DNA identifiziert 13-jähriges mutmaßliches Opfer von John Paul Knowles
Mehr als 35 Jahre lang trugen sterbliche Überreste aus einem Waldstück in Georgia keinen Namen. Ein DNA-Abgleich identifizierte sie 2011 als die 13-jährige Ima Jean Sanders. Ermittler sehen zugleich eine belastbare Verbindung zur Mordserie von John Paul Knowles.
Seit August 1974 vermisst
Ima Jean Sanders verschwand am 1. August 1974 aus Warner Robins. Im April 1976 wurden die Überreste eines jungen Mädchens nahe einer Landstraße im benachbarten Peach County gefunden. Eine Identifizierung war mit den damaligen Methoden nicht möglich.
2011 wurden DNA-Proben der Mutter und einer Schwester in die US-amerikanische Vermisstendatenbank CODIS aufgenommen. Der Vergleich führte zu den bislang unbekannten Überresten. Im November bestätigte eine weitere Untersuchung die Identität.
Ermittler halten Täterschaft für sehr wahrscheinlich
Die Behörden prüften anschließend eine mögliche Verbindung zu John Paul Knowles. Eine Zusammenfassung seiner später verlorenen Geständnisbänder beschrieb die Tötung einer angeblich 13 oder 14 Jahre alten Anhalterin in einem Waldgebiet westlich von Macon. Auch das darin erwähnte Fehlen des Unterkiefers stimmte mit dem Leichenfund überein.
Das Georgia Bureau of Investigation erklärte deshalb, die Ermittler seien hinreichend überzeugt, dass John Paul Knowles die Jugendliche im August 1974 ermordete. Zu einem Gerichtsverfahren konnte es nicht mehr kommen, weil John Paul Knowles bereits im Dezember 1974 erschossen worden war. Die Zuordnung bleibt damit eine behördlich begründete, aber nicht gerichtlich festgestellte Täterschaft.
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