Hwaseong-Morde: Entschädigung nach Folter und Fehlurteilen
Die Identifizierung Lee Choon-jaes als Täter der Hwaseong-Morde hat nicht nur die Verbrechen aufgeklärt. Ein ausführliches Profil ist unter Lee Choon-jae zu finden. Die Aufklärung legte außerdem offen, wie mehrere Menschen durch rechtswidrige Ermittlungen belastet oder zu Unrecht verurteilt wurden.
Freispruch nach 20 Jahren Haft
Yoon Seong-yeo war für eine der Taten verurteilt worden und verbrachte rund 20 Jahre im Gefängnis. Im Dezember 2020 wurde er in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. 2022 erhielten er und seine Familie insgesamt 2,17 Milliarden Won staatliche Entschädigung.
Im Oktober 2025 sprach ein Gericht auch den bereits verstorbenen Yoon Dong-il nachträglich frei. Seine Familie führt seit 2026 einen Staatshaftungsprozess.
Entschädigung für Kinder eines früheren Verdächtigen
Hong Seong-rok war 1987 ohne Haftbefehl festgehalten, misshandelt und durch Schlafentzug zu falschen Geständnissen gezwungen worden. Er wurde zwar nicht verurteilt, blieb aber öffentlich als Verdächtiger stigmatisiert und starb 2002.
Am 15. Mai 2026 sprach das Bezirksgericht Seoul seinen beiden Kindern zusammen rund 77 Millionen Won Schadenersatz zu. Das Gericht erkannte damit einen Teil der staatlichen Verantwortung an. Die Familie kündigte wegen der aus ihrer Sicht zu niedrigen Summe Rechtsmittel an.
Rückblick So begann der Fall Hwaseong-Morde: Nach 33 Jahren identifiziert eine DNA-Analyse den Täter Erste Meldung lesen