte das Waffenrecht

Das Bundeshaus der Schweiz in Bern
Robbie Conceptuel, via Wikimedia Commons, verkleinert · CC0

Neue Schweizer Rückblicke korrigieren eine zentrale Angabe zum Rivera-Massaker von 1992: Erminio Criscione war während der Tat 37 Jahre alt, nicht 27. Mehrere voneinander unabhängige Berichte nennen übereinstimmend dieses Alter.

Falsches Alter korrigiert

Der Fehler stand bislang in der Beschreibung des Ausgangsartikels. Ein ausführlicher Rückblick des italienischsprachigen Schweizer Rundfunks RSI nennt Erminio Criscione ausdrücklich als 37-Jährigen. Auch ein zeitgenössischer Bericht von 1992 führte dieses Alter unter Berufung auf die örtliche Polizei an.

Die Beschreibung des ursprünglichen Artikels wurde entsprechend berichtigt. An Opferzahl, Tatablauf und der späteren Festnahme ändert die Korrektur nichts.

Eine längere Entwicklung des Waffenrechts

Nach dem Massaker sprachen sich laut einem späteren Tessiner Rückblick 77 Prozent der Schweizer Bevölkerung für strengere Waffengesetze aus. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Waffenrecht mehrfach verändert.

2019 nahm die Schweiz mit 63,7 Prozent der Stimmen die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie an. Die Reform begrenzte unter anderem den Zugang zu bestimmten halbautomatischen Waffen, verschärfte Kennzeichnungspflichten und regelte den Datenaustausch im Schengen-Raum.

Diese Abstimmung war keine direkte Einzelreaktion auf die Tat von 1992. Schweizer Medien ordnen das Rivera-Massaker jedoch als frühen Auslöser einer langen öffentlichen Debatte ein, die den Umgang mit privaten Schusswaffen dauerhaft veränderte.

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