Dresden: Park vor Landgericht nach Marwa El-Sherbini benannt
Fast 13 Jahre nach dem Mord an Marwa El-Sherbini hat Dresden eine Grünanlage unmittelbar vor dem Landgericht nach ihr benannt. An diesem Ort war die damals 31-Jährige am 1. Juli 2009 während einer Berufungsverhandlung von Alex Wiens aus antimuslimischem und rassistischem Hass getötet worden.
Einweihung vor dem Gerichtsgebäude
Der Marwa-El-Sherbini-Park an der Lothringer Straße wurde am 14. März 2022 offiziell eingeweiht. An der Zeremonie nahmen Vertreter der Stadt, der Justiz und zivilgesellschaftlicher Organisationen teil.
Die Benennung macht das Gedenken dauerhaft im Stadtbild sichtbar. Der Park liegt zwischen dem Landgericht und dem Amtsgericht Dresden, also in unmittelbarer Nähe des Tatorts.
Erinnerung an rassistische Gewalt
Dresden erinnert bereits mit mehreren Initiativen an El-Sherbini. Der Park ergänzt diese Formen des Gedenkens um einen öffentlich zugänglichen Ort gegen antimuslimischen Rassismus und für Zivilcourage.
Die offizielle Benennung setzt zugleich ein Zeichen dafür, dass die Tat nicht als isolierter Gerichtsvorfall, sondern als rassistisch motivierter Mord erinnert wird.
Rückblick So begann der Fall Mord an Marwa El-Sherbini: Tödliche Messerattacke im Dresdner Gerichtssaal Erste Meldung lesen