Lörrach: Ermittler gehen von teilweiser Planung der Tat aus
Fünf Tage nach dem Amoklauf von Lörrach legten Polizei und Staatsanwaltschaft einen vorläufigen Schlussbericht vor. Die Ermittler gingen darin davon aus, dass die Tat von Sabine Radmacher zumindest in Teilen länger vorbereitet worden war.
Große Mengen Brandbeschleuniger
In der als Kanzlei genutzten Wohnung der Täterin fanden Kriminaltechniker etwa 50 Liter Nitroverdünnung, zehn bis 20 Liter Benzin und mehrere Liter Spiritus. Vor dem Verlassen der Wohnung hatte sie brennbare Flüssigkeit verteilt und entzündet.
Die Menge und Lagerung der Stoffe werteten die Ermittler als Hinweis auf Vorbereitung. Daraus ließ sich jedoch kein vollständig gesicherter Zeitplan für alle späteren Taten ableiten.
Frühere Bewerbung beim Krankenhaus
Außerdem wurde ein Schreiben gefunden, aus dem eine erfolglose Bewerbung der Täterin beim später angegriffenen St.-Elisabethen-Krankenhaus aus dem Jahr 2006 hervorging. Zwei Jahre zuvor hatte sie dort eine Fehlgeburt erlitten.
Die Befunde ergänzen die Motivlage, belegen aber keinen einzelnen Auslöser. Der Bericht verwies auf persönliche, berufliche und familiäre Belastungen, ohne die Tat auf eine eindeutige Ursache zu reduzieren.
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