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18. September 2019

Hwaseong-Morde: Nach 33 Jahren identifiziert eine DNA-Analyse den Täter

Jugendfoto von Lee Choon-jae aus einem 2019 veröffentlichten Video über den Fall
14F 일사에프 (YouTube), via Wikimedia Commons · CC BY 3.0
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33 Jahre lang galten die Hwaseong-Morde als das bekannteste ungeklärte Verbrechen Südkoreas und inspirierten 2003 den preisgekrönten Kinofilm „Memories of Murder” von Regisseur Bong Joon-ho. Am 18. September 2019 gab die südkoreanische Polizei bekannt, den Täter über eine DNA-Analyse identifiziert zu haben: Lee Choon-jae, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1994 wegen eines anderen Mordes in Haft saß.

Der Fall

Zwischen 1986 und 1991 waren in und um die Stadt Hwaseong südwestlich von Seoul zehn Frauen und Mädchen erwürgt aufgefunden worden, gefesselt und meist mit ihrer eigenen Kleidung stranguliert. Die Polizei befragte über die Jahre mehr als 21.000 Verdächtige und verglich über 40.000 Fingerabdrücke, ohne dass sich eine Spur ergab. Der Fall blieb ein nationales Trauma und ein Symbol für die Grenzen der damaligen Ermittlungsmethoden.

Die DNA-Analyse

Im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung alten Spurenmaterials von der Unterwäsche eines Opfers glich die Polizei DNA-Spuren erneut ab und fand eine Übereinstimmung mit dem seit 1994 wegen des Mordes an seiner Schwägerin inhaftierten Lee Choon-jae. Weitere Tests verknüpften ihn daraufhin mit vier zusätzlichen, bis dahin nicht zugeordneten Morden.

Das Geständnis

Lee Choon-jae bestritt seine Beteiligung zunächst, gestand jedoch am 2. Oktober 2019 insgesamt 14 Morde und mehr als 30 Sexualdelikte. Eine strafrechtliche Verfolgung der zusätzlichen Taten war wegen der inzwischen abgelaufenen Verjährungsfrist nicht mehr möglich. Ein ausführliches Profil zu seinem Werdegang, den einzelnen Taten und den Nachwirkungen des Falls ist unter Lee Choon-jae im Täter-Verzeichnis zu finden.

Folgen für die südkoreanische Rechtsprechung

Der Fall trug 2015, noch vor der eigentlichen Aufklärung, bereits dazu bei, dass Südkorea die Verjährungsfrist für Mord vollständig abschaffte. Nach seinem Geständnis 2019 rückte „Memories of Murder” erneut ins internationale Rampenlicht, da der Film die Ermittlungen noch Jahre vor ihrer tatsächlichen Aufklärung fiktionalisiert hatte.

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