Moshammer-Mord: Herisch Ali Abdullah in den Irak abgeschoben
18 Jahre nach dem Mord an Rudolph Moshammer ist der verurteilte Täter Herisch Ali Abdullah am 26. Januar 2023 aus Deutschland in den Irak abgeschoben worden.
Mindestverbüßungsdauer erreicht
Das Landgericht München I hatte Herisch Ali Abdullah 2005 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt und eine Mindestverbüßungsdauer von 18 Jahren festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeit sah die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Abschiebung vom weiteren Vollzug der deutschen Strafe ab.
Der Verurteilte wurde aus der Justizvollzugsanstalt Straubing zum Flughafen Frankfurt gebracht und nach Bagdad geflogen. Die irakischen Behörden nahmen ihn nach Medienberichten nicht erneut in Haft.
Lebenslanges Einreiseverbot
Mit der Abschiebung erhielt Herisch Ali Abdullah ein lebenslanges Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland. Eine Rückkehr wäre damit grundsätzlich ausgeschlossen.
Die Maßnahme änderte nichts an der rechtskräftigen Verurteilung. Sie beendete den Strafvollzug in Deutschland nach der gerichtlich bestimmten Mindestdauer und verlagerte den weiteren Aufenthalt des Verurteilten in sein Herkunftsland.
Rückblick So begann der Fall Mord an Rudolph Moshammer: Münchens Modezar stirbt in seiner Villa Erste Meldung lesen