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Mord an Sharon Tate: Aufsteigender Filmstar wird zum bekanntesten Opfer der Manson Family

Sharon Tate, Porträtaufnahme aus dem Film Valley of the Dolls, 1967
20th Century Fox, via Wikimedia Commons · Public Domain (PD-US-no-notice)
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In der Nacht zum 9. August 1969 wurde die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate in ihrem Haus in Los Angeles von Mitgliedern der sogenannten Manson Family ermordet. Der Fall zählt bis heute zu den bekanntesten Verbrechen der amerikanischen Kriminalgeschichte, nicht zuletzt weil das Opfer bereits vor der Tat ein aufstrebender Hollywoodstar war.

Vom Schönheitswettbewerb nach Hollywood

Sharon Tate wurde am 24. Januar 1943 in Dallas, Texas, als Tochter eines Offiziers geboren und wuchs durch dessen Versetzungen an wechselnden Orten auf, unter anderem in Italien. Bereits als Teenagerin nahm sie an Schönheitswettbewerben teil, bevor sie Anfang der 1960er Jahre nach Kalifornien zog, um als Schauspielerin Fuß zu fassen. Nach kleineren Fernsehrollen gelang ihr 1967 mit einer Hauptrolle im Filmdrama „Der Denver-Clan des Grauens” (Originaltitel „Valley of the Dolls”) der internationale Durchbruch, für den sie eine Golden-Globe-Nominierung erhielt. Im selben Jahr spielte sie an der Seite des Regisseurs Roman Polanski in dessen Horrorkomödie „Tanz der Vampire”, die beiden verliebten sich am Set und heirateten 1968 in London.

Die Tat

Im Sommer 1969 war sie im achten Monat schwanger und wohnte während Polanskis Arbeit in Europa mit Freunden in ihrem gemieteten Haus am Cielo Drive in Los Angeles. In der Nacht zum 9. August 1969 drangen mehrere junge Anhänger des selbsternannten Gurus Charles Manson auf dessen Anweisung in das Haus ein und töteten sie sowie vier weitere anwesende Personen. Am folgenden Abend wurden in einem zweiten, ähnlich brutalen Angriff auch der Geschäftsmann Leno LaBianca und seine Frau Rosemary in ihrem Haus getötet.

Ein ausführliches Profil zum Täter Charles Manson, seiner sogenannten Familie und dem späteren Prozess ist im Täter-Verzeichnis zu finden: Charles Manson.

Nachwirkungen

Der Mord an ihr machte Charles Manson und seine Anhänger weltberühmt und gilt vielen Historikern als symbolisches Ende der optimistischen Hippie-Ära der späten 1960er Jahre in den USA. Ihr Sohn Paxton Quinn, dessen Geburt durch die Tat verhindert wurde, ist auf ihrem Grabstein mit vermerkt. Ihre Schwester Debra Tate setzt sich bis heute öffentlich für die Rechte von Verbrechensopfern ein und gegen eine vorzeitige Entlassung der noch lebenden Verurteilten.

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