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17. Juni 2026

Gilgo-Beach-Morde: Rex Heuermann nach über drei Jahrzehnten zu lebenslanger Haft verurteilt

Naturschutzgebiet Massapequa Preserve auf Long Island, nahe Rex Heuermanns Wohnort Massapequa Park
Harvey Barrison, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Am 17. Juni 2026 verurteilte ein Gericht in Suffolk County, New York, den 62-jährigen Architekten Rex Heuermann zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. Damit endet einer der aufsehenerregendsten amerikanischen Cold Cases der letzten Jahrzehnte: der sogenannte Gilgo-Beach-Fall, der über ein Jahrzehnt lang als unlösbar galt.

Ein Jahrzehnt ohne Verdächtigen

Zwischen 1993 und 2010 tötete er mindestens acht Frauen, überwiegend Sexarbeiterinnen, die er über Kleinanzeigenportale kontaktierte, und vergrub ihre Leichen in Dünengebieten entlang des Ocean Parkway auf Long Island. Vier der Leichen wurden bereits 2010 bei der Suche nach einer vermissten Frau in dichter Folge entdeckt, was den Fall damals landesweit bekannt machte, ohne dass die Ermittlungen zu einem Verdächtigen führten.

Die Festnahme

Erst eine DNA-Analyse an einem Haar auf einer der sichergestellten Verpackungen sowie der Abgleich mit Handydaten führten die Ermittler im Juli 2023 zu ihm, einem unauffälligen Familienvater, der nur wenige Kilometer von mehreren Tatorten entfernt lebte. Rex Heuermann wurde am 13. Juli 2023 festgenommen. Ein ausführliches Profil zu ihm, den einzelnen Taten und der Ermittlung ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Rex Heuermann.

Geständnis und Urteil

In den Jahren nach der Festnahme kamen mehrere weitere Anklagepunkte hinzu. Am 8. April 2026 bekannte er sich in allen sieben angeklagten Mordfällen schuldig und räumte zusätzlich einen achten, bis dahin nicht angeklagten Mord ein. Am 17. Juni 2026 verhängte das Gericht die höchstmögliche Strafe.

Einordnung

Der Fall gilt als eines der prominentesten Beispiele dafür, wie moderne DNA-Analyseverfahren jahrzehntealte Cold Cases doch noch aufklären können, ähnlich wie zuvor bereits beim Golden State Killer. Angehörige der Opfer und Ermittler kritisierten zugleich, dass frühere Ermittlungsansätze über Jahre nicht konsequent verfolgt worden waren, obwohl er bereits vor seiner Festnahme mehrfach am Rande der Ermittlungen aufgetaucht war.